Neue arbeitsrechtliche Regeln im Homeoffice treten in Kraft

01.04.2021

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Inflation in der Eurozone zieht kräftig an

Die Verbraucherpreise in der Eurozone haben im März deutlich zugelegt. Das geht aus dem Bericht der Europäischen Statistikbehörde (Eurostat) vom Mittwoch hervor. Die Lebenshaltungskosten verteuerten sich auf Jahressicht um 1,3%, im Monatsvergleich lag die Inflation um 0,9% höher.

Getrieben wurde die Preisteuerung von stark gestiegenen Energiepreisen, diese zogen um 4,3% an. Auch die Preise für Industriegüter ohne Energie legten im März um 0,3% zu, ebenso musste für Dienstleistungen um 1,3% mehr bezahlt werden.

AMERIKA

US-Privatwirtschaft schafft 517.000 neue Jobs

Die Beschäftigung ist in der US-Privatwirtschaft im März wieder solide gestiegen. Wie der private Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) am Mittwoch bekanntgab, konnten 517.000 neue Stellen vergeben werden. Im Februar lag das Stellenplus nur bei 176.000 neuen Jobs. Damit haben sich die Arbeitsmarkdaten für den März wieder deutlich verbessert und verzeichnen den stärksten Anstieg sei dem September 2020, kommentierte Nela Richardson, Chefvolkswirtin von ADP die Zahlen.

Sehr erfreulich sei das Stellenwachstum auf dem Dienstleistungssektor, besonders im Bereich des Freizeit- und Gastgewerbes. Der ADP-Bericht umfasst etwa 400.000 private US-Unternehmen mit rund 23 Millionen Beschäftigten und gibt einen guten Ausblick auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der Regierung, der am Freitag präsentiert wird. Dieser umfasst dann auch die Beschäftigung im Staatsbereich.

UNTERNEHMENS-NEWS

ZWEISTELLIGER MILLIARDENAUFTRAG FÜR MICROSOFT AUS DEM PENTAGON

Der US-amerikanische Techriese konnte einen Auftrag des Verteidigungsministeriums an Land ziehen. Microsoft wurde dabei für den Bau von mehr als 120.000 maßgeschneiderten HoloLens Augmented-Reality-Headsets für die US-Armee beauftragt. Es wird spekuliert, dass der Konzern dafür bis zu 22 Milliarden US-Dollar erhält.

Die Standard-HoloLens, die etwa 3.500 US-Dollar kostet, ermöglicht es Menschen, Hologramme über ihre tatsächliche Umgebung zu legen und mit Hand- und Sprachgesten zu interagieren. Ein Prototyp, der von Medienvertretern ausprobiert wurde, zeigte eine Karte und einen Kompass an und verfügte über Wärmebilder, um Personen im Dunkeln zu erkennen. Das System konnte auch das Ziel für eine Waffe anzeigen.

Der Deal macht Microsoft zu einem der führenden Technologielieferanten für das US-Militär. Bereits 2019 sicherte man einen Vertrag zur Bereitstellung von Cloud-Diensten für das Verteidigungsministerium und setzte sich damit gegen Marktführer Amazon durch.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

NEUE ARBEITSRECHTLICHE REGELN IM HOMEOFFICE TRETEN IN KRAFT

Ab heute gelten neue arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Regelungen für das Arbeiten im Homeoffice, die den Arbeitnehmern zugutekommen sollen. Unter anderem gibt es einen unbefristeten Unfallversicherungsschutz für Unfälle bei der Arbeit von zu Hause. Haushaltsangehörige müssen nicht für Schäden an Arbeitsmitteln des Arbeitgebers haften. Der Steuerteil des Homeoffice-Pakets wurde bereits im Februar beschlossen. Homeoffice an sich bleibt weiter freiwillig.

Nur eine Wohnung gilt rechtlich als Homeoffice Arbeitsplatz. Arbeit in einem öffentlichen Coworking-Space oder im Kaffeehaus umfasst die neue Regelung nicht. Zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber muss es eine schriftliche Vereinbarung oder eine Betriebsvereinbarung geben. Die erforderlichen digitalen Arbeitsmittel für das Arbeiten von zu Hause müssen die Arbeitgeber den Beschäftigten zur Verfügung stellen. Arbeitsinspektoren dürfen nur mit Zustimmung der Arbeitnehmer die Wohnung betreten, um die Einhaltung der Bestimmungen zu Prüfen. Bestimmungen über Arbeitszeit und Arbeitsruhe sowie individuelle Arbeitszeitvereinbarungen bleiben weiterhin gültig.

Zum Teil gilt der steuerrechtliche Teil des Homeoffice-Pakets rückwirkend bereits für das Jahr 2020, in dem viele Arbeitnehmer kurzfristig ins Homeoffice wechseln mussten. Bei Erfüllen der Voraussetzungen können für den Kauf ergonomischer Einrichtung bis zu 300 Euro als Werbungskosten geltend gemacht werden. Die steuerrechtlichen Regelungen des Gesetzespakets sollen vorerst bis zum Jahr 2023 gelten.

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