2018 bringt Mehrwertsteuer für Saudi-Arabien und die Vereinigten Saudischen Emirate

02.01.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Banken der Eurozone steigern Kreditvergabe an Unternehmen kräftig

Die extrem lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Banken in der Eurozone dazu veranlasst, deutlich mehr Kredite an Unternehmen und Privathaushalte zu vergeben. Im November wurden auf Jahressicht um 3,1% mehr Darlehen an Unternehmen vergeben, das bedeutet die höchste Steigerung seit mehr als acht Jahren. Auch an die Privathaushalte wurden um 2,8% mehr Kredite vergeben als vor einem Jahr. Besonders in Deutschland ist dank der guten Investitionsdynamik die Nachfrage nach Krediten stark angestiegen. In der gesamten Eurozone gestalten sich die Kreditvergaben allerdings etwas uneinheitlich, besonders in Italien und Spanien zeigt sich die Nachfrage nach Darlehen noch sehr verhalten.

AMERIKA

US-Regierung will Sicherheitsstandards für Ölbohrungen auf See lockern

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump will jene Auflagen aufweichen, die für sichere und ökologische Standards bei Ölbohrungen auf See verantwortlich sind. Diese Standards wurden unter Trumps Vorgänger Barack Obama als Reaktion auf die Katastrophe um die Bohrplattform „Deepwater Horizon“ im Jahr 2010 eingeführt. Donald Trump hat die zuständigen Behörden nun aufgefordert, das entsprechende Regelwerk zu überarbeiten. Die für die Öl- und Gasförderung auf See zuständige Aufsichtsbehörde BSEE legte am Freitag ihre Vorschläge vor. BSEE-Chef Scott Angelle erwartet sich von einer Revision des Regelwerks eine Verbesserung für die öl-und gasfördernden Unternehmen, ohne dabei die Sicherheits- und Umweltstandards zu verringern. Die geplanten Lockerungen sollen der Ölindustrie Einsparungen in Höhe von mindestens 228 Millionen Dollar in den nächsten zehn Jahren bringen.

ASIEN

Stimmung in Chinas Industrie lässt etwas nach

Die Stimmung in Chinas Industrieunternehmen hat sich im Dezember wieder leicht eingetrübt. Wie das staatliche Statistikamt in Peking am Sonntag mitteilte, ist der entsprechende Einkaufsmanagerindex gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte auf 51,6 Zähler zurückgegangen. Im Gegenzug hat sich die Stimmung auf dem Dienstleistungssektor verbessert, der Stimmungsindex für Nicht-Industriebetriebe stieg von 54,8 Punkten im November auf 55 Punkte. Die Dienstleistungsbetriebe erwirtschaften etwa die Hälfte des chinesischen Bruttoinlandsproduktes. Mit einem Wachstum von 6,9 % in den ersten drei Quartalen konnte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt die Erwartungen übertreffen.

UNTERNEHMENS-NEWS

E.ON GEWINNT RECHTSSTREIT

Preussen Elektra, ein Tochterunternehmen des Energieriesens, konnte im Verfahren um die Zahlung von Atomsteuern in Belgien einen Sieg einfahren. Dem Urteil eines internationalen Schiedsgerichts zufolge ist der Konzern nicht verpflichtet, Zahlungen, die sich aufgrund der Kooperation zwischen Preussen Elektra und dem belgischen Stromversorger Electrabel ergaben zu entrichten. Diese hätten 321 Millionen Euro betragen.

Dies sollte sich einer Meldung des Konzerns zufolge positiv auf den Konzernüberschuss und die Nettoverschuldung auswirken. Kennzahlen wie das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) bleiben aber unberührt. Der Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde ebenfalls nicht angepasst. Für das Gesamtjahr 2017 geht man weiterhin davon aus, dass es nach dem hohen Verlust im letzten Jahr wieder bergauf geht. Das bereinigte operative Ergebnis soll zwischen 2,8 und 3,1 Milliarden liegen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

2018 BRINGT MEHRWERTSTEUER FÜR SAUDI-ARABIEN UND DIE VEREINIGTEN SAUDISCHEN EMIRATE

Grund für diese Maßnahme sind die sinkenden Ölpreise. Seit dem 1.1.2018 gilt die neue Mehrwertsteuer. Die Höhe der Steuer auf diverse Produkte und Dienstleistungen liegt mit 5% aber im Vergleich zu anderen Ländern immer noch sehr niedrig.

Ziel des Einführens der Mehrwertsteuer soll es sein, dabei zu helfen, die Staatseinnahmen breiter aufzustellen. Dies soll in Folge für stabile Finanzen sorgen. Bereits vor zwei Jahren hatten sich die Finanzminister des Golfkooperationsrates (GCC) darauf geeinigt, dass man eine flächendeckende Mehrwertsteuer einführen will. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sind nun aber die ersten beiden Länder, die mit der Einführung begonnen haben. In einem ersten Schritt wird die Steuer auf Nahrungsmittel. Getränke, Transport, Übernachtungen, Immobilien und Benzin eingehoben. Ausgenommen bleiben vorerst die Bereiche Bildung und Gesundheitsversorgung.

Wie die Medien berichten, wollen aber auch die anderen Golfländer, zu denen noch Kuweit, Bahrain, Katar und der Oman zählen, die Mehrwertsteuer in den darauffolgenden zwei Jahren einführen.

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