Deutsche Wirtschaft wächst im 2. Quartal um 0,6 Prozent

17.07.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Inflation in Italien schwächt sich auch im Juni ab

Die Teuerungsrate in Italien hat sich auch im Juni schwächer entwickelt. Wie das Statistikamt Istat am Freitag in Rom mitteilte, ist der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,2% angestiegen. Damit wurden die Erwartungen der Ökonomen bestätigt. Für den Mai wurde eine Rate von 1,6% und für den April von 2,0% gemeldet. Damit ist die Inflationsrate in Italien wieder unter die von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebte Zielmarke von etwa 2,0% gefallen.

AMERIKA

US-Industrie steigert Produktion mehr als erwartet

Die Industriebetriebe in den USA haben ihren Produktionsausstoß im Juni den fünften Monat in Folge erhöht. Die Produktion konnte gegenüber dem Vormonat um 0,4% gesteigert werden. Zugleich wurde auch die Kapazitätsauslastung der Betriebe auf 76,6% erhöht. Auf Jahressicht betrug das Plus bei der Produktion 2,0%, dieser Zuwachs entspricht dem moderaten Wirtschaftswachstum. Besondere Impulse kamen aus den Bereichen der Ölförderung und dem Bergbau. Diese Branchen hatten in den letzten Jahren aufgrund der rückläufigen Ölpreise eher verhalten agiert.

ASIEN

Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet

Die chinesische Wirtschaft hat im zweiten Quartal weiter zugelegt. Wie das nationale Statistikamt am Montag berichtete, konnte das Bruttoinlandsprodukt von April bis Juni um 6,9% gesteigert werden. Damit wurde das gleiche Wachstum erzielt wie im Quartal zuvor.  Von den Experten wurde ein leichter Rückgang auf 6,8% erwartet. Die Regierung der zweitgrößten Volkswirtschaft versucht mit gezielten Maßnahmen gegen die wachsendet Verschuldung vorzugehen. Für das gesamte Wirtschaftsjahr wird ein Wachstum von etwa 6,5% angepeilt.

UNTERNEHMENS-NEWS

JP MORGAN MIT MILLIARDENGEWINN

Die größte US-Bank profitierte im abgelaufenen Geschäftsquartal von den steigenden Zinsen. Der Gewinn konnte um 13% gesteigert werden und liegt nun bei rund sieben Milliarden US-Dollar. Das ist deutlich mehr als von Analysten erwartet wurde.

Das ansonsten florierende Geschäft mit dem Anleihenhandel war zwar in den letzten drei Monaten leicht rückläufig, diese Lücke konnte aber durch Einnahmen aus dem Privat- und Firmenkundenbereich mehr als geschlossen werden.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

UMFRAGE – DEUTSCHE WIRTSCHAFT WÄCHST IM 2. QUARTAL UM 0,6 PROZENT

Die deutsche Wirtschaft hat sich Banken-Ökonomen zufolge mit unverändert hohem Tempo im zweiten Quartal entwickelt. Die Nachrichtenagentur Reuters befragte 17 Experten, die im Schnitt ein Wachstum von 0,6% erwarten, was dem Wachstum zu Jahresbeginn gleichkäme. Noch im April hatten die Fachleute nur mit einem Zuwachs von 0,4% gerechnet.

Eine erste Hochrechnung zum Abschneiden im zweiten Quartal veröffentlicht das Statistische Bundesamt im August. Die Volkswirte erwarten, dass es in den kommenden beiden Quartalen dann in kaum gebremster Geschwindigkeit weitergehen soll, wobei sie derzeit von Zuwächsen von je 0,5% ausgehen, wie aus am Freitag veröffentlichten Reuters-Quartalsumfrage hervorgeht. Diese Prognosen stimmen weitgehend mit denen der Bundesregierung überein. "Die deutsche Wirtschaft setzt ihren beschleunigten Aufschwung auch im zweiten Quartal fort", heißt es im aktuellen Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums.

Im 2. Quartal dürften sowohl vom privaten Konsum als auch von der Bauproduktion wieder stärkere Impulse gekommen sein. Dagegen dürften die Beiträge aus dem Außenhandel kaum zum Wachstum beigetragen haben. Die deutschen Ausfuhren profitieren zwar dem Ministerium zufolge spürbar von der Belebung des Welthandels, das Wachstum bei den Exporten sei aber wohl weniger stark als bei den Importen ausgefallen.

NORWEGEN SEIT 19 JAHREN ERSTMALS MIT NEGATIVER HANDELSBILANZ

Erstmals seit 19 Jahre weist der Staat ein Defizit aus. Wie das nationale Statistikamt letzte Woche am Freitag mitteilte, überstiegen im Juni die Importe die Exporte um etwa 800 Millionen norwegische Kronen. Das sind umgerechnet rund 75 Millionen Euro.

Zuletzt war dies im Dezember 1998 der Fall. Norwseit 1egen hat aufgrund der hohen Einnahmen aus dem Verkauf von Öl und Gas jahrelange Exportüberschüsse erwirtschaftet. Zuletzt sind aber die Ölpreise wieder deutlich zurückgegangen und belasteten den größten westeuropäischen Ölexporteur.

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