Frankreichs Ministerpräsident möchte Wohnsteuer abschaffen - China stoppt Import von Altplastik

03.01.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Industrie in der Eurozone beendet das Jahr 2017 mit neuem Rekordhoch

Mit starken Zuwächsen bei den Auftragseingängen und der Produktion sowie guten Beschäftigungszahlen hat die Industrie in der Eurozone einen fulminanten Jahresendspurt hingelegt. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie hat im Dezember auf 60,6 Punkte zugelegt, wie das IHS-Markit-Institut am Dienstag mitteilte.

Der Konjunkturindikator erreichte damit den höchsten Stand seit dem Beginn der Umfrage im Jahr 1997. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Wachstumsprognosen für das Jahr 2018 bereits nach oben angepasst. Ein nachhaltiger Anstieg der Inflation wird nun ebenfalls erwartet.

AMERIKA

US-Industrie geht mit Schwung ins neue Jahr

Die Betriebe der US-Industrie haben im Dezember an Schwung zugelegt und starten optimistisch ins neue Jahr. Der vom IHS-Markit-Institut berechnete Einkaufsmanagerindex stieg von 53,9 Punkten aus dem Vormonat auf 55,1 Zähler im Dezember an. Die Erwartungen lagen bei 55,0 Punkten.

IHS-Chefökonom Chris Williamson schätzt die Aussichten für die Konjunktur als sehr positiv ein, der Optimismus der Unternehmen sei auf dem höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Die Betriebe erwarten für das Jahr 2018 einen weiteren Konjunkturzuwachs.

ASIEN

China stoppt Import von Altplastik

Die chinesische Regierung hat zur Jahreswende beschlossen, kein Altplastik mehr aus anderen Ländern zu importieren. China gilt selbst als größter Produzent von Plastik, will aber nun die oft mindere Qualität aus anderen Ländern nicht mehr übernehmen. Daraus ergibt sich auch für Europa ein gewaltiges Problem, bisher war die Volksrepublik China ein dankbarer Abnehmer von Altkunststoff.

UNTERNEHMENS-NEWS

SIEMENS LOTET INTERESSE VON GROSSANLEGERN AUS

Der deutsche Industrieriese will vor dem bevorstehenden Börsengang der Medizintechniksparte das Interesse von Großanlegern ausloten. Auch Staatsfonds wie jene von Norwegen oder China wären als potenzielle Käufer denkbar. So zumindest Siemens-Chef Joe Kaeser gegenüber der FAZ.

Der Mutterkonzern will aber bis auf weiteres die Mehrheit an Siemens Healthineers halten. Man rechnet damit, dass etwa 15 bis 20% der Anteile an die Börse gebracht werden. Das würde einem Wert von etwa sechs bis zehn Milliarden Euro entsprechen. Analysten veranschlagen den Wert der gesamten Sparte auf bis zu 40 Milliarden Euro

Kaeser unterstrich in diesem Interview auch den Zeitplan für den Börsengang von Siemens Healthineers. Dieser soll wie geplant im ersten Halbjahr über die Bühne gehen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

FRANKREICHS MINISTERPRÄSIDENT MÖCHTE WOHNSTEUER ABSCHAFFEN

Der französische Ministerpräsident Emmanuel Macron kündigte bei einem Festakt zur Unterzeichnung des Staatshaushalts 2018 an, die Wohnsteuer abschaffen zu wollen. Die Wohnsteuer wird von den französischen Gebietskörperschaften eingehoben und ist verpflichtend für alle Eigentümer oder Mieter.

Derzeit belaufen sich die Einnahmen laut Fiskus auf knapp 20 Milliarden Euro für die 33 Millionen Wohneinheiten in Frankreich. Bereits im Herbst hatte die Regierung Macron eine schrittweise Reduktion der Steuer angekündigt. Spätestens im Jahr 2020 würden lediglich 20% aller Steuerpflichtigen eine so genannte Wohnsteuer zahlen.

Nachdem diese neue Reform aber laut Opposition verfassungswidrig sein dürfte, stellte der Regierungschef eine vollständige Abschaffung in den Raum. Ob und wie die Steuerausfälle ausgeglichen werden, konnte derzeit von der französischen Regierung noch nicht beantwortet werden.

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