IWF sieht wachsendes globales Ungleichgewicht

08.04.2021

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Dienstleister verzeichnen erstmals wieder Wachstum

Die deutschen Dienstleistungsunternehmen sind im März erstmals seit einem halben Jahr wieder gewachsen. Der vom IHS-Markit Institut berechnete Einkaufsmanagerindex für den Sektor stieg um 5,8 auf 51,5 Punkte und überspringt damit wieder die Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Als Hauptursache für den starken Anstieg wurden die ersten Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen und die gestiegene Zuversicht der Kunden genannt, erklärte Markit-Ökonom Phil Smith das Umfrageergebnis. Die Aussicht, dass die Fortschritte bei den Impfungen die Aufhebung weiterer Restriktionen erlaubt, hat die Geschäftsaussichten der Dienstleister auf ein Drei-Jahres-Hoch steigen lassen.

AMERIKA

US-Rohöllagerbestände verringern sich deutlich

Die Bestände an Rohöl in den USA sind in der Woche zum 2. April deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) lagerten um 3,522 Millionen Barrel weniger in den Tanks als in der Vorwoche. Bereits in der letzten Woche hatten sich Bestände um 0,876 Millionen Barrel reduziert.

Die Benzinbestände haben dagegen um 4,044 Millionen Barrel zugenommen. Die Ölproduktion in den USA lag in der letzten Woche mit 10,9 Millionen Barrel pro Tag um 0,2 Millionen niedriger als in der Woche davor.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE ÖFFNET ORTUNGSNETZWERK FÜR DRITTE

Bislang konnten mit dem Dienst nur hauseigene Produkte lokalisiert werden. Das soll sich nun ändern. Der Dienst „Find my?“ soll nun auch für Drittanbieter verfügbar sein. Als erste externe Geräte werden übrigens Fahrräder eines niederländischen Herstellers gehandelt.

Der Dienst „Wo ist?“ war 2010 als „Find my iPhone“ eingeführt worden, um verloren gegangene oder gestohlene Geräte zu orten. Später wurde der Dienst um eine Ortungsfunktion für Freunde („Find my Friends“) erweitert. Dann wurden die beiden Dienste zu „Find my“ zusammengeführt. Mit dem Service können Apple-Geräte auf einer digitalen Karte lokalisiert werden.

SEVEN & I ÜBERTRIFFT MIT ERGEBNIS DIE ERWARTUNGEN

Das japanische Einzelhandelsunternehmen meldete im abgelaufenen Geschäftsquartal ein Betriebsergebnis von 80 Milliarden Yen beziehungsweise umgerechnet rund 775 Millionen US-Dollar. Damit lag man zwar unter dem Wert des Vorjahres, konnte aber die Erwartungen der Marktbeobachter übertreffen. Die Erlöse gingen ebenfalls leicht zurück.

Die Geschäfte von Seven & I erholten sich zunehmend von den Folgen der Pandemie. Auch für das laufende Geschäftsquartal erwartet man sich eine weitere Erholung. Man räumt aber Unsicherheiten in Bezug auf den persönlichen Konsum ein.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

IWF SIEHT WACHSENDES GLOBALES UNGLEICHGEWICHT

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich die Coronakrise und die wirtschaftlichen Folgen für die einzelnen Länder genau angesehen und sieht ein verstärktes Auseinanderdriften der reichen und armen Nationen. In den Industrieländern war der Wirtschaftseinbruch dramatisch, aber verglichen mit der Finanzkrise kommen diese wirtschaftlich schneller aus der Talsohle. Den Hauptgrund dafür sieht der IWF beim schnellen Eingreifen der Politik und dem Auflegen der milliardenschweren Hilfsprogramme. Die Schwellen- und Entwicklungsländer hätten diese Möglichkeit nicht gehabt und leiden mitunter stärker unter dem Virus.

Chefökonomin Gita Gopinath sieht zwar für das Jahr 2021 ein stärkeres globales Wachstum von 6% des Bruttoinlandsproduktes. Im Vorjahr war die Weltwirtschaft noch um 3,3% geschrumpft. Doch bräuchten die ärmeren Volkswirtschaften weit höhere Wachstumsraten als Europa und die Vereinigten Staaten, um damit die Armut in ihren Ländern zurückzudrängen.

Auch langfristig zeigt sich, wie sehr die Pandemie die armen und die reichen Länder spaltet. Verglichen mit den Vor-Corona-Prognosen für die Wirtschaftsleistung je Einwohner verlieren die Industriestaaten bis 2024 nur 2,3%. Für die Schwellenländer berechnet der Währungsfonds diesen Wert auf 4,7%, also doppelt so hoch. Am stärksten litten Staaten, die besonders vom Tourismus abhängig sind. Die Wirtschaftsleistung dieser Länder ist letztes Jahr oft zweistellig eingebrochen und soll sich 2021 nur leicht erholen.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück

Close