Britische Premierministerin strebt Freihandelsabkommen mit China an

01.02.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Arbeitslosigkeit in der Eurozone bleibt unverändert

Die Arbeitslosenzahlen im Euroraum haben sich im Dezember wie erwartet nicht verändert. Wie schon im November betrug die Arbeitslosenquote in der Eurozone 8,7%. Das geht aus einem Bericht der Statistikbehörde Eurostat vom Mittwoch hervor. Für die EU-28 weist Eurostat eine Arbeitslosenrate von 7,3% aus. Im Dezember waren in der EU-28 insgesamt 17,961 Millionen Menschen ohne Arbeit, in der Eurozone waren es 14,137 Millionen. Von den einzelnen Mitgliedsländern gibt es derzeit in der Tschechischen Republik (2,3%), sowie in Malta und Deutschland (je 3,6%) die wenigsten Arbeitslosen. Die höchsten Arbeitslosenquoten verzeichneten Griechenland (20,7%) und Spanien (16,4%).

AMERIKA

US-Privatunternehmen schaffen mehr Arbeitsplätze als erwartet

Die privaten Unternehmen in den USA haben im Jänner ihre Personalstände deutlich aufgestockt. Laut eines Berichts des Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) sind im Januar 234.000 zusätzliche Stellen entstanden. Die Prognosen der Analysten lagen nur bei einem Plus von 193.000 neuen Stellen. Der ADP-Bericht gilt als wichtiger Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wird. Er umfasst nur die Beschäftigung in der Privatwirtschaft, während der offizielle Bericht auch die Beschäftigten im Staatsdienst einschließt.

ASIEN

Stimmung in den chinesischen Privatunternehmen bleibt stabil

Vorsichtig optimistisch zeigt sich die Stimmung in den mittelständischen und privaten Unternehmen in China zu Jahresbeginn. Der vom Wirtschaftsmagazin „Caixin“ veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) ist gegenüber dem Vormonat bei 51,5 Punkten unverändert geblieben. Dieser Wert lag auch im Bereich der Erwartungen der Analysten. Im Vergleich dazu ging der am Mittwoch von der Regierung veröffentlichte PMI für die großen und staatlichen Betriebe um 0,3 Punkte auf 51,3 Zähler leicht zurück. Auf dem Dienstleistungssektor hellte sich dagegen die Stimmung weiter auf, der entsprechende Stimmungsindex ging von 55,0 Punkten auf 55,3 Zähler nach oben. Chinas Dienstleister erwirtschaften laut offiziellen Informationen etwa die Hälfte von Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP).

UNTERNEHMENS-NEWS

JP MORGAN ENGAGIERT SICH IM GESUNDHEITSGESCHÄFT

Die US-amerikanische Großbank will seinen Mitarbeitern eine adäquate Gesundheitsversorgung bieten. Zu diesem Zweck tut man sich mit Amazon und Berkshire Hathaway zusammen. Ziel ist es ein Unternehmen zu gründen, dass die Kosten für die 1,1 Millionen Mitarbeiter der drei Riesenkonzerne deutlich senkt – und das ohne selbst Profit daraus zu schlagen. Details zu diesem Unterfangen wurden vorerst jedoch noch nicht genannt.

GASTURBINENGESCHÄFT BELASTET SIEMENS

Der deutsche Industrieriese konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Gewinn erwartungsgemäß steigern. Unter dem Strich steht mit einem Gewinn von 2,2 Milliarden Euro ein Plus von rund 12% zu Buche. Der Verkauf der restlichen Osram-Beteiligung und Effekte der US-Steuerreform machen sich positiv bemerkbar. Der Umsatz konnte ebenfalls leicht zulegen. Erfreulich ist auch die Auftragslage bei Siemens. In den Monaten Oktober bis Dezember stieg der Auftragseingang bei Siemens um satte 14% auf 22,5 Milliarden Euro und lag somit auch deutlich über den Erwartungen der Analysten.

 

Dennoch gab es Sorgenfalten bei Vorstandschef Joe Kaeser: die Kraftwerkssparte bereitet Probleme. In dieser Division ist der operative Gewinn nahezu um die Hälfte eingebrochen. Als Reaktion will Siemens nun den Gürtel enger schnallen und bis zu 6000 Stellen streichen. Auch die Schließung ganzer Standorte ist nicht ausgeschlossen.

 

Im Großen und Ganzen ist es für Kaeser ein guter Start ins neue Geschäftsjahr und man hält bei Siemens weiter an den Zielen fest, wonach man weiterhin wachsen möchte.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

BRITISCHE PREMIERMINISTERIN STREBT FREIHANDELSABKOMMEN MIT CHINA AN

Die britische Premierministerin Theresa May möchte ihren aktuellen China Besuch dazu nutzen, um Gespräche über ein mögliches Freihandelsabkommen mit der Volksrepublik zu führen. Bei ihrer dreitägigen Reise wird May mit Chinas Präsident Xi Jinping und Ministerpräsident Li Keqiang zusammentreffen.

Die Unterzeichnung des angestrebten Handelsabkommens soll den Zugang britischer Firmen in der zweitgrößten Volkswirtschaft vereinfachen. Die konservative Regierung ist aufgrund des geplanten Austritts aus der Europäischen Union gezwungen neue Handelswege zu finden und deshalb wird Theresa May auch von einer großen Wirtschaftsdelegation mit rund 50 Unternehmensführen begleitet. In ihren Gesprächen mit der chinesischen Staatsführung will May aber auch Probleme wie mangelnden Marktzugang, Überkapazitäten in der Stahlindustrie und den Schutz von Urheberrechten ansprechen. Die britische Regierung plädiere weiterhin für einen "regelbasierten Ansatz", der robusten, nachhaltigen und freien Welthandel ermögliche.

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