Wirtschaftsklima in der Eurozone auf 17-Jahreshoch

04.08.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Einzelhändler im Euroraum machten im Juni gute Geschäfte

Wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch bekanntgab, konnte das Absatzvolumen im Einzelhandel im Juni deutlich gesteigert werden. Es wurde im Vergleich zum Vormonat um 0,5% mehr von den Einzelhändlern in der Eurozone umgesetzt. Von den Volkswirten wurde eine Stagnation der Umsätze erwartet.

Im Jahresvergleich konnten die Verkäufe um 3,1% gesteigert werden. Die deutlichsten Umsatzsteigerungen gab es beim Verkauf von Motorkraftstoffen (+1,0%), sowie bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren (+0,7%). Von den Mitgliedsstaaten meldeten Portugal (+2,4%) und Slowenien (+1,7%) die stärksten Umsatzzuwächse.

AMERIKA

US-Arbeitsmarkt bleibt weiter stark

In der Vorwoche sind die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe gegenüber der Woche davor saisonbereinigt um 5.000 auf 240.000 Neuanträge zurückgegangen. Das geht aus dem Bericht des US-Arbeitsministeriums vom Donnerstag hervor. Die Schätzungen der Volkswirte lagen mit 241.000 neuen Anträgen etwas höher. Der etwas aussagekräftigere Vierwochendurchschnitt ist gegenüber der Vorwoche um 2.500 auf 241.750 Anträge zurückgegangen. Die Anzahl der Erstanträge auf eine Arbeitslosenunterstützung gilt als wichtiger Indikator für die kurzfristige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

ASIEN

Einzelhandel in Australien steigert Umsätze deutlich

Die australischen Einzelhändler melden für den Juni gute Umsätze. Das geht aus einem Bericht des australischen Statistikbüros vom Freitag hervor. Gegenüber dem Vormonat konnten die Umsätze um 0,3% gesteigert werden. Mehr verkauft wurde vor allem bei Bekleidung und Schuhen, sowie bei Haushaltswaren, während der Lebensmittelhandel unverändert blieb. Der Onlinehandel trug 4,1% zum gesamten Einzelhandelsumsatz bei.

UNTERNEHMENS-NEWS

SIEMENS WÄCHST WENIGER ALS ERWARTET

Der deutsche Industrieriese konnte im abgelaufenen Geschäftsquartal Umsatz und Gewinn steigern. Der Nettogewinn konnte um 7% gesteigert werden und der Umsatz um 3%. Der Auftragseingang fiel jedoch deutlich. Hier lag man um 7% tiefer als noch im Vergleichszeitraum und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten. Auch die wichtige Marge im Industriegeschäft lag mit 10,4% unter den angepeilten 11-12%. Hier belasteten Kosten für die Übernahmen von Gamesa und Mentor Graphics.

Vorstandschef Joe Kaeser zeigte sich dennoch zufrieden und sprach von einem soliden Quartal. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt. Man rechnet somit weiterhin mit einem leichten Umsatzzuwachs. Das Ergebnis je Aktie soll zwischen 7,20 und 7,70 Euro liegen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

WIRTSCHAFTSKLIMA IN DER EUROZONE AUF 17-JAHRESHOCH

Das Ifo-Wirtschaftsklima erreicht den höchsten Wert seit dem Herbst 2000. Wie das Ifo-Institut gestern bekannt gab, ist das Barometer im dritten Quartal auf 35,2 Zähler gestiegen und liegt damit um 8,8 Punkte höher als zuvor. Laut Ifo-Präsident Clemens Fuest wird sich das Wachstum damit höchstwahrscheinlich auch im zweiten Halbjahr weiter fortsetzen.

Nachdem die Wirtschaft in der Eurozone im Frühling um 0,6% zulegen konnte, bewerteten die 340 Experten, die vierteljährlich befragt werden, sowohl Lage wie auch die Aussicht für das kommende halbe Jahr besser. Erfreulich ist auch, dass sich in den vier großen Volkswirtschaften – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien – die Lage und die Erwartungen verbessern konnten.

Auf die Inflationserwartung kann sich die gute Konjunktur derzeit aber noch nicht durchschlagen. Für das laufende Jahr ging die Inflationserwartung der Experten um 0,1% auf 1,5% zurück. Das Inflationsziel der EZB liegt bei knapp unter 2%.

IN DUBAI FLIEGEN DIE TAXIS

Vor allem Großstädte sind vom Verkehr geplagt – die Zukunft der Mobilität sehen viele deshalb in der Luft. In Dubai startet nun die „Operation Flugtaxi“. Die Stadt will bis 2030 ein Viertel des Verkehrs auf autonomen Transport umstellen.

In einer fünfjährigen Testphase werden die Geräte des deutschen Start-ups Volocopter getestet. Dabei handelt es sich um ein Modell mit 18 kleinen, kreisförmig angeordneten Rotoren. Zwei Passagiere können damit transportiert werden. Auch ein Pilot soll mit an Bord sein. Wann das Projekt offiziell startet, ist noch ungewiss. „Der offizielle Betrieb hängt von der Bereitschaft der Unternehmen und der Verfügbarkeit des nötigen gesetzlichen Regelwerks für den Betrieb autonom fliegender Luftfahrtgeräte ab“, so der zuständige Behördenchef in Dubai.

Hohe Erwartungen treffen auf hohe technische, wie bürokratische Hürden. Trotzdem tüfteln weltweit mehrere Firmen am Traum vom fliegenden Auto. Neben Geely, Volvos chinesischer Muttergesellschaft, sind auch Uber sowie Airbus dabei. Der Flugzeughersteller entwickelt ein fliegendes Taxi ohne Fahrer. Es verfügt über eine kleine Kabine auf Kufen und hat sowohl hinten als auch vorne Propeller. Ein Pilot soll nicht nötig sein und das Flugtaxi soll per Smartphone zum Landeplatz kommen. Gehen die Pläne von Airbus auf, soll der erste Prototyp noch in diesem Jahr fliegen.

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