Schottische Premierministerin stellt neues Unabhängigkeitsreferendum in Aussicht

13.04.2021

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Maschinenbauer heben Produktionsprognose für 2021 an

Die deutschen Maschinenbauunternehmen sind mit Schwung ins neue Jahr gestartet und heben nun zum zweiten Mal binnen weniger Monate ihre Produktionsprognosen für das laufende Jahr an. Wie der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Karl Haeusgen, in einer Online-Pressekonferenz bekanntgab, wird die bisherige Prognose um 3 Prozentpunkte nun auf ein reales Produktionswachstum von 7,0% angehoben.

Getragen wird die Anhebung der Prognose vor allem von den guten Aussichten auf weiteres Wachstum in China und anderen asiatischen Ländern sowie den USA. Bereits im Dezember hatte die Branche ihren Ausblick um 4,0% angehoben. Auch das Neugeschäft liegt klar auf Wachstumskurs, die Auftragseingänge konnten im Februar um 12 % zulegen.

Die Zahl der Beschäftigten konnte dank Kurzarbeit auf hohem Niveau gehalten werden. Die Betriebe wissen, dass sie ihre Fachkräfte für die bevorstehenden Aufgaben dringend benötigen und handeln dementsprechend. Aktuell wird nur in etwa 15% der Maschinenbauunternehmen noch Personal abgebaut. 

AMERIKA

US-Haushaltsdefizit erreicht neuen Rekordwert

Das Haushaltsdefizit in den USA ist in der ersten Hälfte des Fiskaljahres auf eine neue Rekordmarke von 1,7 Billionen Dollar gestiegen. Für den März belief sich der Passivsaldo auf 660 Milliarden US-Dollar und lag damit um 454% über dem Wert des Vorjahresmonats. Die Einnahmen stiegen im März um 13% auf 268 Milliarden Dollar, im Gegenzug legten die Ausgaben um 161% auf 927 Milliarden Dollar zu.

Eine dritte Runde von konjunkturunterstützenden Maßnahmen der Regierung haben die Staatsausgaben im vergangenen Monat in die Höhe schnellen lassen. Damit hat die Regierung zwar die Folgen der Corona-Pandemie für die US-Wirtschaft etwas abmildern können, zugleich wurde damit aber die Staatsverschuldung im Verhältnis zur Wirtschaft auf ein sehr hohes Niveau getrieben.

ASIEN

Chinas Außenhandel wächst weiter kräftig

Der Außenhandel in China hat auch im März weiter stark zugelegt. Wie aus dem Bericht der staatlichen Zollbehörde vom Dienstag hervorgeht, stiegen die Exporte im Jahresvergleich um 30,6% an. Damit konnte bereits den neunten Monat in Folge ein Wachstum bei den Ausfuhren erzielt werden.

Vor allem die verstärkte globale Nachfrage haben nach Expertenmeinung zu den starken Wachstumsraten beigetragen. Auch die Importe konnten um unerwartet starke 38,1% zulegen.

UNTERNEHMENS-NEWS

NVIDIA BAUT SUPERCOMPUTER-CPU

Der Graphikkartenspezialist präsentierte zuletzt seinen ersten eigenen Hauptprozessor für Rechenzentren. Bislang kamen die Chips von Nvidia zum Großteil bei Grafik-Anwendungen zum Einsatz. Jetzt macht man aber einen weiteren Schritt und steigt damit in die CPU-Produktion ein.

Die neue Reihe trägt den Namen Grace und soll ab 2023 ausgeliefert werden. Damit greift man auch den Branchenprimus Intel an, der bislang quasi ein Monopol in diesem Bereich hatte.

SIEMENS HEALTHINEERS PRÜFT VERKAUF VON ULTRASCHALL-SPARTE

Die Medizintechnik-Tochter des deutschen Industrieriesens erwägt einen Verkauf seines Ultraschallgeschäftes. Ein Verkauf könnte Siemens rund eine Milliarde US-Dollar einbringen. Berichten zufolge gibt es bereits mehrere Interessenten für den Bereich.

Das Ultraschall-Geschäft gehört zur ertragreichsten Sparte von Siemens Healthineers (Digital Imaging), spielt dort neben Röntgengeräten, Computertomografen und Magnetresonanztomografen aber nur noch eine Nebenrolle.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

SCHOTTISCHE PREMIERMINISTERIN STELLT NEUES UNABHÄNGIGKEITSREFERENDUM IN AUSSICHT

In einem Zeitungsinterview mit der britischen Zeitung „The Guardian“ sprach die schottische Premierministerin über ein neues Unabhängigkeitsreferendum und die Meinungsänderung der Londoner Regierung. Nicola Sturgeon ist fest davon überzeugt, dass die britische konservative Regierung ein neues Referendum im nächsten Jahr nicht mehr unterbinden werde, sofern bei der kommenden schottischen Parlamentswahl in einem Monat die SNP-Partei als Gewinner feststeht.

Sie betonte zwar auch, dass der Premierminister bisher Forderungen des schottischen First Ministers zurückwies, grünes Licht für ein Referendum zu geben. Aber die internen Gespräche würden sich derzeit wegbewegen von „wie kann ein Referendum verhindert werden“, hin zu „wann würde es stattfinden und auf welcher Basis könnte es stattfinden“.

Die schottische SNP-Vorsitzende verwies in diesem Zusammenhang auch auf den 11-Punkte-Plan, der Anfang des Jahres von ihrer Partei verabschiedet wurde. Bei einer Parlamentsmehrheit würde Schottland die Gesetzgebung ändern und ein Unabhängigkeitsreferendum einführen - sofern sich die britische Regierung weigern sollte, eine so genannte Sektion 30-Anordnung zu gewähren. Was wiederum Westminster effektiv herausfordern würde, den schottischen Regierungsbeschluss vor den Gerichten anzufechten. Sturgeon meinte weiters, ihre „starke Präferenz und Absicht“ sei es, ein weiteres Referendum in der ersten Hälfte der Legislaturperiode bis 2023 abzuhalten, aber sie werde sich „von den Realitäten von Covid“ leiten lassen.

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