Island senkt Leitzins zum fünften Mal in etwas über einem Jahr

06.10.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Britischer Automarkt erwartet für 2017 geringeren Jahresabsatz

Nach den beiden Rekordjahren 2015 und 2016 erwartet der britische Autohandel für das laufende Jahr einen Rückgang bei den Verkäufen. Wie der Herstellerverband SMMT am Donnerstag mitteilte, sind die Absätze im September um 9,3% zurückgegangen. Als Ursache werden die Unsicherheiten über den geplanten EU-Austritt Großbritanniens und die Zukunft von Dieselfahrzeugen genannt. Dadurch stellen Verbraucher und Unternehmen größere Anschaffungen derzeit hinten an. Seit Jahresbeginn wurden um 3,9% weniger Fahrzeuge verkauft, besonders deutlich fiel der Absatz von Dieselfahrzeugen mit einem Minus von 21,7%. Zulegen konnten die Umsätze bei Elektro- und Hybridfahrzeugen, hier lagen die Zuwächse bei 41,0%, allerdings von einem noch sehr niedrigen Niveau.

AMERIKA

Deutlicher Rückgang bei Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA

Trotz der Belastung für die Wirtschaft durch die Wirbelstürme in einigen Regionen der USA, sind in der letzten Septemberwoche spürbar weniger Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung gestellt worden. Im Vergleich zur Woche davor fiel die Anzahl der Anträge um 12.000 auf 260.000 Erstanträge. Der Wert der Vorwoche mit 272.000 Anträgen wurde bestätigt. Der etwas aussagekräftigere Vierwochendurchschnitt ging ebenfalls auf 268.250 neue Anträge zurück. In der Woche zum 23. September erhielten insgesamt 1,938 Millionen Personen eine Arbeitslosenunterstützung.

ASIEN

Japanischer Leitindex bleibt etwas unter den Erwartungen

Der Gesamtindustrieindex in Japan, der am Freitag vom Kabinettsbüro in Tokio veröffentlicht wurde, ist im Vergleich zum Vormonat leicht angestiegen. Er konnte von 105,2 Punkten auf 106,8 Zähler zulegen. Die Erwartungen der Analysten lagen mit 107,2 Zählern etwas höher. Der Gesamtindustrieindex misst die generelle Gesundheit der Wirtschaft indem er 12 Indikatoren kombiniert, wie zum Beispiel Maschinenbestellungen und Aktienpreise.

UNTERNEHMENS-NEWS

VODAFONE STARTET MIT NEUEM AUFTRITT DURCH

Der Mobilfunker geht mit der Zeit und startet die größte Kampagne der Unternehmensgeschichte. Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Ausrichtung des Konzerns hin zu neuen Technologien und digitalen Services. Mit dem neuen Slogan „The future is exciting. Ready?“ ändert sich der Markenauftritt in 36 Ländern der Welt. Neben dem neuen Slogan ändern sich auch noch das Logo und der Schriftzug. Start der Kampagne ist heute.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ISLAND SENKT LEITZINS ZUM FÜNFTEN MAL IN ETWAS ÜBER EINEM JAHR

Nächsten Monat wird in Island ein neues Parlament gewählt. Davor hat die Notenbank am Mittwoch nun noch einmal den Zinssatz von 4,50 auf 4,25 Prozent gesenkt. Seit dem August 2016 wurde der Zinssatz somit bereits zum fünften Mal gesenkt. Damit will die Notenbank der niedrigen Inflation, die zuletzt bei 1,4 Prozent lag, entgegenwirken.

Das Aufwerten der Isländischen Krone der letzten Jahre macht Importe deutlich günstiger und drückt somit auf die Teuerungsrate. Ökonomen hatten damit gerechnet, dass sich die Notenbank noch bis nach den Parlamentswahlen mit der nächsten Zinssenkung Zeit lässt. Nach aktuellen Umfragen liegt derzeit das linke Lager vorne. Dieses tendiert zu einer ausgabefreundlicheren Politik. Mit den niedrigen Zinsen hofft die Notenbank die Nachfrage nach Krediten und für Investitionen anzukurbeln, was in Folge auch die Inflation anziehen lassen kann.

DIHK BEFÜRCHTET MEHRKOSTEN DURCH ZOLLKONTROLLEN BEI HARTEM BREXIT

Der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Volker Treier sprach am Donnerstag über die Auswirkung eines harten Brexits auf den deutsch-britischen Handel. Volker Treier glaubt aufgrund der aktuellen Verhandlungsposition Großbritanniens, dass derzeit kein Weg an einem harten Brexit vorbeiführe. Dies würde aber auch den Austritt aus dem gemeinsamen Binnenmarkt und die Wiedereinführung von Zollkontrollen bedeuten.

Nach Berechnungen der DIHK würden für beide Länder 15 Millionen neue Zollpapiere, Zollanmeldungen und Präferenznachweise notwendig sein. Diese neue Zollbürokratie dürfte insgesamt für beide Handelspartner knapp 1 Milliarde Euro an Zusatzkosten verursachen. Dabei wären Gebühren für etwaige doppelte Zertifizierungsverfahren und Marktzulassung noch gar nicht enthalten. Der Außenwirtschaftschef appellierte daher an beide Brexit-Verhandlungspartner die Verhandlungen zügig weiterzuführen und sich der massiven Verteuerungen aufgrund der Zollkontrollen bewusst zu werden.

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