Griechenland möchte im Juli zurück an den Kapitalmarkt

18.05.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Britischer Arbeitsmarkt zeigt sich vor den Neuwahlen in guter Verfassung

Vor den anstehenden Neuwahlen im Juni hat sich die Lage am britischen Arbeitsmarkt weiter verbessert. Wie das Statistikamt am Mittwoch berichtete, ging die Arbeitslosenrate für den Zeitraum von Januar bis März auf 4,6% zurück. Das bedeutet den niedrigsten Wert seit dem Jahr 1975. Die Experten waren von einer Stagnation auf der Quote von 4,7% ausgegangen.

Allerdings bleibt das Lohnwachstum hinter den Erwartungen zurück, bei den Reallöhnen ergibt sich nach Abzug der Inflationsrate sogar ein leichter Lohnrückgang von 0,2%, damit fallen die Reallöhne zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren. Mit 2,7% lag die Teuerungsrate so hoch wie zuletzt im September 2013.

AMERIKA

US-Rohölbestände sinken weniger stark als erwartet

Wie das US-Energieministerium mitteilte, sind die Rohölbestände in den USA in der vergangenen Woche weniger als erwartet gefallen. Die Vorräte verringerten sich um 1,75 Millionen auf 520,8 Millionen Barrel. Die Erwartungen der Analysten lagen bei einem Rückgang um 2,5 Millionen Barrel. Damit bleiben die Reserven noch immer auf einem hohen Niveau. Für die Bestände an Benzin wurde ein leichter Rückgang um 0,4 Millionen auf 240,7 Millionen Barrel gemeldet.

ASIEN

Japan kann Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal deutlich steigern

Der Bericht des Kabinettbüros vom Mittwoch hat gezeigt, dass sich das japanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal mehr als erwartet erhöht hat. Gegenüber dem letzten Quartal stieg das BIP um 0,5% an. Die Erwartungen der Analysten lagen nur bei einer Steigerung um 0,4%. Auf Jahressicht konnte das BIP um 2,2% wachsen. Getrieben wurde das Wirtschaftswachstum vor allem durch höhere Konsumausgaben und gestiegene Exporte.

UNTERNEHMENS-NEWS

WINKT NOVARTIS EIN MILLIARDENANGEBOT?

Der Schweizer Pharmariese betreibt mit dem britischen Konkurrenten GlaxoSmithKline bereits seit einigen Jahren ein Joint-Venture. In diesem werden nicht rezeptpflichtige Gesundheitsprodukte entwickelt und vertrieben. Berichten zufolge, erwägen die Briten nun ein Angebot für den 36,5%-igen Anteil von Novartis. Rund acht Milliarden Pfund will GalxoSmithKline angeblich auf den Tisch legen.

Das Gemeinschaftsunternehmen wurde 2014 im Rahmen einer mehrteiligen Transaktion gegründet. Damals übernahm Novartis auch die Krebsmedikamente-Sparte von GSK und gab im Gegenzug das Geschäft mit Impfstoffen ab.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

GRIECHENLAND MÖCHTE IM JULI ZURÜCK AN DEN KAPITALMARKT

Die griechische Regierung möchte nach neuesten Informationen zufolge bereits im Juli eine neue Staatsanleihe an den internationalen Kapitalmarkt bringen. Diese Neuemission mit einer Laufzeit von fünf Jahren soll aber zuerst nur als ein Versuch angesehen werden, das Emissionsvolumen von rund drei Milliarden Euro international an den Mann zu bringen. Ob weitere Staatsanleihen in der zweiten Hälfte dieses Jahres folgen, wird vom Erfolg dieser Platzierung maßgeblich abhängen.

Der Hauptgrund für die Rückkehr an den Kapitalmarkt ist das Auslaufen des internationalen Rettungsprogramms Mitte nächsten Jahres. Sollte eine eigenständige Finanzierung danach nicht möglich sein, würde es automatisch zu weiteren Hilfen der Europartner kommen.

Um dieses weitere Rettungsprogramm bereits im Vorfeld abzuwehren, müsste es laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) bereits jetzt zu einer größeren Schuldenreduktion kommen. Die Europäische Union hingegen sieht mögliche Erleichterungen nur in der Form von Laufzeitverlängerungen und längere Stundungen bei der Rückzahlung der Schulden.

Sollten sich die beteiligten Institutionen einigen, könnte eine Umschichtung von IWF-Krediten auf den Euro-Rettungsschirm ESM erfolgen, was für Griechenland eine niedrigere Zinslast bedeuten würde. Eine erfolgreiche Platzierung der neuen Staatsanleihe am Kapitalmarkt würde dadurch auch wahrscheinlicher.

APPLE DESIGNET PIZZA-BOXEN

Bei seinem Besuch des neuen Apple Hauptquartiers in Cupertino Kalifornien entdeckte das US-Magazins „Wired“ eine bisher wenig beachtete Erfindung des Konzerns. Die Rede ist von einer eigens für Apple Mitarbeiter entworfenen Transportbox für Pizze. So können die Mitarbeiter die Pizza von einem Restaurant ganz praktikabel ins Büro mitnehmen und zwar ohne, dass diese beim Transport „labbrig“ wird.

Entwickelt wurde die Transportbox von Francesco Longoni. Das Design ist weiß und rund gehalten, aus Hartplastik gefertigt und der Deckel mit Löchern versehen. Durch die Löcher soll die heiße Luft besser entweichen können und die Pizza somit erst gar nicht „gatschig werden.

Die Box ist aber keine neue Erfindung, sondern wurde bereits im Jahr 2010 zum Patent angemeldet. Apple Angestellte hatten eine Pizzabox nach dem Tod von Firmengründers Steve Jobs signiert und zusammen mit Rosen niedergelegt.

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