Frankreichs Staatspräsident auf Wirtschaftsbesuch in China

09.01.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Sentix-Konjunkturindex für Deutschland steigt auf neuen Höchststand

Die Lage der deutschen Konjunktur wird von den Investoren so gut eingeschätzt wie noch nie. Das geht aus der jüngsten Sentix-Umfrage für den Januar hervor. Der gesamte Konjunkturindex erreichte mit 40,1 Punkten den bisher höchsten Stand.

Die immer noch nicht abgeschlossene Regierungsbildung hat sich bis jetzt offensichtlich noch nicht auf den Zustand der deutschen Wirtschaft niedergeschlagen, meinte dazu Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Vielmehr beginnen die Investoren die Effekte der US-Steuerreform zu bewerten, die sich wohl positiv auf die Gewinne der Unternehmen in Deutschland auswirken dürften.

Auch in der Eurozone erhöhte sich der Konjunkturindex. Er legte auf 32,9 Punkte deutlich zu. Hier profitieren alle Regionen von der starken Weltkonjunktur.

AMERIKA

2017 war teuerstes Katastrophenjahr in der US-Geschichte

Durch eine Reihe von Bränden und Stürmen haben sich in USA im Jahr 2017 Rekordschäden in der Höhe von 306 Milliarden Dollar (254 Milliarden Euro) angesammelt. Das geht aus einem Bericht der Nationalen Meeres- und Atmosphärenbehörde (NOAA) vom Montag hervor.

Besonders die drei Hurrikane Harvey, Maria und Irma richteten enorme Schäden an. Die Schadenssumme dieser drei Naturkatastrophen belief sich auf 265 Milliarden Dollar. Dazu gab es im Bundesstaat Kalifornien im letzten Jahr eine Reihe von schweren Waldbränden. Deren Schadenssumme bezifferte der NOAA-Bericht mit 18 Milliarden Dollar.

ASIEN

Japanische Durchschnittslöhne steigen deutlich über den Erwartungen an

Die Durchschnittsverdienste in Japan sind im letzten Monat auf Jahressicht um 0,9% angestiegen. Das gab das Ministriy of Health, Labour and Welfare am Dienstag in seinem Bericht bekannt. Die Analysten lagen mit ihren Prognosen von plus 0,6% deutlich darunter. Die Berechnung der Durchschnittslöhne in Japan beinhalten auch Einkommen aus Finanzanlagen und Kapitalgewinnen. Steigende Einkommen wirken sich meist positiv auf den Konsum und in weiterer Folge auch auf die Inflation des Landes aus.

UNTERNEHMENS-NEWS

SIEMENS ZIEHT BÖRSENGANG DER MEDIZINTECHNIK-SPARTE VOR

Letzten Berichten zufolge dürfte der Börsengang von Siemens Healthineers wohl kurz bevor stehen. Aufgrund der derzeit guten Stimmung an den Börsen soll dieser noch vor Ostern stattfinden. Das gaben zumindest mit der Sache betraute Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bekannt. Eine offizielle Bestätigung von Seiten des Konzerns ist vorerst noch ausständig.

Siemens Healthineers wäre der größte Börsengang seit der Emission der Deutschen Telekom vor 20 Jahren. Analysten veranschlagen den Wert der Sparte auf bis zu 40 Milliarden Euro. Siemens will vorerst aber noch einen Großteil der Aktien im eigenen Besitz halten.

HERSHEY UND FERRERO IM RENNEN UM NESTLÉ-SÜSSWARENGESCHÄFT

Das zuletzt schwächelnde US-Süßwarengeschäft des Schweizer Nahrungsmittelriesen könnte an Hershey oder Ferrero gehen. Diese zwei Unternehmen sind derzeit im Rennen und haben entsprechende Gebote abgegeben, so zumindest Berichte des Nachrichtensenders CNBC. 2 bis 2,5 Milliarden US-Dollar könnten Schätzungen zufolge dafür lukriert werden. Eine endgültige Entscheidung wird es laut Nestlé im Juni geben.

Das Geschäft mit Süßigkeiten war im abgelaufenen Geschäftsjahr für knapp 10% des Gesamtumsatzes von Nestlé verantwortlich. Die USA sind zudem der größte Markt dafür. Dennoch befindet man sich hier in einer Sackgasse. Der Konzern hat es sich zum Ziel erklärt, jährlich organisch um 5% zu wachsen. Aber vor allem bei den Süßwaren konnte man nicht mithalten. Der Konsumtrend geht verstärkt in Richtung frische und „gesunde“ Nahrungsmittel.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

FRANKREICHS STAATSPRÄSIDENT AUF WIRTSCHAFTSBESUCH IN CHINA

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron sprach zu Beginn seiner dreitägigen China-Reise über das chinesische Prestigeprojekt der „Neuen Seidenstraße“. Während sich europäische Spitzenpolitiker bislang eher skeptisch über das Verkehrsinfrastrukturprojekt äußerten, lud Macron seine Gastgeber ein, zusammen an der Verwirklichung des Vorhabens zu arbeiten.

Der französische Staatspräsident pochte in seiner Rede aber auch auf eine gleichberechtigte Kooperation. Die notwendigen Investitionen in Höhe von 100 Milliarden Euro für die neue Land- beziehungsweise Seeverbindung nach Europa sollten transparent und nach klaren Ausschreiberichtlinien verlaufen. Denn nur so könnte das Projekt laut Macron gemeinsam mit Europa umgesetzt werden.

Im Verlauf der Reise wird Frankreichs Präsident noch mit dem chinesischen Staatschef Xi Jingping zusammentreffen, um weitere Wirtschaftsgespräche zu führen. Im Zuge dessen sollen rund 50 Handelsverträge in Milliardenhöhe unterzeichnet werden.

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