Deutsch-Iranischer Handel wächst kräftig - Brustkrebsmittel von Novartis erhält Sonderstatus

04.01.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutschlands Arbeitsmarkt entwickelt sich deutlich besser als erwartet

Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch bekanntgab, hat sich der Arbeitsmarkt im Dezember in saisonbereinigter Rechnung deutlich günstiger entwickelt als von den Analysten erwartet. Die Anzahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat um 29.000 gesunken. Dieser Wert lag deutlich über den Schätzungen der Experten, die nur mit einem Rückgang um 12.000 Personen gerechnet hatten. Die Arbeitslosenquote belief sich auf saisonbereinigter Basis im Dezember auf 5,5% und bleibt damit auf dem gleichen Wert wie im Monat November. BA-Chef Detlef Scheele meinte dazu, dass der Arbeitsmarkt vom breit angelegten Konjunkturaufschwung profitiert hat und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern weiter ansteigt.

AMERIKA

Bauausgaben in den USA steigen auf neuen Rekordwert

Die ansteigende Konjunktur bringt gute Nachrichten für den amerikanischen Immobilienmarkt. Die Bauausgaben sind im November um 0,8% gegenüber dem Vormonat angestiegen und erreichten mit einem Volumen von 1,3 Billionen Dollar einen neuen Rekordwert. Von den Ökonomen wurde nur ein Ausgabenplus von 0,5% erwartet. Von der öffentlichen Hand wurden um 0,2% mehr für Bautätigkeiten ausgegeben, private Bauherren steigerten ihre Ausgaben um 1,0%.

ASIEN

Stimmung unter Chinas privaten Dienstleistern hellt sich wieder auf

Die Stimmung in den privaten und mittelständischen Dienstleistungsunternehmen in China hat sich im letzten Monat wieder verbessert. Der vom Wirtschaftsmagazin „Caixin“ ermittelte Einkaufsmanagerindex für den Sektor ist im Dezember von 51,9 Punkten aus dem Vormonat auf 53,9 Zähler angestiegen. Von den Analysten wurde dagegen ein leichter Rückgang erwartet. Der Stimmungsindikator bleibt damit weiter deutlich über der 50-Punkte Wachstumsschwelle. Der Dienstleistungssektor ist nach offiziellen Angaben der Regierung für mehr als die Hälfte von Chinas Wirtschaftsleistung verantwortlich.

UNTERNEHMENS-NEWS

BRUSTKREBSMITTEL VON NOVARTIS ERHÄLT SONDERSTATUS

Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat das Brustkrebsmittel Kisqali des Schweizer Pharmariesens mit einem Sonderstatus bedacht. Die herausragende Wirksamkeit, die sich zuletzt wieder in einer Studie gezeigt hatte, veranlasste die Gesundheitsbehörde zum Handeln. Sie erteilte dem Produkt ein weiteres Mal den Status „Breakthrough Therapy Designation“, der in der Regel Medikamenten mit einer verbesserten Ansprechrate als Vergleichsmittel zuerkannt wird. Das beschleunigt den Zulassungsprozess erheblich

Brustkrebs ist in den Vereinigten Staaten die am zweithäufigsten auftretende Form einer Krankheit bei Frauen. Dementsprechend ist der Zulassungserfolg für Novartis von großer Bedeutung. Kisqali ist in der Europäischen Union bereits zur Behandlung von bestimmten Formen von Brustkrebs zugelassen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

DEUTSCH-IRANISCHER HANDEL WÄCHST KRÄFTIG

Der Geschäftsführer der Deutsch-Iranischen Handelskammer, Michael Tockuss, konnte für das Jahr 2017 eine äußerst positive Bilanz ziehen. Seit der Streitbeilegung über das iranische Atomprogramm im Jahr 2016 konnten viele internationale Sanktionen beendet werden und das hatte auch große Auswirkungen auf den internationalen Handel mit dem Iran.

Vor allem unser Nachbarland konnte davon profitieren und steigerte die Exporte um 19% auf knapp 2,4 Milliarden Euro. Am stärksten nachgefragt wurden deutsche Produkte im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus, den Fahrzeugen sowie bei Chemie- und Pharmaprodukten. Im Gegenzug profitierte der Iran bei den Ausfuhren von industriellen Vorprodukten und landwirtschaftliche Gütern und steigerte den eigenen Umsatz auf 330 Millionen Euro.

Michael Tockuss hofft, in den kommenden Jahren das gesamte Handelsvolumen auf knapp fünf Milliarden Euro zu steigern. Dies wäre ein großartiger Erfolg, denn die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder würden durch die aktuell schwierige Vorfinanzierung gebremst. Viele große Banken würden derzeit noch vor möglichen Iran-Geschäften zurückschrecken, um keine US-Strafen zu riskieren.

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