Investmentbank Goldman Sachs am Handel mit Bitcoins interessiert

04.10.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Erzeugerpreise im Euroraum ziehen wieder an

Wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag berichtete, haben die Preise auf Erzeugerebene in der Eurozone im August wieder angezogen. Sie konnten im Vergleich zum Vormonat um 0,3% zulegen. Die Schätzungen der Analysten lagen bei einer Stagnation auf dem Niveau des Vormonates.

Getrieben wurde der Preisanstieg von höheren Kosten auf dem Energiesektor (+0,7%) und für Vorleistungsgüter (+0,2%). Die Preise für Investitionsgüter blieben unverändert. Die höchsten Anstiege der Erzeugerpreise in der Industrie wurden in Ungarn, der Slowakei und dem Vereinigten Königreich (je +0,9%) gemessen. Etwas nachgegeben haben sie dagegen in Schweden (-0,2%).

AMERIKA

US-Autobranche profitiert von den Auswirkungen der Hurrikans

Die amerikanische Fahrzeugbranche konnte durch die Zerstörungen durch die Wirbelstürme „Harvey“ und „Irma“ in Texas und Florida ein deutliches Absatzplus generieren. General Motors und Ford konnten im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,9 %, beziehungsweise 8,7 %mehr Fahrzeuge verkaufen, wie die Detroiter Konzerne am Dienstag mitteilten. Nach Branchenschätzungen wurden durch die beiden Wirbelstürme insgesamt bis zu 700.000 Fahrzeuge zerstört.

Der Absatz entwickelte sich für die gesamte Branche nach dem Rekordjahr 2016 bisher eher schwach. Im September stieg die Nachfrage vor allem in der unwettergeplagten Metropole Houston, die tagelang überschwemmt war. Auch die deutschen Hersteller Volkswagen (+33,2%) und Audi (+9,6%) konnten deutliche Umsatzzuwächse erzielen.

UNTERNEHMENS-NEWS

SAMSUNG VERDIENT MILLIARDEN MIT NEUEM IPHONE

Der weltgrößte Smartphone-Hersteller profitiert auch von den Verkäufen der Konkurrenz. Samsung liefert für das neue iPhone wichtige Bestandteile wie beispielsweise die OLED-Displays. Experten haben nun errechnet, dass sich der Anteil der Südkoreaner am Erlös eines neuen iPhone X auf rund 110 US-Dollar beläuft. Vorausgesetzt, dass sich dieses ähnlich gut verkauft wie das Vorgängermodell, könnte Samsung daraus Einnahmen in Milliardenhöhe erzielen. Man geht von etwa vier Milliarden US-Dollar aus. Die beiden Unternehmen pflegen bereits eine langjährige Geschäftsbeziehung. Erstmals kam ein Samsung-Chip im iPod zum Einsatz.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

INVESTMENTBANK GOLDMAN SACHS AM HANDEL MIT BITCOINS INTERESSIERT

Die führende US-Investmentbank Goldman Sachs prüft laut eigenen Aussagen den Handel mit Kryptowährungen. Insbesondere die digitale Währung Bitcoin steht aktuell auf dem Prüfstand der Wall-Street-Firma.

Eine Goldman Sachs Sprecherin bestätigte eine mögliche direkte Beteiligung am Handel mit Bitcoins. Das aktuelle Projekt befinde sich derzeit aber in einer sehr frühen Phase. Man wäge lediglich ab, wie man das Kundeninteresse an den so genannten Kryptowährungen am besten bedienen könne.

Sollte eine mögliche Beteiligung der Investmentbank am Handel wirklich zustande kommen, könnte dies den Durchbruch der digitalen Währungen bedeuten. Bis vor kurzer Zeit waren die beiden größten amerikanischen Banken JP Morgan Chase und Goldman Sachs lediglich an der Blockchain Technologie interessiert, welche die Bitcoin-Transaktionen genauestens protokollieren.

EU MACHT GROSSBRITANNIEN KEINE HOFFNUNG AUF BALDIGE HANDELSGESPRÄCHE

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kritisierte mangelnde Fortschritte in den Austrittsgesprächen mit der britischen Regierung: „Ich kann bis jetzt nicht sagen, dass wir so weit sind, in die zweite Phase der Verhandlungen einzusteigen“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Juncker am Dienstag im Europäischen Parlament in Straßburg. Phase zwei bezeichnet jene Phase, in der parallel zu den Austrittsverhandlungen auch über zukünftige Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien – vor allem über ein Freihandelsabkommen – verhandelt wird.

Voraussetzung dafür sind jedoch Durchbrüche in anderen Politikfeldern, wie unter anderem bei Fragen der finanziellen Verpflichtungen der Briten, den Rechten von EU-Bürgern in Großbritannien und der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und Nordirland, das zum Vereinigten Königreich gehört. „Ernste Differenzen“ gibt es laut dem EU-Brexit-Chefunterhändler Michel Barnier vor allem bei der Frage, wie hoch die Rechnung für den Austritt ausfällt.

Vor dem EU-Gipfel am 19. und 20. Oktober wollte die britische Regierung eigentlich die Klärung entscheidender Themen erreichen. EU-Kommissionspräsiden Juncker schätze diesen Zeitplan vor einer Woche als sehr unrealistisch ein. Der EU-Ausstieg Großbritanniens ist für den 29. März 2019 geplant.

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