BRICS-Staaten wollen zukünftig noch enger zusammenarbeiten

05.09.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Sentix-Konjunkturindex für Deutschland zeigt robuste wirtschaftliche Verfassung

Das Investorenvertrauen in die deutsche Wirtschaft ist im September wieder leicht angestiegen. Der vom Beratungsunternehmen Sentix berechnete Konjunkturindex kletterte von 33,2 Punkten aus dem Vormonat auf 34,0 Zähler an. Ein niedriges Zinsniveau, sowie hohe Subventionen der Regierung und Mehrausgaben durch die Flüchtlingskrise treiben die Konjunktur voran, meint dazu Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner.

Auch im Euroraum hat sich die Stimmung unter den Investoren verbessert, der entsprechende Index stieg um 0,5 Punkte auf 28,2 Zähler an. Hier bekam der Gesamtindex positive Impulse durch die verbesserten Konjunkturerwartungen der befragten Investoren.

AMERIKA

Nafta-Verhandlungen zwischen Mexiko und den USA gestalten sich schwierig

Die Neuverhandlungen des nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) zwischen den USA und Mexiko kommen nur schwer in Gang. Mexiko arbeite angesichts des unsicheren Ausgangs der Neuverhandlungen bereits an einem Plan B und sei auch unter den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) wettbewerbsfähig, betonte Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo.

US-Präsident Trump hatte angekündigt, aus dem Abkommen auszusteigen, sollte Mexiko die US-Bedingungen nicht akzeptieren. Trump stört besonders das Handelsdefizit mit Mexiko, er sieht die Billiglöhne in Mexiko als Konkurrenz für die US-Wirtschaft. Die USA wollen nun Mexiko drängen, die niedrigen Löhne anzuheben. Im Gegenzug verlangt Mexiko ein umfassendes Kontingent von Arbeitsvisa, um den Migrantenstrom zu regulieren.

ASIEN

Stimmung bei privaten Dienstleistungsbetrieben in China bessert sich wieder

Nach einigen Dämpfern in den letzten Monaten hat sich im August die Stimmung bei kleinen und privaten Dienstleistern in China wieder gebessert. Der vom Wirtschaftsmagazin „Caixin“ berechnete Stimmungsindex für den Dienstleistungssektor ist auf 52,7 Zähler angestiegen. Der Wert des Vormonates betrug 51,5 Punkte. Damit ist der August-Wert der dritthöchste in diesem Jahr.

Im Gegensatz dazu ist der staatliche Stimmungsindikator, der die großen und staatsnahen Betriebe umfasst, zurückgegangen. Dieser war im August um 1,1 Punkte auf 53,4 Zähler gesunken.

UNTERNEHMENS-NEWS

NOVARTIS BEKOMMT NEUEN CHEF

Joseph „Joe“ Jimenez, CEO des Schweizer Pharmariesen, gab seinen Rücktritt bekannt. Nach fast acht Jahren an der Spitze des Konzerns verlässt er diesen nun auf eigenen Wunsch, wie es in Medienberichten heißt.

2010 übernahm der gebürtige US-Amerikaner überraschend die Führung und trieb die Neuausrichtung des Konzerns voran. Den Fokus richtete er während seiner Amtszeit verstärkt auf das Pharma- und Generikageschäft. Auch der milliardenschwere Zukauf der Alcon-Augenheilsparte fiel in seine Amtszeit. Nun folgt ihm der  41-jährige Vasant Narasimhan nach. Dieser ist derzeit für die Medikamentenentwicklung bei Novartis verantwortlich.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

BRICS-STAATEN WOLLEN ZUKÜNFTIG NOCH ENGER ZUSAMMENARBEITEN

Das jährliche Treffen der so genannten BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) im chinesischen Xiamen stand unter dem Motto „Stärkere Partnerschaft für eine bessere Zukunft“. In seiner Eröffnungsrede referierte Chinas Präsident Xi über den aufkeimenden Protektionismus einiger Länder und die Wichtigkeit, den weltweiten Freihandel weiter auszubauen. Das Ziel des gemeinsamen Treffens sei der Abbau der Handelsbeschränkungen und die Vereinheitlichung der Finanz- und Warenströme innerhalb des Schwellenlandblocks.

Neben den BRICS-Staaten wurden in diesem Jahr auch Vertreter Ägyptens, Guineas, Mexikos, Tadschikistans und Thailands eingeladen, um während des Gipfels am gemeinschaftlichen Dialog teilzunehmen. Der von China im Vorfeld des Treffens, unter dem Namen „BRICS Plus“ präsentierte Vorschlag soll diesen Schwellenländern die Möglichkeit geben, wirtschaftliche und politische Themen beim Forum anzusprechen.

Dadurch erhofft sich vor allem China, ein wirtschaftliches Gegengewicht gegenüber dem G20-Gipfel in Asien zu schaffen. Das dürfte Peking auch gelingen, sofern man sich die Gruppe von Ländern genauer ansieht, die derzeit 23% der Weltwirtschaft ausmacht und 50% des globalen Wachstums erzeugt. Vier von zehn Bewohnern des Planeten leben bereits jetzt in BRICS-Staaten.

EU-GIPFEL IM OKTOBER: MERKEL WILL ÜBER TÜRKEI-VERHANDLUNGEN REDEN

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beabsichtigt, beim EU-Gipfel im Oktober mit den anderen Staats- und Regierungschefs über einen Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu beraten. Dies teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte am Sonntagabend angekündigt, bei einem Wahlsieg den Antrag für das Ende der seit 2005 laufenden Beitrittsverhandlungen stellen zu wollen. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) stellte sich hinter diese Ankündigung. „Der Außenminister teilt die Position von Herrn Schulz“, bestätigte ein Sprecher des Auswärtigen Amts.

Ein Abbruch der Verhandlungen muss von den 28 Mitgliedern der Europäischen Union einstimmig beschlossen werden. Der nächste EU-Gipfel findet am 19. und 20. Oktober in Brüssel statt. Vor der anstehenden deutschen Bundestagswahl am 24. September findet kein solches Treffen mehr statt.

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