Eurozone-Arbeitslosenquote im Februar stabil bei 8,3%

07.04.2021

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Börsenexperten blicken wieder optimistisch auf Konjunktur in der Eurozone

Der Ausblick von Finanzexperten und institutionellen Anlegern auf die Entwicklung der Eurozonen-Konjunktur hat sich im April deutlich verbessert. Der entsprechende Stimmungsindex der Investment-Beratungsfirma Sentix kletterte im April um 8,1 auf 13,1 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit dem August 2018.

Besonders die Aussichten auf die kommenden sechs Monate wurden so positiv bewertet wie noch nie. Es gibt zwar wieder verstärkte Maßnahmen und Lockdowns in vielen Ländern der Eurozone, diese zeigen aber wenig Auswirkungen auf die wirtschaftliche Erholungstendenzen, erklärte dazu Sentix-Geschäftsführer Patrick Hussy. Die Wirtschaft in der Eurozone dürfte somit ihren Erholungskurs weiter fortsetzen.

AMERIKA

Stellenangebote in den USA steigen auf Zweijahreshoch

Das Angebot an offenen Stellen ist im Februar mit 7,4 Millionen auf ein Zweijahreshoch gestiegen. Auch die Zahl der Neueinstellungen hat aufgrund verstärkter COVID-19-Impfungen und der zusätzlichen Pandemiehilfe der Regierung zugenommen.

Besonders viele neue Stellen wurden im Gesundheits- und Sozialbereich angeboten – es waren 233.000 neue Arbeitsplätze. Auch in einer der von der Pandemie am stärksten betroffenen Branchen, nämlich im Beherbergungs- und Verpflegungssektor, gab es ein Plus von 104.000 neuen Jobs. Die Stellenangebote für Kunst, Unterhaltung und Freizeit stiegen um 56.000.

ASIEN

Stimmung in Chinas Dienstleistungssektor hellt sich weiter auf

Die Stimmung in den chinesischen Dienstleistungsbetrieben hat sich im März stärker als erwartet verbessert. Der vom Wirtschaftsmagazin „Caixin“ berechnete Stimmungsindex für die Branche ist um 2,8 auf 54,3 Punkte gestiegen und bleibt damit über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Die Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 52,1 Punkten gerechnet. Der „Caixin“-Indikator bildet vor allem die Stimmung in den kleineren und privaten Unternehmen in China ab.

UNTERNEHMENS-NEWS

GEWINNSPRUNG BEI SAMSUNG

Der südkoreanische Techriese gab heute die vorläufigen Ergebnisse für das erste Quartal bekannt. Samsung vermeldete einen deutlichen Gewinnanstieg. Das operative Ergebnis in den Kerngeschäften werde im Jahresvergleich um voraussichtlich 44,2% auf 9,3 Billionen Won (umgerechnet rund 7 Milliarden Euro) steigen.

Beim Umsatz rechnet man für das abgelaufene Quartal mit einem Anstieg um 17,5% auf 65 Billionen Won (etwa 49 Milliarden Euro). Die vorzeitige Veröffentlichung des neues Smartphone-Flaggschiffs Galaxy-S21 beflügelte die Geschäfte.

JEFF BEZOS SPRICHT SICH FÜR HÖHERE UNTERNEHMENSSTEUERN AUS

Der US-amerikanische Onlineriese steht seit Langem wegen Steuervermeidung in der Kritik. Jetzt spricht sich ausgerechnet Konzernchef Jeff Bezos für höhere Abgaben aus. „Wir unterstützen eine Anhebung des Unternehmenssteuersatzes“, so dieser in einer im Firmenblog veröffentlichten Stellungnahme.

Die Aussagen von Bezos erfolgen vor dem Hintergrund eines billionenschweren Infrastruktur-Investitionsprogramms, das US-Präsident Joe Biden plant und das zum Teil durch stärkere Unternehmensbesteuerung finanziert werden soll. Jeff Bezos weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass diese Investitionen von allen Seiten Zugeständnisse erfordern werden.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

EUROZONE-ARBEITSLOSENQUOTE IM FEBRUAR STABIL BEI 8,3%

Die Lage am Arbeitsmarkt in der Eurozone hat sich im Februar gleichmäßig entwickelt. Allerdings wurde der zuvor veröffentlichte Wert zur Arbeitslosigkeit für den Vormonat nach oben berichtigt.

Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat bekanntgab, verblieb die Arbeitslosenquote im Februar exakt auf dem Vormonatsniveau von 8,3%. Zunächst war eine Quote von 8,1% berichtet worden. Ökonomen hatten auf der Grundlage des vorläufigen Jänner-Werts eine Quote von 8,1% vorberechnet.

Die Arbeitslosenquote in der gesamten EU-27 ergab 7,5% (Vormonat: 7,5%). Nach Erhebungen von Eurostat waren im Februar in der Eurozone 13,57 Millionen Menschen und in der gesamten EU 15,95 Millionen Menschen arbeitslos. Bei den Eurostat-Werten handelt es sich um saisonbereinigte Daten, die gemäß den Kriterien der International Labour Organization (ILO) erhoben werden.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück

Close