Fed belässt Leitzins unverändert

02.11.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Stimmung in der britischen Industrie hellt sich auf

Wie das Marktforschungsinstitut IHS-Markit am Mittwoch in London berichtete, hat sich die Stimmung in der britischen Industrie im Oktober weiter verbessert. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex konnte um 0,3 Punkte auf 56,3 Zähler zulegen. Die Erwartungen der Analysten lagen mit 55,9 Punkten etwas darunter. Damit bleibt der Wert weiter über der 50-Punkte Wachstumsschwelle. Zudem wurde auch der Wert des Vormonates von 55,9 auf 56,0 Zähler nach oben berichtigt.

AMERIKA

US-Privatwirtschaft schafft im Oktober deutlich mehr Arbeitsplätze

Die privaten Betriebe in den USA haben im Oktober mehr neue Jobs geschaffen als erwartet. Es wurden insgesamt 235.000 neue Arbeitsplätze auf dem Privatsektor geschaffen, teilte der private Dienstleister ADP am Mittwoch mit. Die Schätzungen der Experten lagen nur bei einem Stellenzuwachs von 200.000 Personen. Allerdings dürften auch die beiden Wirbelstürme im Sommer die Zahlen beeinflusst haben.

Der Wert für den September wurde von 135.000 auf 110.000 Jobs nach unten revidiert, die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen war aufgrund der Naturkatastrophen geringer. Die ADP-Zahlen gelten als wichtiger Maßstab für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag veröffentlicht wird.

ASIEN

Chinesische Industrie wegen Kampf gegen Umweltverschmutzung leicht gebremst

Die chinesische Industrie wächst wegen härterer Umweltauflagen insbesondere im Bereich der Luftverschmutzung geringer als erwartet. Der amtliche Einkaufsmanagerindex fiel im Oktober auf 51,6 Punkte zurück und war damit niedriger als die von Analysten geschätzten 52 Punkte. Trotzdem bleibt das Barometer aber schon den 15. Monat in Folge über der 50-Punkte-Schwelle und signalisiert damit eine wachsende chinesische Wirtschaft.

UNTERNEHMENS-NEWS

KRÄFTIGER GEWINNSPRUNG BEI SAMSUNG

Im abgelaufenen Geschäftsquartal verbuchte der weltgrößte Smartphone-Hersteller erneut einen Rekordgewinn. Die vorläufigen Quartalsergebnisse, welche am Dienstag präsentiert wurden, wiesen einen operativen Gewinn in der Höhe von umgerechnet rund 11,1 Milliarden Euro aus. Somit konnte dieser auf Jahressicht fast verdreifacht werden. Auch die Erlöse des Konzerns konnten 30% auf 47,4 Milliarden Euro zulegen.

Hauptverantwortlich für das gute Ergebnis ist wieder die Halbleitersparte. Die Nachfrage nach den Speicherchips des Unternehmens ist ungebrochen und Samsung ist gewillt, diesen Bereich durch Investitionen weiter zu stärken. Aber im Smartphone-Geschäft lief es wieder rund. Das Debakel um das Galaxy Note scheint vergessen.

Samsung plant nun, auch die Anleger verstärkt an den guten Geschäften zu beteiligen. Die Dividende soll angehoben werden. Details dazu könnte es wohl im Rahmen der Präsentation der endgültigen Ergebnisse Mitte des Monats geben.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

FED BELÄSST LEITZINS UNVERÄNDERT

Die Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins bei ihrer gestrigen Notenbanksitzung unverändert belassen. Dieser bleibt damit weiterhin in einer Spanne von 1,0 bis 1,25%. Trotz diverser Naturkatastrophen in den letzten Monaten bleibt auch die US-Wirtschaft auf Wachstumskurs und auch die Lage am Arbeitsmarkt hat sich laut Fed-Angaben weiter verbessert. Trotzdem gab es von Seiten der Notenbank kein Signal über eine weitere Zinsanhebung in diesem Jahr. Ökonomen rechnen jedoch mit noch einer Anhebung im Dezember.

Die Inflation konnte zuletzt aufgrund höherer Benzinpreise etwas zulegen. In anderen Bereichen bleibt sie aber weiter eher schwach. Mittelfristig dürfte sich die Teuerung aber in Richtung der angestrebten 2% nähern.

Janet Yellens Amtszeit nähert sich bereits dem Ende. Die Notenbankchefin steht zwar auch für eine Verlängerung bereit. Als Favorit wird laut Insidern aber der als moderat bekannte Jerome Powell gehandelt - der einzige Republikaner im Fed-Direktorium. Donald Trump will am heutigen Donnerstag eine Entscheidung bekannt geben, wer der zukünftige Chef der Notenbank wird.  

FRANZÖSISCHE WIRTSCHAFT MIT STÄRKSTEM WACHSTUM SEIT 2011

Die französische Wirtschaft wuchs im dritten Quartal so kräftig wie zuletzt 2011. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) steigerte sich von Juli bis September um 2,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies teilte das Statistikamt Insee am Dienstag in einer ersten Schätzung mit. Die Regierung unter Präsident Emmanuel Macron ist somit auf gutem Weg, das im diesjährigen Haushaltsentwurf erwartete Wachstum von 1,7% zu erreichen oder zu übertreffen. Ein Umstand, der es einfacher erscheinen lässt, die Lücke im Staatshaushalt zu senken.

Im direkten Vergleich mit dem Vorquartal stieg das BIP in den Sommermonaten wie von Experten erwartet um 0,5%. Der private Konsum verbesserte sich dabei merklich: Er legte mit 0,5% fast doppelt so stark wie zu im Vorquartal. Unternehmen tätigten um 0,8% mehr an Investitionen, während sich die Exporte um 0,7% erhöhten. Nach revidierten Daten war die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone im zweiten Quartal um 0,6% (bisher 0,5%) gewachsen.

Präsident Macron beabsichtigt, mit Reformen die Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen. Steuersenkungen, ein flexiblerer Arbeitsmarkt und Investitionen in die Ausbildung sollen ihren Beitrag dazu leisten. Auch das BIP der Währungsunion dürfte in den Sommermonaten nach Hochrechnungen von Ökonomen um 0,5% zugelegt haben. Dazu plante das Statistikamt Eurostat noch im Tagesverlauf eine erste Schätzung zu veröffentlichen.

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