OPEC rechnet für nächstes Jahr mit einem Erdöl-Überangebot - Durchbruch für Novartis

14.07.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Teurere Lebensmittel heben Inflationsrate in Deutschland leicht an

Gestiegene Preise bei Lebensmitteln haben die Inflation im Juni leicht angehoben. Die Verbraucherpreise sind von 1,5% aus dem Vormonat auf 1,6% leicht angestiegen. Im April lag die Teuerungsrate noch bei 2,0%.

Als preistreibend haben sich im Juni Lebensmittel erwiesen, die Verbraucher mussten um 2,8% mehr dafür bezahlen als vor einem Jahr. Auch Pauschalreisen kosteten, bedingt durch die Pfingstferien, im Juni auf Jahressicht um 5,6% mehr. Etwas dämpfend auf die Teuerungsrate wirkten sich die Ausgaben für Energie aus, hier blieben die Preise insgesamt stabil.

AMERIKA

US-Erzeugerpreise können mehr als erwartet zulegen

Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, haben die Preise auf Erzeugerebene im Juni deutlicher als erwartet zugelegt. Sie stiegen im Jahresvergleich um 2,0% an. Die Erwartungen der Volkswirte lagen lediglich bei einem Zuwachs um 1,9%. Im Vergleich zum Vormonat betrug die Preissteigerung 0,1% Hier hatten die Experten eine Stagnation der Preise erwartet.

Bei der Kernrate, die schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Lebensmittel nicht berücksichtigt, fiel die Teuerung etwas geringer aus. Hier stiegen die Preise auf Jahressicht um 1,9%. Die Erwartungen lagen dagegen mit einem Plus von 2,0% etwas höher.

ASIEN

Japan schraubt Industrieproduktion weiter zurück

Die japanischen Industriebetriebe haben im Mai ihre Produktion mehr als erwartet zurückgefahren. Das Ministry of Economy, Trade and Industry (METI) hat am Freitag berichtet, dass der Produktionsausstoß gegenüber dem Vormonat um 3,6% gesunken ist. Erwartet wurde von den Analysten lediglich ein Rückgang um 3,3%.

Die Industrieproduktion misst die Veränderung der gesamten Produktionsmengen der japanischen Fabriken und Minen. Sie bietet einen guten Indikator für die Stärke des produzierenden Sektors.

UNTERNEHMENS-NEWS

DURCHBRUCH FÜR NOVARTIS

Ein Fachgremium der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde hat sich für die Zulassung eines Medikaments des Schweizer Pharmariesen ausgesprochen. Der Wirkstoff CTL019 wird in der Therapie von Leukämie angewendet. Das Besondere daran: Es ist kein Medikament im herkömmlichen Sinne, sondern ein Verfahren, das die Immunzellen von Patienten genetisch verändert. Diese bekämpfen in weiterer Folge einfach ausgedrückt die bösartigen Krebszellen. Die von Novartis eingereichten Studienergebnisse waren vielversprechend und in der Regel folgt die Gesundheitsbehörde der Empfehlung der Experten.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

OPEC RECHNET FÜR NÄCHSTES JAHR MIT EINEM ERDÖL-ÜBERANGEBOT

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) rechnet in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht mit einem weiterhin andauernden Erdöl-Überangebot für dieses und auch für das kommende Jahr. Den Hauptgrund für die weiterhin hohen Fördermengen sieht die Organisation vor allem in den zu erwartenden Produktionssteigerungen, bei den nicht zum Kartell gehörenden Staaten.

Während die zwischen Russland und der OPEC beschlossene Förderdrosselung den Ölpreis stabilisieren konnte und die Öl-Lagerbestände der Industriestaaten im Mai leicht sanken, zeigen die neuesten Zahlen aus den USA eine immer höhere Förderquote an. In den letzten Wochen und Monaten verzeichneten die USA wieder einen Anstieg bei der Anzahl der Ölbohrlöcher und auch die Lagerbestände in den Vereinigten Staaten verbleiben auf einem relativ hohen Niveau.[nbsp]

Trotz aller negativen Nachrichten bleibt OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo bei einem Branchentreffen in Istanbul optimistisch. Der Markt werde im nächsten Jahr wieder zu seinem Gleichgewicht finden. Neben der OPEC erwartet auch die Internationale Energie-Agentur (IEA) 2018 ein Überangebot des Rohöls. Trotzdem sehen die Analysten der IEA die Nachfrage bei den Rohstoffen spätestens Mitte nächsten Jahres wieder schneller anwachsen als das Angebot.

WOHNUNGSBAU IN DEUTSCHLAND: ZAHL DER BAUGENEHMIGUNGEN SINKT

Wie das Handelsblatt berichtet, hat das deutsche Statistische Bundesamt die aktuellen Daten zum Wohnungsbau in Deutschland veröffentlicht. Demnach werden weniger Genehmigungen für den Bau neuer Wohnungen erteilt. Von Jänner bis Mai ging die entsprechende Zahl um 7,6% auf 137.100 zurück.

Die Entwicklung verlief jedoch je nach Wohnungstyp sehr unterschiedlich. „Gegen den Trend stiegen dabei die Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern“, erklärten die Statistiker. Hier gab es eine Zunahme um 4%, womit in diesem Bereich die Zahl der Zusagen mit 66.200 den höchsten Wert in den ersten fünf Monaten seit 19 Jahren erzielte. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern verzeichnete man mit 11,3 und 3,7% hingegen deutliche Rückgänge. Dasselbe gilt für Wohnungen, die durch Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, wie etwa durch das Aufstocken mit Dachgeschosswohnungen. Hier kam es zu einem Einbruch von 25,5%. Bei Wohnheimen, wozu Flüchtlingsunterkünfte gezählt werden, fielen die Genehmigungen um fast ein Drittel.

Bislang gehen Fachleute in diesem Jahr von rund 310.000 bis 320.000 neuen Wohnungen aus. Der von der Regierung in Berlin hochgerechnete jährliche Bedarf von 350.000 würde damit verfehlt werden, wenngleich die starke Zuwanderung und der Zuzug in Ballungsräume die Nachfrage verstärken.

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