EZB kauft zum Großteil französische und deutsche Firmenanleihen

10.10.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Industrieproduktion auf 6-Jahres-Hoch

Das Bundeswirtschaftsministerium teilte am Montag die Zahlen für die deutsche Industrieproduktion auf Monatsbasis für August 2017 mit. Die erwarteten 0,9% wurden mit einem Wert von 2,6% deutlich übertroffen und markieren für die letzten sechs Jahre einen neuen Höchststand. Der Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft sollte weiter anhalten, da sich sowohl das Geschäftsklima, als auch die Auftragseingänge positiv entwickeln und zur Unterstützung der Industriekonjunktur beitragen.

AMERIKA

Eric Rosengren, Chef des Fed-Ablegers in Boston, fordert straffere Geldpolitik

Der Chef des Federal Reserve-Ablegers in Boston warnte vor negativen Folgen für die Erholung der amerikanischen Wirtschaft, sollte die US-Notenbank Federal Reserve aufgrund des angespannten Arbeitsmarktes die Zinsen nicht schrittweise anheben. Wegen des anhaltenden Wirtschaftsaufschwunges in den USA rechnen Marktteilnehmer mit einer weiteren Leitzinserhöhung noch im Dezember des heurigen Jahres.

UNTERNEHMENS-NEWS

GE ERNENNT NEUEN CFO

Jamie Miller wird mit 01. November dieses Jahr den Posten als Finanzchefin im Industriekonzern übernehmen. Fündig wurde man bei der Suche in den eigenen Reihen: Miller ist die derzeitige Leiterin der Transportation Sparte bei General Electric. Sie folgt nun Jeffrey Bornstein nach, der dieses Amt 28 Jahre innehatte.

In den letzten Monaten gab es bei GE bereits große personelle Veränderungen. Nach 16 Jahren im Amt gab Jeffrey Immelt sein Amt als CEO an John Flannery weiter.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

EZB KAUFT ZUM GROSSTEIL FRANZÖSISCHE UND DEUTSCHE FIRMENANLEIHEN

Letzten Freitag veröffentlichte die Europäische Zentralbank (EZB) neue Daten zu ihrem Anleihekaufprogramm. Bis Ende September hatte die EZB Unternehmensanleihen von knapp 115 Milliarden Euro gekauft.

Seit Juni 2016 sind auch Firmenanleihen innerhalb des Anleihekaufprogramms qualifiziert. Das Programm ist mittlerweile auf 2,29 Billionen Euro angelegt. Aus den aktuellen Daten von letztem Freitag geht hervor, dass von den innerhalb des Anleihekaufprogramms erworbenen Unternehmensanleihen rund 29% auf Frankreich und etwa 25% auf Deutschland entfallen.

Aus Branchensicht machen die Versorger 16%, Infrastruktur- und Transportunternehmen 12% aus und auf die Autobranche entfallen 10%. Unter den erworbenen deutschen Anleihen befinden sich unter anderem Unternehmen wie Siemens oder E.On. Die EZB will diese Daten zum Anleihekaufprogramm halbjährlich aktualisieren.

ÖSTERREICHS AUSSENHANDELSDEFIZIT STEIGT WEITER AN

Die Statistik Austria gab am Montag die neuesten Zahlen zum österreichischen Außenhandel bekannt. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres vergrößerte sich das Defizit gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 1,85 auf 2,8 Milliarden Euro. Zwar erhöhten sich die Ausfuhren um 7,9% auf 82,32 Milliarden Euro, doch auch die Importe legten um 8,9% auf 85,12 Milliarden Euro zu.

Der Hauptteil des österreichischen Warenhandels geht mit knapp 70% in die Länder der Europäischen Union. Betrachtet man diesen Warenaustausch genauer, konnte Österreich sein Handelsbilanzdefizit mit der EU sogar von 2,57 auf 2,38 Milliarden Euro verringern. Das größte Problem liegt derzeit eher beim Handel mit so genannten Drittstaaten, also Länder außerhalb der Europäischen Union. Während unsere Heimat im letzten Jahr noch einen Überschuss von 720 Millionen erwirtschaftete, erhöhten sich unsere Importe aus diesen Länder um 12,1%. Dadurch drehte die Leistungsbilanz ins Minus und wies einen Fehlbetrag von knapp 420 Millionen Euro aus.

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