OPEC drosselt Ölproduktion stärker als vereinbart

13.04.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutschlands öffentlicher Haushalt war 2016 mustergültig

Wie die deutsche Bundesregierung am Mittwoch im so genannten Stabilitätsprogramm 2017 berichtete, hat der Jahresabschluss 2016 alle nationalen und europäischen Vorgaben in vollem Umfang erfüllt. Die öffentlichen Haushalte konnten einen Überschuss von 0,8% des Bruttoinlandsproduktes (BI) erzielen, außerdem konnte die Schuldenstandquote auf 68,3% verringert werden. Bei den diesjährigen Haushaltsplanungen wird ebenfalls wieder mit einem Überschuss im Ausmaß von 0,5% des BIP gerechnet.

Bei der Schuldenstandquote sehen die Planungen der deutschen Bundesregierung eine Reduzierung auf unter 60% des BIP im Jahr 2020 vor. Finanzminister Schäuble sagte in seiner Erklärung, dass die verlässliche Finanzpolitik in Deutschland wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung und zur Stabilität in Europa beitragen.

AMERIKA

Billigeres Öl wirkt dämpfend auf US-Importpreise

Die Preise für US-importe sind im März leicht zurückgegangen. Ausschlaggebend dafür waren niedrigere Ölpreise. Wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch berichtete, sind die Einfuhrpreise gegenüber dem Vormonat um 0,2% gesunken, dieser Wert wurde von den Ökonomen auch so erwartet. Für den Februar wurde ein Preisanstieg um 0,4% gemeldet. Auf Jahressicht legten die importpreise um 4,2% zu. Bei den Preisen für Exportwaren gab es im März ein Plus von 0,2%. Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug die Teuerungsrate bei den Ausfuhren +3,6%.

ASIEN

China erwirtschaftet Steigerung bei Handelsbilanz im März

Wie das nationale Statistikamt der Volksrepublik China am Donnerstag berichtete, konnte die Handelsbilanz im März deutlich gesteigert werden. Der positive Saldo erhöhte sich von -9,15 Milliarden US-Dollar auf 23,92 Milliarden US-Dollar. Damit konnten die Schätzungen der Analysten von 10,00 Milliarden US-Dollar deutlich übertroffen werden. Besonders deutlich gestiegen sind die Exporte, hier gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Zuwachs von 16,4%. Die Erwartungen der Experten lagen mit einer Steigerung um 3,2% deutlich darunter.

UNTERNEHMENS-NEWS

SIEMENS UND BOMBARDIER VERHANDELN ÜBER GEMEINSAMES BAHNGESCHÄFT

Die großen Bahnhersteller Siemens und Bombardier planen ein Gemeinschaftsunternehmen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg aufgrund von Insiderinformationen. Ungeklärt sind bis jetzt noch eventuelle Kartellbedenken. Die westliche Eisenbahntechnikbranche steht aufgrund der chinesischen Konkurrenz unter Druck. Siemens versuchte bereits vergeblich das Bahngeschäft mit dem französischen Unternehmen Alstom zu vereinen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

OPEC DROSSELT ÖLPRODUKTION STÄRKER ALS VEREINBART

Um den Ölpreis zu stützen, hatten die elf Länder der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sich vergangenes Jahr darauf geeinigt, die Förderung um rund 1,2 Millionen Barrel zu drosseln. Damit sollte das Volumen auf 29,804 Millionen Barrel täglich zurückgefahren werden. Laut der Nachrichtenagentur Reuters haben die OPEC-Staaten die Produktion im vergangenen Monat nun stärker als zuvor vereinbart zurückgefahren. Laut dem OPEC Bericht lag die Förderung im März bei durchschnittlich 29,575 Millionen Fässern täglich.

Auch die elf Nicht-OPEC Länder, darunter Russland haben sich dazu entschlossen, die Produktion zurückzufahren – wenn auch weniger stark als die OPEC. Die Vereinbarung ließ die Ölpreise wieder ansteigen.

Aktuell kostet ein Barrel, das entspricht 159 Litern, rund 56 Dollar. Vor einem Jahr lag der Preis bei etwa 42 Dollar, im Vergleich zu 2014, wo der Preis pro Barrel noch bei über 100 US-Dollar lag.

DEUTSCHER FRAPORT ÜBERNIMMT 14 GRIECHISCHE FLUGHÄFEN

Der deutsche Flughafenbetreiber Fraport, der sich mehrheitlich im deutschen Staatseigentum befindet, gab am Dienstag bekannt, die Verantwortung für 14 griechische Regionalflughäfen übernommen zu haben. Die vom deutschen Unternehmen gegründete Tochterfirma Fraport Greece wird sich in den nächsten 40 Jahren für den Betrieb, das Management und die Weiterentwicklung der Flughäfen verantwortlich zeichnen.

Das jährliche Verkehrsaufkommen soll derzeit rund 25,3 Millionen Passagiere betragen. Außerdem sollen alle Flughäfen modernisiert und mit zahlreichen Service- und Shopping Angebote ausgebaut werden. Die bekanntesten Standorte der Fraport Gruppe in Griechenland sind Thessaloniki, Kreta, Korfu, Lesbos, Kos und Rhodos.

Fraport hatte vor zwei Jahren vom staatlichen griechischen Privatisierungsfonds HRADF das Recht zum Betrieb der Regionalflughäfen um 1,234 Milliarden Euro gekauft. Zwar bleibt Griechenland der Eigentümer der Liegenschaften, doch verringern sich die Einnahmen der 14 Regionalflughäfen auf eine jährliche Abgabe von 22,9 Millionen Euro und einen variablen Anteil von 28,5% des operativen Gewinns.

JEDES FÜNFTE VERKAUFTE RAD IST EIN E-BIKE

Seit 2012 wächst die Sparte der E-Bikes kontinuierlich. Mittlerweile ist etwa jedes fünfte verkaufte Rad in Österreich ein E-Bike. Nach den Niederlanden und Belgien belegt Österreich Platz drei der Länder, in denen die meisten E-Bikes verkauft werden. Durch den hohen Anteil an verkauften E-Bikes ist der Durchschnittspreis pro Rad auf 900 Euro angestiegen.

Seit Jahren werden rund 400.000 Räder in Österreich jährlich produziert. In erster Linie ändert sich der Anteil der produzierten Radtypen. Den größten Anteil an der österreichischen Fahrrad-Produktion machen Mountainbikes mit etwa 33% aus, gleich dahinter liegen die E-Bikes mit fast 22%. Die Produktion von E-Bikes ist im Vergleich zum Vorjahr 2016 um 12% gestiegen. Des Weiteren kann auch ein Anstieg bei Rennrädern, Kinder- und Jugendrädern verzeichnet werden. Der Trend zu Trekking- und Crossbikes ist zurückgegangen.

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