Krypto-Plattform plant Mitte April Börsengang

06.04.2021

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Corona-Krise lässt Einzelhandelsumsätze in Deutschland auch im Februar sinken

Der Corona-Lockdown hat der deutschen Einzelhandelsbranche auch im Februar Umsatzrückgänge beschert. Wie aus dem Bericht des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht, lagen die Erlöse um 7,7% tiefer als im Vorjahresmonat.

Aufgrund des anhaltenden Lockdowns fielen die Umsätze in den einzelnen Branchen sehr unterschiedlich aus. Der Handel mit Textilien, Schuhen und Lederwaren brach um fast 74% zum Februar des Vorjahres ein, während der Lebensmittelhandel, der ja geöffnet blieb, nur ein geringes Minus von 1,2% aufwies. Ausgezeichnet lief dagegen das Geschäft für den Onlinehandel. Hier konnten Umsatzzuwächse von 34% erzielt werden.

AMERIKA

US-Industrie erhält weniger Aufträge im Februar

Der Auftragseingang in den US-Industriebetrieben ist im Februar geringer als erwartet ausgefallen. Insgesamt wurden um 0,8% weniger neue Aufträge an Land gezogen als im Vormonat. Für den Vormonat meldete das US-Handelsministerium noch ein Auftragsplus von 2,7%.

Die Bestellungen ohne den Rüstungssektor sanken um 0,6%, die Order ohne den Transportbereich nahmen ebenfalls um 0,6% ab. Die Bestellungen für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge reduzierten sich um 0,9%. Diese Aufträge werden von den Ökonomen stark beachtet, sie gelten als wichtige Messgröße für Unternehmensinvestitionen.

UNTERNEHMENS-NEWS

GEWINNSPRUNG BEI SAMSUNG ERWARTET

Der südkoreanische Technologiekonzern wird im ersten Quartal wohl einen deutlichen Gewinnsprung verzeichnen. Prognosen zufolge dürfte er auf mehr als 8 Milliarden US-Dollar gestiegen sein. Dies wäre das höchste Betriebsergebnis von Samsung im ersten Quartal seit 2018. Der Umsatz dürfte um 12% gestiegen sein. Samsung wird morgen vorläufige Ergebnisse für das erste Quartal bekannt geben.

SAP GEWINNT GOOGLE ALS WICHTIGEN GROSSKUNDEN

Medienberichten zufolge wechselt der Google-Mutterkonzern Alphabet bei ihrer Finanzsoftware von Oracle auf SAP. Dieser Wechsel ist ein bedeutender Gewinn für die Deutschen, die sich zuletzt mit Oracle einen harten Kampf um den dritten Platz im Cloudcomputing hinter Amazon und Microsoft lieferten. Alphabet bestätigte diesen Wechsel bereits.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

KRYPTO-PLATTFORM PLANT MITTE APRIL BÖRSENGANG

Die amerikanische Handelsplattform für Kryptowährungen „Coinbase“ beabsichtigt, per Direktplatzierung an die Börse zu gehen. Wie das Unternehmen Ende letzter Woche mitteilte, sei dieser Schritt für den 14. April an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq geplant. Die Zustimmung für das Vorhaben durch die Börsenaufsicht SEC liegt bereits vor.

Anfang dieses Jahrs wurde bekannt, dass der Börsengang angestrebt werde. Der Sprung der Krypto-Plattform auf das Handelsparkett wird von einigen Analysten als Meilenstein auf dem Weg zu einer breiten Akzeptanz von Kryptowährungen als Anlageklasse eingestuft.

Coinbase wurde 2012 gegründet und wird mittlerweile von mehr als 43 Millionen Kunden in mehr als 100 Staaten genutzt und nach eigenen Angaben zuletzt mit 68 Milliarden Dollar bewertet. Im Wege einer Direktplatzierung werden keine Konsortialführer benötigt, wodurch dem Unternehmen hohe Gebühren erspart bleiben. Dabei werden die Aktien ohne das übliche Preisbildungsverfahren direkt an der Börse registriert. Laut dem Sender CNBC handelt es sich um die erste große Nasdaq-Direktplatzierung.

Im Vormonat war Coinbase mit einer millionenschweren Strafzahlung belegt worden. Die amerikanische Derivateaufsicht CFTC brummte der Krypto-Plattform eine Geldbuße von 6,5 Millionen Dollar auf. Grundlage seien falsche, irreführende und ungenaue Angaben über Transaktionen bei digitalen Vermögenswerten einschließlich Bitcoin zwischen Jänner 2015 und September 2018 gewesen, wie die Behörde damals mitteilte.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück

Close