London bleibt Finanzstandort Nummer eins

12.09.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Italiens Industrie produziert wieder mehr

Nach Angaben des Statistikamts Istat am Montag haben die italienischen Industriebetriebe ihre Produktion im Juli weiter leicht gesteigert. Der Produktionsausstoß lag um 0,1% über dem Niveau des Vormonates. Die Erwartungen der Analysten lagen dagegen bei einem Rückgang um 0,4%. Bereits im Juni konnte die Herstellung um 1,1% ausgeweitet werden. Auch auf Jahressicht konnten die Markterwartungen von plus 3,7% übertroffen werden, die Produktion lag um 4,4% höher als im Vorjahresmonat.

AMERIKA

Wohnbaubeginne in Kanada übertreffen die Erwartungen

Im August wurden in Kanada wieder mehr Neubauten begonnen als erwartet. Wie der Bericht der Canada Mortgage and Housing Corporation (CMHC) am Montag zeigte, wurden im August 223.200 neue Wohnbauprojekte zu bauen begonnen. Dieser Wert liegt deutlich über den Markterwartungen der Experten von 216.000 Neubaubeginnen.

Der Wert des Vormonates wird im Bericht mit 220.000 Baubeginnen angeführt. Die Anzahl der neu begonnenen Wohnbauten gilt als wichtige Maßzahl für die Stärke des kanadischen Immobilienmarktes.

ASIEN

Einzelhändler in Singapur machten im Juli gute Geschäfte

Die Verkäufe in den Einzelhandelsgeschäften in Singapur haben im Juli wieder deutlich zugelegt. Dies zeigte der Bericht des staatlichen Statistikamtes vom Dienstag. Gegenüber dem Vormonat konnten die Umsätze um 3,0% gesteigert werden, nachdem es im Juni einen leichten Rückgang um 0,4% gegeben hat.

Auch auf Jahressicht blieben die Verkäufe im Einzelhandel mit einem Plus von 1,8% über den Erwartungen der Ökonomen von plus 1,5%. Höhere Umsätze gab es beim Verkauf von Fahrzeugen und pharmazeutischen Artikeln, weniger verkauft wurden hingegen Möbel und Uhren.

UNTERNEHMENS-NEWS

WIEDER ÜBERNAHMEGERÜCHTE BEI NESTLÉ

Der Schweizer Lebensmittelriese hat noch nicht genug. Nach der Übernahme von Sweet Earth gibt es nun weitere Übernahmegerüchte. Das zum Verkauf stehende Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten des Merck-Konzerns hat es Nestlé angetan. Berichten zufolge hat es bereits erste Gespräche gegeben, die jedoch vorerst ergebnislos blieben.

Für die Schweizer wäre die Gründung eines Joint-Ventures am vorteilhaftesten, da in diesem Bereich die Markterfahrung fehlt. Aber auch eine vollständige Übernahme ist nicht zur Gänze ausgeschlossen. Das deutsche Pharmaunternehmen will alle Möglichkeiten genau prüfen.

Neben Nestlé sollen auch Johnson & Johnson und auch Reckitt Benckiser Interesse gezeigt haben. Der Wert der zur Disposition stehenden Geschäftseinheit wird von Experten auf bis zu 5,6 Milliarden Euro geschätzt.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

LONDON BLEIBT FINANZSTANDORT NUMMER EINS

Ungeachtet des 2019 anstehenden EU-Austritts von Großbritannien festigt London einer Studie zufolge seine Position als führendes Finanzzentrum weltweit. In dem vom Beratungshaus Z/Yen erstellten Ranking bleibt die britische Metropole auf dem ersten Platz – gefolgt von New York, Hongkong und Singapur.

In diesem so genannten GFCI-Index wurden bei der Beurteilung der Finanzstandorte Faktoren wie Infrastruktur oder Verfügbarkeit von hoch qualifizierten Arbeitskräften berücksichtigt. Demnach konnte London seinen Vorsprung vor New York sogar ausbauen.

Haupttriebfeder dafür dürften Sorgen mit Blick auf die Handelsbeziehungen der USA sein, wie die Autoren in der am Montag veröffentlichten Studie schlussfolgern. US-Präsident Donald Trump betrachtet sein Land als Verlierer der Globalisierung und vertritt die Position, dass wegen unfairer Handelsabkommen Jobs in den USA vernichtet worden seien. Er stellt daher geltende Handelsabkommen infrage und droht mit Strafzöllen.

Die einflussreiche britische Finanzlobby-Gruppe TheCityUK mahnte trotz des unangefochtenen Führungsstatus von London vor Selbstzufriedenheit. Für den Fall, dass es keine Übergangsregelungen für die Zeit nach dem geplanten Austritt aus dem EU-Binnenmarkt gebe, würden sich viele Unternehmen aus der Branche mit Notfallplänen für die Personalentwicklung darauf vorbereiten.

WENN AUTOS FLIEGEN LERNEN

Schon über 100 Jahre träumt man vom fliegenden Auto. Jules Verne erschuf in „Master of the World“ ein schwimmendes, fliegendes Vehikel. Auf einer New Yorker Messe wurde 1917 ein „Autoplane“ präsentiert. Ob das Gefährt tatsächlich fliegen konnte, weiß man leider nicht. Ein Jahrhundert später sind fliegende Autos (oder Flugzeuge, die fahren können) realer als je zuvor. Konzerne wie Uber und verschiedene Start-Ups tüfteln an Modellen.

Das deutsche Start-Up Lilium arbeitet beispielsweise an einem Taxi-Jet Fünfsitzer, der schon 2019 testweise abheben soll. Lilium kreist über Großstädten und wartet darauf, per Knopfdruck bestellt zu werden. Ein normales Auto ist es jedoch nicht. Das will Airbus mit seinem „Pop-up“ anbieten. Das Elektroauto besteht aus einer Kapsel mit zwei Sitzen und kann entweder von einer Drohne transportiert oder auf einem fahrbaren Untersatz montiert werden. Fertig ist das Konzept jedoch noch lange nicht.

Der Google-Migründer Larry Page ist mit seiner „Kitty Hawk“ schon ein bisschen weiter. Dabei handelt es sich um ein offenes, mit Propellern angetriebenes Fluggerät. Transportmöglichkeit ist es laut dem „Guardian“ aber noch immer keine, sondern mehr ein Freizeitspaß. Auch der Fahrdienstvermittler Uber will hoch hinaus. Für das Projekt „Elevate“ rekrutierte man bereits Personal von der Nasa. Uber möchte ein elektrisches Flugzeug kreieren, das sehr leise ist und Anrainer in Städten nicht stört.

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