Österreichs Budgetdefizit steigt um weitere acht Milliarden Euro

20.04.2021

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Auftragsbestände in der deutschen Industrie haben sich weiter erhöht

Die Bestände an offenen Aufträgen in den deutschen Industriebetrieben sind im Februar bereits den neunten Monat in Folge gestiegen. Wie aus dem Bericht des Statistischen Bundesamtes vom Montag hervorgeht, erhöhte sich der Bestand an unerledigten Aufträgen um 1,3% zum Vormonat. Dabei legten besonders die offenen Inlandsaufträge mit plus 1,9% stark zu.

Die Industrieaufträge haben sich seit dem Ende des ersten Lockdowns wieder kräftig erholt. Die Produktion kam allerdings erst wieder langsam in Fahrt, deshalb haben sich die Auftragsbestände erhöht und müssen nun abgearbeitet werden. Insgesamt befindet sich die deutsche Industrie trotz der dritten Corona-Welle im Aufwind. Sie profitiert besonders wegen der deutlichen Wirtschaftserholung in den USA und China. Diese gelten als wichtigste Abnehmer für deutsche Industrieprodukte.

AMERIKA

Neubaubeginne in den USA legen nach schwachem Vormonat im März wieder zu

Die US-Bauwirtschaft hat sich im März weiter erholt. Sowohl Baugenehmigungen als auch Baubeginne haben stark zugelegt. Nach Zahlen des US-Handelsministeriums stiegen die Baubeginne gegenüber dem Vormonat um kräftige 19,4%.

Im Februar hatte es wegen des sehr kalten Winterwetters noch einen deutlichen Rücksetzer gegeben. Die Baugenehmigungen, die den Baubeginnen zeitlich vorauslaufen, legten im Monatsvergleich um 2,7% zu.

ASIEN

Japans Exporte steigen im März nach Rückschlag im Vormonat kräftig

Die japanischen Exporte haben sich im März wieder deutlich erholt. Wie das japanische Finanzministerium am Montag berichtete, stiegen die Ausfuhren im Jahresvergleich um 16,1% an. Im Februar gab es noch einen Rückgang bei den Exporten um 4,5%. Getrieben wurde das gute Ergebnis von einer hohen Nachfrage nach Autos, Chips, Halbleiter-Ausrüstung und Kunststoffen.

Besonders stark legten die Exporte nach China zu, die Ausfuhren in das Land des wichtigsten Handelspartners zogen um rund 37% an. Ebenfalls deutlich haben die Ausfuhren in die Europäische Union (EU) zugelegt, sie erhöhten sich zum Vorjahresmonat um fast 13%. Das bedeutet den stärksten Zuwachs seit fast drei Jahren.

UNTERNEHMENS-NEWS

COCA COLA ERHOLT SICH WEITER VON DER PANDEMIE

Die Pandemie hinterlässt zwar weiterhin Spuren in den Zahlen des US-amerikanischen Getränkeriesens – jedoch konnte zu Jahresbeginn wieder ein Anstieg der Erlöse verbucht werden. In den drei Monaten bis Ende März stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 5% auf rund 9 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn hingegen sank auf 2,25 Milliarden US-Dollar von 2,78 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Die Schließung von Restaurants, Stadien, Kinos und anderen öffentlichen Einrichtungen aufgrund der COVID-19-Pandemie belastet aber weiterhin die Geschäfte von Coca-Cola. Unter Druck steht der so genannte Außer-Haus-Markt. Dies kann der Konsum zu Hause nur zum Teil ausgleichen.

Im laufenden Geschäftsjahr zeigt sich Coca Cola aber zuversichtlich und rechnet mit einem hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Anstieg des Ergebnisses je Aktie. Man sehe bereits eine Erholung der Nachfrage. Insbesondere in Gebieten mit einer hohen Impfrate.

MICROSOFT INVESTIERT IN MALAYSIEN

Der US-amerikanische Softwareriese wird über einen Zeitraum von fünf Jahren mindestens eine Milliarde US-Dollar in die Hand nehmen um Malaysias digitale Wirtschaft zu stärken. Das verkündete Premierminister Muhyiddin Yaddin. Im Zuge dessen wird unter anderem ein Rechenzentrum errichtet.

Microsoft tritt zudem auch als Partner der Regierung bei Cloud-Dienstleistungen auf. Weitere Vereinbarungen in diese Richtung wurden auch mit den Unternehmen Petronas und Celcom unterzeichnet.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ÖSTERREICHS BUDGETDEFIZIT STEIGT UM WEITERE ACHT MILLIARDEN EURO

Das österreichische Finanzministerium präsentierte Anfang der Woche die neuesten Zahlen zum Budgetdefizit, die sich aufgrund der Coronakrise nochmals verschlechtern. Der heurige Verlust wird sich um weitere acht Milliarden auf fast 31 Milliarden Euro ausweiten. Das Finanzministerium rechnet für das Jahr 2021 mit 5,5 Milliarden Euro an Mehrausgeben und 2,6 Milliarden an Mindereinnahmen.

Dadurch müssen auch die Budgetzahlen im Ministerrat entsprechend angepasst werden und die überarbeitete Novelle wird nächste Woche dem Parlament übermittelt. Finanzminister Gernot Blümel betonte in einer Aussendung, dass dringend benötigte Gelder für das wirtschaftliche Comeback Österreichs fließen werden. Dazu gehören vor allem Investitionen und Maßnahmen für den Arbeitsmarkt.

Neben der Notwendigkeit der Pandemiebekämpfung, etwa dem Ausbau der Testinfrastruktur und den Wirtschaftshilfen, werde in den nächsten Wochen und Monaten durch den so genannten Comebackplan der Fokus auf die Stärkung des Standortes liegen. Hauptfokus seien die digitale und ökologische Transformation sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen. Dadurch wird es laut dem Finanzministerium aber auch zu Anpassungen im nächsten Budget kommen.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück

Close