Heimische Wirtschaft wächst über Durchschnitt

10.08.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Italienische Unternehmen erhöhen die Produktion deutlich

Der wirtschaftliche Aufschwung in Italien verfestigt sich, Italiens Betriebe haben im Juni ihre Produktion mehr als erwartet erhöht. Der Bericht des staatlichen Statistikamtes Istat vom Mittwoch hat gezeigt, dass die Herstellung gegenüber dem Vormonat um 1,1% erhöht wurde. Dieser Wert lag deutlich über den Schätzungen der Experten mit einem Plus von 0,7%.

Die italienische Wirtschaft liegt zwar noch etwas hinter dem Aufschwung in der Eurozone zurück, die italienische Regierung erwartet aber für das Jahr 2017 ein Wachstum von 1,1%. Im Jahr 2016 konnte ein Plus von 0,9% erwirtschaftet werden.

AMERIKA

Produktivität in der US-Wirtschaft steigt mehr als erwartet

Im zweiten Quartal ist die Produktivität der amerikanischen Wirtschaft außerhalb der Landwirtschaft deutlicher als erwartet gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch berichtete, betrug der Produktivitätszuwachs 0,9%. Von den Analysten wurde nur ein Plus von 0,7% erwartet.

Die Lohnstückkosten legten im zweiten Quartal um 0,6% zu, nachdem es bereits im ersten Quartal einen deutlichen Anstieg um 5,4% gegeben hat. Produktivität und Lohnstückkosten werden unter anderem als wichtige Richtwerte für die Entwicklung des Arbeitsmarktes gesehen.

ASIEN

Maschinenbestellungen der japanischen Unternehmen gehen zurück

In einem Bericht informierte das japanische Economic and Social Research Institute, dass die Maschinenbestellungen (außer Schiffe) im Juni im Vergleich zum Vormonat  um 1,9% zurückgegangen sind. Die Analysten waren von einem Zuwachs von 3,7% ausgegangen.

Bereits im Vormonat hat es einen Rückgang bei den Orders um 3,9% gegeben. Die Maschinenaufträge bilden einen Schlüsselindikator für Investitionen und sind ein leitender Indikator für die Produktion.

UNTERNEHMENS-NEWS

SIEMENS GEWINNT GROSSAUFTRAG

Die Bahnsparte des deutschen Industrieriesen Siemens hat nun einen wertvollen Großauftrag der Deutschen Bahn bekommen. Wie der Konzern diese Woche berichtet, hat die Deutsche Bahn einen Auftrag von bis zu 100 Lokomotiven an Siemens bestätigt. Die ersten sollen noch im Dezember dieses Jahres ausgeliefert werden, die restlichen bis Ende 2018.

Der Preis für die ersten 60 Stück soll laut Meldung der Bahn 250 Millionen Euro betragen. Die Lokomotiven sollen auf dem zentralen Korridor der so genannten Rhein-Schiene zwischen Rotterdam und der Alpenregion zum Einsatz kommen und sind somit auch für Österreich, die Schweiz, Italien und die Niederlande zugelassen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

HEIMISCHE WIRTSCHAFT WÄCHST ÜBER DURCHSCHNITT

Im zweiten Quartal konnte die Österreichische Wirtschaft schneller als das durchschnittliche EU-Land wachsen. Das teilte das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung, kurz Wifo, gestern in seiner Konjunkturanalyse mit. Die Stimmung der Unternehmen sei derzeit in vielen Bereichen sehr gut. Auch die Ausfuhren und Investitionen im Land kurbeln die Wirtschaft weiter an. Nachgelassen habe hingegen der private Konsum.

Auf dem höchsten Stand seit 10 Jahren befindet sich derzeit der Index der aktuellen Lagebeurteilung für die Gesamtwirtschaft. Vor allem in den Bereichen Bauwirtschaft und Sachgütererzeugnisse wurden starke Anstiege verzeichnet. Und obwohl die Dienstleistungsbranche zuletzt einen Rückgang verzeichnet hat, sind auch hier die Erwartungen positiv.

Österreich profitiert dabei vom internationalen Aufschwung. So erreichte der deutsche ifo-Konjunkturindex seit dem Mai immer wieder Höchstwerte und auch Frankreich sowie Italien konnten Verbesserungen verzeichnen. Die Vereinigten Staaten verzeichneten im zweiten Quartal ein Plus von 0,6% und China brachte es auf 1,75% nach 1,3% Wachstum im ersten Quartal. Der Durchschnitt der Euro-Länder und des Euroraums liegt laut Wifo bei 0,6% und damit um 0,1% höher als im ersten Quartal.

Gemäß der Trend-Zyklus-Komponente des Wifo bringt es Österreich im zweiten Quartal auf ein Wachstum von 0,8%. Gemäß der Berechnungsmethode von Eurostat sogar auf 0,9%. Auch die Zahl der Arbeitslosen habe sich positiv entwickelt und die Zahl der unselbstständig Beschäftigten ist um etwa 2% zurückgegangen.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück