Fed-Mitglieder uneins über die Anzahl der Zinsschritte

05.01.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutscher Dienstleistungssektor meldet steigende Geschäftstätigkeit

Die deutschen Dienstleistungsunternehmen haben im Dezember ihre Wachstumsdynamik nochmal weiter gesteigert. Wie das IHS-Markit-Institut am Donnerstag berichtete, ist der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicebereich von 54,3 Punkten aus dem Vormonat auf 55,8 Zähler im Dezember angestiegen.

Das Wachstum wird von einer kräftigen und nachhaltigen Nachfrage aus dem Inland angetrieben. Diese sollte sich auch weiter auf die Konjunktur positiv auswirken, meinte dazu IHS-Markit-Ökonom Phil Smith.

AMERIKA

US-Privatwirtschaft schafft im Dezember mehr neue Stellen als erwartet

Die privaten Unternehmen in den USA haben im Dezember ihre Personalbestände kräftig aufgestockt. Der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) meldete in seinem Bericht vom Donnerstag ein Plus gegenüber dem Vormonat von 250.000 neuen Stellen. Die Analysten hatten nur einen Stellenzuwachs von 195.000 neuen Jobs erwartet. 

Der ADP-Bericht umfasst nur die Beschäftigten in der Privatwirtschaft. Er gilt als wichtiger Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wird.

ASIEN

China strebt ein Wachstumsziel von 6,5% für das Jahr 2018 an

Auf einer Wirtschaftskonferenz führender Politiker ist ein Zuwachs des chinesischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) von rund 6,5% vereinbart worden und soll in der Parlamentssitzung im März veröffentlicht werden. Staatspräsident Xi Jinping hatte sich bereits im Oktober für ein Wachstum „von hoher Qualität“ ausgesprochen.

Die Pekinger Vorgaben werden von den Investoren aus aller Welt stets mit großem Interesse verfolgt. China hat sich in den letzten Jahren immer wieder als Zugpferd für die Weltwirtschaft erwiesen. Für das Jahr 2017 erwarten die Experten, dass das staatliche Wachstumsziel übertroffen wird. Sie rechnen mit einem Plus von 6,7%.

UNTERNEHMENS-NEWS

SAMSUNG BRINGT 5G NACH KALIFORNIEN

Im Auftrag von Verizon Communications beteiligen sich die Südkoreaner am Ausbau des drahtlosen Internetnetzwerkes der nächsten Generation in Kalifornien. Samsung wurde dabei als Hauptlieferant für die Elektronik ausgewählt. Konkret kommen die Netzwerkgeräte von den Südkoreanern. Finanzielle Details wurden jedoch nicht genannt.

Der Mobilfunkanbieter Verizon treibt derzeit den Ausbau des so genannten 5G-Services voran und ist führend in diesen Projekten. 5G ist der Nachfolgestandard von LTE beziehungsweise 4G und liefert noch höhere Datenübertragungsraten. Es wird damit gerechnet, dass Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche in den kommenden Jahren jährlich etwa 200 Milliarden US-Dollar in 5G-Projekte investieren werden.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

FED-MITGLIEDER UNEINS ÜBER DIE ANZAHL DER ZINSSCHRITTE

Die Mitglieder der amerikanischen Federal Reserve (Fed) sind sich laut der am Mittwoch veröffentlichten Protokolle der Dezember-Sitzung uneins über die tatsächliche Anzahl der Zinsschritte im Jahr 2018. Vor allem die von US-Präsident Donald Trump initiierte Steuerreform und deren Auswirkung auf den Zinskurs wird von vielen Offenmarktmitgliedern unterschiedlich interpretiert.

Während die im Mittel angestrebten drei Zinsschritte von einigen Fed-Mitgliedern als zu hoch angesehen werden, glaubt die Mehrzahl der Währungshüter an ein stärkeres Wirtschaftswachstum im heurigen Jahr. Die Reform dürfte den privaten Konsum und die Investitionsbereitschaft der amerikanischen Unternehmen in erheblichem Umfang ankurbeln. Die positiven Auswirkungen werden laut Analysten der Konjunktur noch über Jahre hinweg zusätzliche Schubkraft verleihen.

Einigkeit herrschte unter den Notenbankmitgliedern bei der aktuellen schritt- bzw. stufenweisen Zinsanhebung. Dies sei der beste Weg, um etwaige Risiken für die Konjunktur und der Inflation auszubalancieren. Die Mehrzahl der Ökonomen geht von einem Zinsschritt bei der nächsten Notenbanksitzung im März aus. Dann soll der langjährige Direktor Jerome Powell die amtierende Chefin Janet Yellen als Präsident der Federal Reserve ablösen.

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