Japans Notenbank sieht aktuell keinen Grund zur Eindämmung der Geldflut

09.11.2017

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Wirtschaftsexperten warnen vor zu rascher Umsetzung der Klimaziele in Deutschland

In einem Arbeitspapier haben Experten des Bundeswirtschaftsministeriums davor gewarnt, dass die Umsetzung der deutschen Klimaziele bis zum Jahr 2030 zu Lasten der Industriebetriebe im Land gehen könnte. Sie verweisen auf mögliche Nachteile der Wettbewerbsfähigkeit von deutschen Industriebetrieben, sollten die zusätzlichen Kosten zur CO2-Minderung unmittelbar und zu rasch auf die Unternehmen durchschlagen. Dadurch könnte die Gefahr entstehen, dass wichtige Industrien in Länder abwandern, in denen es weniger Klima- und Umweltschutzauflagen geben würde. Eine deutliche Steigerung der CO2-Reduktion bis 2020 würde möglicherweise eine teilweise De-Industrialisierung in Deutschland nach sich ziehen.

AMERIKA

US-Rohöllager steigen unerwartet an
In der Woche zum 3.November sind die Lagerbestände an Rohöl in den USA entgegen der Erwartungen angestiegen. Der Bericht der staatlichen Energy Information Administration (EIA) weist eine Zunahme der Bestände gegenüber der Vorwoche um 2,2 Millionen Barrel aus. Von den Analysten wurde dagegen ein Rückgang um 2,1 Millionen Barrel erwartet. Die Bestände an Benzin nahmen dagegen um 3,3 Millionen zur Vorwoche ab. In diesem Bereich wurde von den Experten nur ein Rückgang um 1,8 Millionen Barrel prognostiziert.

ASIEN

Chinas Erzeugerpreise legen weiter zu

Der chinesische Erzeugerpreisindex hat auch im Oktober auf Jahressicht weiter zugelegt. Die Verkaufspreise, die Inlandsproduzenten für Waren und Dienstleistungen erhalten, stiegen zum Vorjahresmonat um 6,9% an, wie das chinesische Statistikamt, das National Bureau of Statistics (NBS), am Mittwoch berichtete. Die Schätzungen der Experten lagen mit einem Preiszuwachs von 6,6% etwas darunter. Wenn Hersteller mehr für Waren und Leistungen zahlen, leiten Sie die Kosten meistens an die Konsumenten weiter, die Erzeugerpreise gelten daher als wichtiger Indikator für die Verbraucherpreise. Der Verbraucherpreisindex konnte im Oktober ebenfalls zum Vorjahresmonat um 1,9% deutlich zulegen.

UNTERNEHMENS-NEWS

E.ON MIT GEWINNSPRUNG

Der deutsche Energieriese konnte in den ersten neun Monaten einen Nettogewinn inklusive Sondereffekte von 3,7 Milliarden Euro verbuchen. Ein Jahr zuvor stand bei E.On noch ein dickes Minus in den Büchern. Man profitierte dabei von einer Rückerstattung der Brennelementsteuer. Diese wurde im Sommer von Bundesverfassungsgericht für unrechtmäßig erklärt und somit wanderten rund drei Milliarden Euro wieder zurück in die Kassen des Unternehmens. Für das Gesamtjahr 2017 geht man davon aus, das es nach dem hohen Verlust im letzten Jahr wieder bergauf geht. Der operative Gewinn soll zwischen 2,8 und 3,1 Milliarden liegen.

 

Fortschritte machte der Energiekonzern auch beim Schuldenabbau. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Schuldenstand um fast 7 Milliarden Euro auf 19,7 Milliarden Euro gesenkt werden.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

JAPANS NOTENBANK SIEHT AKTUELL KEINEN GRUND ZUR EINDÄMMUNG DER GELDFLUT

Trotz des Höhenflugs der Börse sieht die japanische Notenbank (BoJ) aktuell keinen Grund von ihrer expansiven Geldpolitik abzuweichen. Zentralbank-Führungsmitglied Yukitoshi Funo sehe laut der Nachrichtenagenut Reuters keinen Grund, die von der BoJ betriebene Geldschwemme zu drosseln. Primär müsse das Inflationsziel der Notenbank von zwei Prozent erreicht sein. Kritiker halten die lockere Politik der BoJ angesichts der gut laufenden Konjunktur für nicht mehr angemessen. Der Leitindex Nikkei schloss am Dienstag auf dem höchsten Stand seit 1992.

 

Mit Wertpapierkäufen in großem Stil versucht die BoJ seit Jahren der Konjunktur Auftrieb zu verleihen. Eine Spirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und ausbleibenden Investitionen hat die Wirtschaft seit Jahren belastet. In der Hoffnung auf immer niedrigere Preise haben Verbraucher ihre Käufe aufgeschoben. Trotz leichter Anstiege zuletzt liegt die Inflationsrate jedoch weiterhin deutlich unter der Zielmarke.

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