US-Präsident prüft Einfuhrbeschränkungen bei Stahlimporten

21.04.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Bauwirtschaft in der Eurozone steigert Produktion auf höchsten Stand seit fünf Jahren

Die Bautätigkeiten im Euroraum haben im Februar mit der stärksten Rate seit fünf Jahren zugenommen. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag berichtete, haben die Bauleistungen gegenüber dem Vormonat um 6,9% zugelegt. Für die EU28 betrug das Plus 4,4%. Begünstigt wurde die Boomphase bei der Errichtung von Gebäuden und Infrastruktur durch das wärmere Wetter und mehr Investitionsfreude bei Unternehmern und Haushalten. Den stärksten Zuwachs in der Eurozone konnte Belgien verbuchen, hier stiegen die Bauleistungen gegenüber dem Vormonat um 18,7% kräftig an. Auch Deutschland (+13,6%) und Frankreich (+8,1%) verzeichneten starke Zuwächse.

AMERIKA

Philly-Fed-Index geht im April leicht zurück

Die Stimmung der Industriebetriebe in der Region Philadelphia zeigt sich im April etwas weniger optimistisch. Der von der Federal Reserve Bank of Philadelphia berechnete Konjunkturindex ist von 32,8 Punkten im März auf 22,0 Zähler zurückgegangen. Die Erwartungen der Analysten lagen bei einem Wert von 25,0 Punkten. Der Index hat sich von seinem Februar-Hoch wieder deutlich entfernt, in den Betrieben wartet man noch auf die angekündigten Steuerreform-und Investitionspakete der Regierung. Der Philly-Fed-Index erfasst die Bedingungen der Industrie in der Schlüsselregion im Raum Philadelphia und gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die US-Produktion.

ASIEN

Japanischer Einkaufsmanagerindex steigt dank Exportaufträgen

Die Stimmung in der japanischen Industrie verbessert sich im April weiter. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) für den produzierenden Sektor legt von 52,4 Punkten auf 52,8 Zähler zu. Die PMI-Daten signalisieren damit weiterhin ein gesundes Wachstum von Japans Herstellungssektor. Die neuesten Ergebnisse befinden sich wieder im Einklang mit der Produktionssteigerung von rund 2,0%. Untermauert wird die positive Stimmung durch stark gestiegene Neuaufträge für den Export.

UNTERNEHMENS-NEWS

NESTLÉ WÄCHST LANGSAMER

Der Lebensmittelriese hat im abgelaufenen Geschäftsquartal rund 21 Milliarden Franken umgesetzt und verbuchte somit ein organisches Wachstum von 2,3%. Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen. Diese rechneten im Schnitt mit einem Zuwachs von 2,0%. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum weiter.

Besonders rund lief es für Nestlé im Asien-Geschäft. Hier konnte beobachtet werden, dass die Konsumenten verstärkt auf die Produkte von Nestlé zurückgreifen. In den USA hingegen war jedoch eine Zurückhaltung der Kunden zu spüren. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde jedoch bestätigt.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

US-PRÄSIDENT PRÜFT EINFUHRBESCHRÄNKUNGEN BEI STAHLIMPORTEN

Der amerikanische Präsident Trump möchte laut Regierungsvertretern ein Dekret unterzeichnen, das amerikanische Stahlunternehmen vor ausländischen Billigimporten schützen soll. Diese so genannte Executive Order basiere auf einem US-Gesetz, das Einfuhr-beschränkungen aus Gründen der nationalen Sicherheit erlaube.

Regierungsvertreter sehen vor allem die Legierung für die Panzerung von Schiffen betroffen, die auf dieses Gesetz zukünftig angewendet werden kann. Die Importzölle sollen sich laut den Republikanern nicht auf einzelne Länder richten, sondern auf das jeweilige Produkt. Neben den chinesischen Unternehmen ziele das Dekret laut Analysten vor allem auf die großen europäischen Stahlproduzenten Salzgitter und Thyssenkrupp ab.

Diese beiden deutschen Unternehmen haben sich aufgrund der möglichen neuen Ausfuhrbeschränkungen bereits an die deutsche Bundesregierung gewandt und um Hilfe gebeten. Mitte Mai wird die EU-Kommission über diesen Einwand befinden und höchstwahrscheinlich den Fall vor die Welthandelsorganisation bringen. Die Europäische Union möchte die Berechnung der Anti-Dumping-Raten nach den geltenden WTO-Gesetzen durchführen lassen. Denn andere Berechnungsmethoden könnten zu einer massiven Schlechterstellung im internationalen Handel führen.

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