Weltbank sieht Schwellenländer 2018 als Konjunkturlokomotiven

11.01.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutlicher Anstieg der Aufträge im deutschen Maschinenbau

Die deutschen Maschinenbauunternehmen können sich über einen deutlichen Zuwachs bei den Neuaufträgen im November freuen. Der Branchenverband VDMA hat in seinem Bericht ein Plus von 14% neuen Aufträgen gegenüber dem Vorjahresmonat ausgewiesen. Besonders erfreulich sei dabei die Tatsache, dass die Aufträge aus dem Inland um 20% angestiegen sind, meinte dazu VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Aufträge aus dem Ausland konnten die Maschinenbauer auf Jahressicht um 12% mehr an Land ziehen.

AMERIKA

US-Importpreise steigen weniger als erwartet

Die Preise für Importe sind in den USA im Dezember nur moderat gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte, sind die Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,1% angestiegen. Die Prognosen der Ökonomen lagen mit einem Anstieg um 0,5% deutlich darüber. Rechnet man die Ölpreise heraus, sanken die Einfuhrpreise um 0,2%. Die Exportpreise gaben zum Vormonat um 0,2% nach.

ASIEN

China stellt Kaufstrategie für US-Anleihen auf den Prüfstand

China überdenkt als größter ausländischer Gläubiger seine weitere Vorgehensweise beim Ankauf von US-Staatsanleihen. Laut einer Meldung der Agentur Bloomberg gibt es eine Empfehlung der zuständigen Manager für die Währungsreserven in China, die Geschäfte zu reduzieren oder ganz einzustellen. Diese Meldung brachte den Dollar unter Druck.

Als Begründung wurden die geringere Attraktivität gegenüber anderen Anlageformen sowie die zuletzt angespannten Handelsbeziehungen zwischen China und den USA angeführt. China hält in Summe Fremdwährungsreserven im Wert rund 3 Billionen Dollar, davon entfallen allein etwa 1,19 Billionen Dollar auf US-Staatsanleihen.

UNTERNEHMENS-NEWS

NESTLÉ: FAVORIT BEI MERCK-SPARTE

Der Schweizer Nahrungsmittelriese hat Medienberichten zufolge die Nase vorn im Bieterrennen um eine Sparte des Merck-Konzerns. Das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten steht zum Verkauf. Und dafür dürfte Nestlé wohl das höchste Angebot abgegeben haben. Neben Nestlé sollen auch der US-Pharmakonzern Perrigo, Reckitt Benckiser und Mylan Interesse gezeigt haben. Erstere haben sich jedoch bereits wieder zurückgezogen. Der Wert der zur Disposition stehenden Geschäftseinheit wird von Experten auf rund Milliarden US-Dollar geschätzt. Eine endgültige Entscheidung dürfte es wohl noch im ersten Quartal geben.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

WELTBANK SIEHT SCHWELLENLÄNDER 2018 ALS KONJUNKTURLOKOMOTIVEN

Die in Washington D.C. beheimatete Weltbank gab am Mittwoch die neueste Konjunkturprognose der globalen Wirtschaft für das Jahr 2018 bekannt. Aufgrund von neuesten Schätzungen soll die Weltwirtschaft im aktuellen Jahr um 3,1% wachsen. Dies wäre eine leichte Verbesserung um 0,1% gegenüber dem Jahr 2017.

Die Ökonomen der Weltbank gehen erstmals seit dem Beginn der Rezession im Jahr 2008 davon aus, dass das globale Wachstumspotenzial nahezu komplett ausgeschöpft wird. Vor allem die asiatischen Schwellenländer sollen die Hauptlast des Aufschwungs tragen. Die Konjunktur dieser Länder soll heuer um 4,5% und 2019 um 4,7% anwachsen.

In den westlichen Industriestaaten wird der Aufschwung dagegen etwas moderater bei einem Plus von 2,2% liegen. Den Hauptgrund dafür sieht die Weltbank in der schrittweisen Rückführung der jahrelangen Liquiditätshilfen der Notenbanken.

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