USA fördern erstmals mehr Erdöl als Saudi-Arabien

02.02.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Industrie in der Eurozone bleibt auch im neuen Jahr weiter in Schwung

Die Industriebetriebe in der Eurozone haben ihr gutes Wachstum vom letzten Dezember auch zu Jahresbeginn weitgehend halten können. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Industriesektor ging vom Rekordwert im Dezember nur geringfügig auf 59,6 Punkte im Jänner zurück. Dieser Wert bestätigte auch die Schätzungen der Experten. Der Wert im Dezember lag bei 60,6 Punkten, wie das IHS Markit Institut am Donnerstag mitteilte. Damit habe sich die hohe Wachstumsdynamik des Industriesektors auch im neuen Jahr fortgesetzt, meinte dazu IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson. Auftragseingänge und Produktion befinden sich nach wie vor auf Rekordniveau.

AMERIKA

Überraschender Rückgang bei Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA

In der vergangenen Woche sind die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA überraschend zurückgegangen. Wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, ging die Anzahl der Anträge zur Vorwoche um 1.000 auf 230.000 Neuanträge zurück. Von den Analysten wurde dagegen ein Anstieg der Erstanträge auf 235.000 erwartet. Der etwas aussagekräftigere Vierwochendurchschnitt zeigte einen Rückgang um 5.000 auf 234.500 Anträge. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bieten einen guten Überblick über die kurzfristige Entwicklung am amerikanischen Arbeitsmarkt.

ASIEN

China verschärft Richtlinien für Börsengänge

Die chinesische Regierung hat begonnen, die verschärften Emissionsstandards für Börsengänge umzusetzen. Die Regulierungsbehörden haben im Jänner an einem einzigen Tag einen Rekord von sechs Bewerbern abgelehnt, darunter eine der größten privaten psychiatrischen Klinikgruppen des Landes. Unternehmen, die einen Börsengang in China durchführen wollen, müssen zuerst die Genehmigung der China Securities Regulatory Commission (CSRC) einholen. Ende letzten Jahres überarbeitete die Behörde ihren Prüfungsausschuss und verschärfte die Prüfung der finanziellen Stärke und Offenlegung der Antragsteller. Die Agentur hat bereits mehr als die Hälfte der 36 bisher in diesem Jahr eingegangenen Anträge abgelehnt, das bedeutet ungefähr die doppelte Rückweisungsquote vom letzten Oktober.

UNTERNEHMENS-NEWS

STEUERREFORM LASTET AUF MICROSOFT GEWINN

Der Softwareriese muss im abgelaufenen Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 6,3 Milliarden US-Dollar hinnehmen. Einmalige Sondereffekte in der Höhe von 13,8 Milliarden US-Dollar im Zuge der US-Steuerreform drückten Microsoft in die roten Zahlen. Ohne diese wäre ein deutlicher Gewinnanstieg zu verzeichnen gewesen. Der Umsatz legte mit Plus 12% dagegen deutlich zu. Vor allem das Cloud-Geschäft floriert. Hier konnte das zehnte Quartal in Folge ein Zuwachs von mehr als 90% verzeichnet werden. Trotz des Milliardenverlustes wurde das Ergebnis an der Börse positiv aufgenommen und so schloss Microsoft den Tag deutlich im Plus.

GEMISCHTE GEFÜHLE BEI VODAFONE

Der britische Mobilfunkkonzern musste aufgrund von Währungseffekten und der Abgabe seines Festnetzgeschäftes in den Niederlanden einen Umsatzrückgang von 3,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen.

 

Gut lief es hingegen im Deutschland-Geschäft: hier konnte vor allem die Kabelsparte überzeugen. Diese legte um 3,5% zu und auch im Mobilfunk zeigten sich gute Entwicklungen. Grundsätzlich hat sich global das Geschäft mit Mobilfunkdaten bei Vodafone deutlich verbessert. Somit wurde von Vodafone auch die Guidance für das laufende Geschäftsjahr beibehalten und man erwartet weiterhin ein Gewinnwachstum.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

USA FÖRDERN ERSTMALS MEHR ERDÖL ALS SAUDI-ARABIEN

Mit Ende Jänner veröffentlichte die US-Energiestatistikbehörde EIA die Ölförderungszahlen für November 2017, wonach in den USA täglich 10,038 Millionen Barrel Öl gefördert wurden. Die Schätzungen der EIA waren davon ausgegangen, dass dieses Produktionsniveau erst im Februar 2018 erreicht werden würde. Damit liegen die USA in der Statistik der Ölförderländer erstmals vor Saudi-Arabien an zweiter Stelle hinter Russland, welches mit 10,3 Millionen Barrel an der Spitze steht.

 

Bis dato zeigen sich die Opec-Länder von der steigenden Schieferölproduktion in den USA noch relativ unbeeindruckt und halten an ihrem Plan, die Drosselung der Ölförderung bis Ende 2018 fortzuführen, fest. Der Ölpreis je Barrel der Nordseesorte Brent liegt mit aktuell ca. 70 Dollar so hoch wie zuletzt vor drei Jahren.

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