Nafta-Verhandlungen bringen erste Erfolge

31.01.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Wachstum der Wirtschaft in der Eurozone hält weiter an

Die Wirtschaft in der Eurozone hat auch im vierten Quartal 2017 seine Wachstumsdynamik beibehalten. Zwischen Oktober und Dezember konnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,6% gesteigert werden. Das geht aus einem ersten Bericht der Statistikbehörde Eurostat hervor. Dieser Wert entspricht auch den Erwartungen der Analysten.

Im Jahresvergleich konnte das BIP um 2,7% zulegen, hier erwarteten die Volkswirte ein Plus von 2,6%. Dieser erste Bericht der Eurostat beruht auf Daten von 17 Mitgliedsländern, die 94% des gesamten Euroraum-BIP abdecken.

AMERIKA

Hauspreise in den USA legen deutlicher als erwartet zu

Die Preise am US-Häusermarkt haben im November im Vergleich zum Vormonat mehr zugelegt als erwartet. Die Preise für Häuser sind in den zwanzig größten Ballungsgebieten um 0,75% gestiegen. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervor. Von den Volkswirten wurde lediglich mit einem Preisanstieg um 0,60% gerechnet. Auf Jahressicht musste im November für Häuser in den USA um 6,41% mehr bezahlt werden. Der S&P/Case-Shiller-Immobilienindex gilt als wichtiger Indikator für die Gesundheit des US-Immobilienmarktes.

ASIEN

Japans Industrie zeigt sich weiter in bester Verfassung

Die japanische Industrie kann ihren Wachstumskurs weiter fortsetzen. Wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte, konnte die Produktion im Dezember gegenüber dem Vormonat um 2,7% kräftig gesteigert werden. Das bedeutet den dritten monatlichen Anstieg in Folge und den stärksten Zuwachs seit acht Monaten. Von den Analysten wurde lediglich mit einem Plus von 1,6% gerechnet.

Als produktionstreibend erwiesen sich die gestiegenen Exporte und der allgemein gute Zustand der globalen Wirtschaft. Mit diesen starken Daten im Dezember wird auch ein starkes Schlussquartal beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das Jahr 2017 erwartet.

UNTERNEHMENS-NEWS

SAP WÄCHST LANGSAMER

Zum Jahresende hat sich das Wachstum beim Softwareriese etwas verlangsamt. Dennoch zeigt man sich zufrieden. Der Umsatz wurde im abgelaufenen Geschäftsquartal um 1% gesteigert und der Gewinn konnte stabil gehalten werden. Gesteigert wurde jedoch die viel beachtete organische Marge. Diese konnte erstmals seit einigen Jahren zulegen und liegt nun bei 34,7%.

SAP legt den Fokus verstärkt auf das zukunftsträchtige Cloud-Geschäft. Dieses ist hart umkämpft und Wachstum bekam hier oft den Vorzug gegenüber der Rendite. Auch ist das Cloud-Geschäftsmodell erst nach rund drei Jahren so rentabel wie das traditionelle Lizenzgeschäft. Aufgrund dessen musste man in der Vergangenheit sinkende Renditen hinnehmen. Dies soll nun aber der Vergangenheit angehören, denn auch zukünftig rechnet man bei SAP mit einer steigenden Marge.

Das Cloud-Geschäft war auch im abgelaufenen Geschäftsquartal ein großer Treiber bei SAP. Das Geschäft in dieser Sparte ist mit einem Plus von 31% erneut deutlich angewachsen und konnte einen Rückgang im Lizenzgeschäft wettmachen.

SAMSUNG SCHLIESST WERK IN SLOWAKEI

Der südkoreanische Elektronikriese und weltgrößte Smartphone-Hersteller konsolidiert seine Aktivitäten in der Slowakei. Im Zuge dessen wird eine der beiden Produktionsstätten schließen beziehungsweise sollen die Werke zusammengelegt werden. Derzeit werden die Standorte Voderady und Galanta in der Slowakei von Samsung geführt.

Diese Maßnahme kommt jedoch nicht ganz unerwartet. Aufgrund der niedrigen Arbeitslosigkeit und der dadurch gestiegenen Lohnkosten hat sich die gesamte Produktion für Samsung in der Slowakei verteuert. Aber auch der Wegfall von staatlichen Subventionen trug dazu bei und somit hat sich die Produktion für Samsung in der Slowakei deutlich verteuert. Als Alternative ist nun ein weiterer Standort in Rumänien im Gespräch.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

NAFTA-VERHANDLUNGEN BRINGEN ERSTE ERFOLGE

Die seit letzter Woche in Montreal stattfindenden Verhandlungen zur Reform des nordamerikanischen Freihandelsabkommen dürften erste Erfolge erzielt haben. Bei einem Gespräch mit der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland und dem mexikanischen Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo redete US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer von einem Schritt in die richtige Richtung. Endlich hätte man begonnen, die Kernthemen anzusprechen, die nun abgearbeitet werden. Der amerikanische Handelsbeauftragte zeigte sich zuversichtlich, „große Durchbrüche“ bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 26. Februar in Mexiko-Stadt zu erreichen.

Im Vorfeld der sechsten Verhandlungsrunde hatten einige Delegierte bereits die Sorge geäußert, dass aufgrund des schleppenden Tempos die Nafta-Gespräche abgebrochen werden müssten. Der Umschwung in den Verhandlungen kam durch eine Reihe von kanadischen Kompromissvorschlägen, die den US-Forderungen entgegenkamen. Vor allem bei der Telekommunikation, bei den technischen Handelshürden und dem Gesundheitsschutz konnten Fortschritte erzielt werden.

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