US-Präsident plant billionenschweres Investitionspaket

30.03.2021

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Ifo-Exporterwartungen der deutschen Industrie legen im März deutlich zu

Die vom Ifo-Institut berechneten Exporterwartungen der deutschen Industriebetriebe sind im März um 11,9 Punkte auf 24,9 Zähler kräftig angestiegen. Das bedeutet den höchsten Wert seit dem Jänner 2011. Wie das Ifo-Institut mitteilte, macht sich unter den Exporteuren große Zuversicht breit, vor allem profitiert die Exportwirtschaft von der starken Konjunktur in Asien und den USA.

In fast allen Industriebereichen legten die Erwartungen zu, besonders in der Elektroindustrie und im Maschinenbau. Auch der Automobilsektor rechnet wieder mit mehr Aufträgen aus dem Ausland. Dagegen erwarten nach wie vor die Unternehmen, die Bekleidung und Schuhe herstellen, einen Rückgang bei den Umsätzen.

AMERIKA

Dallas Fed Geschäftsindex steigt im März kräftig

Der von der lokalen Notenbank Fed in Dallas veröffentlichte Geschäftsindex (Dallas Fed Manufacturing Index) für das verarbeitende Gewerbe in Texas konnte im März stark zulegen. Der Stimmungsindikator stieg von 17,2 Punkten aus dem Vormonat auf 28,9 Zähler im März.

Sowohl die allgemeinen Geschäftsbedingungen als auch die Auftragseingänge und die Prognosen für die nächsten sechs Monate werden deutlich positiver eingeschätzt als zuletzt. Der Bundesstaat Texas leistet einen wichtigen Beitrag zur US-Wirtschaft, da es nach Kalifornien als exportstärkste Region gilt, etwa 9,5% der gesamten Industrieproduktion der USA befinden sich in Texas.

UNTERNEHMENS-NEWS

ZULASSUNGSERFOLG FÜR NOVARTIS

Der Schweizer Pharmariese hat in der Europäischen Union eine wichtige Zulassung für das Multiple-Sklerose-Mittel Kesimpta erhalten. Dieses darf nun in der Behandlung von erwachsenen Patienten mit schubförmigen Verläufen eingesetzt werden.

Studienergebnisse zeigten eine Reduktion der jährlichen Schübe um mehr als 50%. Die EU-Zulassung folge den jüngsten Zulassungen für Kesimpta in den USA, Kanada, der Schweiz, Singapur, Australien und Japan.

MICROSOFT VERSTÄRKT ENGAGEMENT IN ISRAEL

Der US-amerikanische Softwareriese plant die Errichtung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums für Halbleiter in Israel. Microsoft traf sich im Zuge dessen bereits mit führenden Regierungsvertretern, um die Details des Projektes zu besprechen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

US-PRÄSIDENT PLANT BILLIONENSCHWERES INVESTITIONSPAKET

Das neue Wirtschaftsprogramm der amerikanischen Regierung soll laut der New York Times drei bis vier Billionen US-Dollar umfassen und im ersten Schritt die marode Infrastruktur verbessern. Vor allem der jahrzehntelange Investitionsstau bei den Stromleitungen soll beseitigt werden, um zukünftig mehr Kapazität für den Ausbau von Ladestationen zu gewährleisten. Daneben wird es Beschränkungen bei der Erschließung von Öl- und Gasquellen geben und einen finanziellen Anreiz für den Ausbau der so genannten grünen Industrie. Als erster Schritt werden 600 Milliarden Dollar für Straßen, Brücken, Schienenverkehr und E-Ladestationen in die Hand genommen, um den Einstieg in die E-Mobilität zu beschleunigen.

Dieses neue Investitionsprogramm ist laut der New York Times in seiner geplanten Größenordnung und in der Ausrichtung einzigartig, da es ein radikaler Schnitt gegenüber den Plänen vorheriger Präsidenten, allen voran Donald Trump ist. Dem Paket zugrunde liegt die Idee, dass die Wirtschaft für sichere Arbeitsplätze weg müsse von Kohle, Öl und Gas und dem Ausstoß von CO2.

Damit sei Klima in das Zentrum der Politik gerutscht, statt wie bisher maximal Teil eines Wirtschaftspakets zu sein. Dies bringt aber auch Kritik von Vertretern der Republikaner und Ökonomen, die grundsätzlich die Verbindung von Klimaschutz und Investitionen in die Infrastruktur in Frage stellen. Die republikanische Fraktion ist zwar für die Modernisierung der Straßen und Brücken der Vereinigten Staaten, doch sollen die Steuern nicht für neue Regularien des so genannten “Green New Deal“ erhöht werden.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück

Close