Armin Laschet ist CDU-Kanzlerkandidat

21.04.2021

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Erzeugerpreise in Deutschland ziehen überraschend stark an

Die deutschen Hersteller haben im März ihre Preise so stark angehoben wie seit neuneinhalb Jahren nicht mehr. Die Erzeugerpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um deutliche 3,7% an. Einen stärkeren Preisanstieg gab es zuletzt im November 2011 mit 4,6%. Auch im Monatsvergleich zogen die Preise auf Herstellerebene um 0,9% mehr als erwartet an. Als hauptverantwortlich für den starken Preisanstieg wurden deutlich höhere Kosten für Energie und Vorleistungsgüter genannt.

Die Erzeugerpreise gelten als wichtiger Indikator für die Entwicklung der Inflation, Preisänderungen auf Herstellerebene werden früher oder später an den Handel und somit an den Konsumenten weitergegeben. Für das laufende Jahr rechnen die Experten mit einer durchschnittlichen Inflationsrate in Deutschland von 2,4%.

AMERIKA

USA und China arbeiten beim Klimaschutz wieder enger zusammen

Die beiden Wirtschaftsmächte USA und China haben sich darauf geeinigt, dass die Bemühungen zur Bekämpfung des Klimawandels noch vor der nächsten internationalen Klimakonferenz Ende des Jahres wieder verstärkt werden sollen. Dies teilte das chinesische Umweltministerium nach einem Treffen zwischen dem chinesischen Klimabeauftragten Xie Zhenhua und seinem US-Kollegen John Kerry in Schanghai mit.

Dabei haben sie sich in einer gemeinsamen Erklärung verpflichtet, die Klimakrise zusammen mit anderen Ländern bewältigen zu wollen. Der Dialog über konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen soll fortgeführt werden, damit die im Pariser Klimaabkommen festgelegte Temperaturgrenze für die Erderwärmung eingehalten werden kann.

UNTERNEHMENS-NEWS

ERICSSON PROFITIERT VON HOHER TECHNIKNACHFRAGE

Der schwedische Netzwerkausrüster hat im ersten Quartal von einer starken Nachfrage nach Netztechnik profitiert. Der operative Gewinn kletterte im Jahresvergleich um 22 % auf 5,3 Milliarden Schwedische Kronen – umgerechnet rund 520 Millionen Euro. Die Erlöse blieben in etwa auf dem Vorjahresniveau, die Erlöse aus Lizenzen und Patenten gingen aufgrund von auslaufenden und noch nicht erneuerten Verträgen deutlich zurück.

Bei der Nachfrage nach Technik rund um den neuen Mobilfunkstandard 5G gebe es in führenden Märkten aber weiterhin viel Dynamik, so Konzernchef Börje Ekholm und man geht davon aus, dass man weitere Marktanteile in diesem Bereich gewinnen wird. Ericsson profitiert dabei auch davon, dass viele Länder die Verwendung der Technologie des chinesischen Konkurrenten Huawei eingeschränkt haben.

VERTRAG VON KOBE BRYANT MIT NIKE WURDE NICHT VERLÄNGERT

Der US-amerikanische Sportartikelhersteller gab bekannt, dass Kobe Bryant nicht mehr Teil der 2Nike-Familie sei. Der entsprechende Vertrag sei letzte Woche ausgelaufen und wurde von den Erben Bryants nicht verlängert.

Bryant, der im letzten Jahr bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam, hatte seinen Vertrag mit Nike 2016 nach seinem Rücktritt um fünf Jahre verlängert. Die Erben entschieden sich nun gegen eine Fortsetzung der Partnerschaft und könnten nun auch mit anderen Herstellern neu verhandeln.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ARMIN LASCHET IST CDU-KANZLERKANDIDAT

Der Machtkampf um die Kanzlerkandidatur in der Union ist nun endgültig entschieden: CSU-Chef Markus Söder akzeptiert das CDU-Vorstandsvotum und somit Armin Laschet als Kanzlerkandidaten. Söder rief zur Geschlossenheit der Union auf und versicherte, dass seine Partei (CSU) dem CDU-Chef nun im Wahlkampf mit ganzer Kraft zur Seite stehen wird.

In einer Pressekonferenz bedankte sich Laschet bei Söder und der bayerischen Schwesterpartei. Es habe einen „guten, fairen Umgang in einer sehr weitreichenden Entscheidung“ gegeben, so der CDU-Vorsitzende in Berlin. Die Zusammenarbeit beider Parteien sei „gut und vertrauensvoll“, was gleichermaßen auch für das persönliche Verhältnis von Markus Söder und ihm gelte. Jetzt sei er dankbar, dass Söder ihm Unterstützung zugesichert habe.

Nach einer pannenreichen Videoschaltung erhielt Laschet 31 Parteistimmen der Vorstandsmitglieder. Söder kam auf neun Stimmen und sechs Mitglieder enthielten sich. Die Mehrheit war damit deutlicher als zunächst erwartet. Nach der Entscheidung gratulierte auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über den Regierungssprecher. Merkel hatte sich zumindest in der Öffentlichkeit aus dem Machtkampf herausgehalten und den CDU-Chef nicht medienwirksam unterstützt.

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