Trump könnte Strafmaßnahmen im Handelsstreit mit China einführen

03.08.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Erzeugerpreise im Euroraum geben wie erwartet nach

Die Preise auf Erzeugerebene in der Eurozone haben im Juni wie erwartet weiter nachgegeben. Der Bericht der Statistikbehörde Eurostat vom Mittwoch weist einen Rückgang der Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 0,1% aus. Dadurch sank auch die jährliche Teuerungsrate auf 2,5%.

Preisrückgänge gab es auf dem Energiesektor gegenüber dem Vormonat um 0,3% und bei der Herstellung von Vorleistungsgütern um 0,2%. Höhere Preise gab es bei der Herstellung von Investitionsgütern (+0,1%) und Verbrauchsgütern (+0,2%). Ohne Berücksichtigung des Energiesektors blieben die Herstellerpreise unverändert.

AMERIKA

US-Privatwirtschaft schafft neue Stellen im Rahmen der Erwartungen

Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, haben die amerikanischen Privatunternehmen im Juli 178.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Von den Analysten wurde ein Zuwachs von 180.000 Stellen erwartet. Der für den Juni gemeldete Stellenzuwachs wurde nachträglich von 158.000 auf 191.000 Stellen nach oben berichtigt.

Der ADP-Bericht weist einen Zuwachs über alle Branchen und Unternehmensgrößen aus, nur das verarbeitende Gewerbe musste Rückgänge verzeichnen. Der offizielle Arbeitsmarktbericht, der auch den Staatsbereich miteinschließt, wird am Freitag veröffentlicht.

ASIEN

Chinas Dienstleistungsbranche verliert etwas an Fahrt

Die Stimmung unter den chinesischen Dienstleistungsunternehmen bleibt weiter sehr verhalten. Der entsprechende Caixin Dienstleistungsmanager-Index ist im Juli von 51,6 Punkten aus dem Vormonat auf 51,5 Zähler leicht zurückgegangen. Von den Experten wurde dagegen ein leichtes Plus auf 51,9 Zähler erwartet. Gedämpft wurde die Stimmung vor allem durch Rückgänge bei den Auftragseingängen. Der Dienstleistungssektor steht für mehr als die Hälfte von Chinas Wirtschaftsleistung.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE MIT BEEINDRUCKENDEM QUARTAL

Der Techriese hat mit den Quartalszahlen alle Erwartungen übertroffen. Umsatz und Gewinn konnten im abgelaufenen Geschäftsquartal deutlich gesteigert werden. Während die Erlöse um 7% im Jahresvergleich auf 45,4 Milliarden US-Dollar anstiegen, legte der Gewinn sogar um 12% zu. 8,72 Milliarden US-Dollar beträgt dieser nun. Somit sind auch die gigantischen Geldreserven des Konzerns weiter angestiegen.

Das iPhone blieb natürlich das wichtigste Produkt, aber der Anteil am Gesamtumsatz ging etwas zurück. Apple verzeichnete insgesamt gute Geschäfte. Sowohl die zuletzt schwächelnden iPad-Verkäufe wie auch andere Hardware und auch die Erlöse aus dem Service-Geschäft legten zu. Somit blickt man bei Apple auch optimistisch in die Zukunft und rechnet für das laufende Quartal mit einer weiteren Steigerung der Umsätze.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

TRUMP KÖNNTE STRAFMASSNAHMEN IM HANDELSSTREIT MIT CHINA EINFÜHREN

Gemäß Bericht der US-Regierung überlegt der amtierende US-Präsident, Strafmaßnahmen im Handelsstreit gegenüber dem Reich der Mitte einzuführen. Dabei geht es konkret darum, ob man den Artikel 301 des Handelsgesetzes in Kraft setzen soll. Es handelt sich um einen Artikel gegen unfaire Praktiken.

Laut Aussage eines Vertreters der US-Regierung vom gestrigen Mittwoch soll Trump kurz vor einer Entscheidung stehen, wie er den als „unfair“ wahrgenommenen Handelspraktiken der Chinesen entgegnen wird. Eine Untersuchung nach dem Artikel 301 des Handelsgesetzes aus dem Jahr 1974 stehe jedenfalls im Raum. Gemäß genanntem Artikel kann der US-Präsident, um die Vereinigten Staaten zu schützen, einseitig Zölle beziehungsweise andere Handelsbeschränkungen anordnen. Wie ein Regierungsvertreter berichtet, könnte es noch diese Woche eine Entscheidung geben. Neben Dumpingpreisen für Stahl werfen die USA den Chinesen auch Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Mit Blick auf die drohenden Sanktionen von Seiten der USA plant die BRICS-Gruppe, deren Vorsitz heuer China innehat, gegen Protektionismus zu kämpfen. Die Handelsminister von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika haben sich gestern in Shanghai darauf verständigt, das internationale Handelssystem „zu bewahren und weiter zu entwickeln“ – so die Online-Ausgabe der Tageszeitung „derStandard“. Die fünf Schwellenländer wollen Protektionismus bei Handel und Investitionen bekämpfen. Zusammenarbeiten will man auch bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Schutz geistigen Eigentums und dessen Durchsetzung.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück