Chinesische Investoren drängen auf deutschen Wohnungsmarkt

05.02.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutschem Automarkt gelingt guter Jahresstart

Der deutsche Autohandel ist rasant ins neue Jahr gestartet. Wie der Branchenverband VDA mitteilte, wurden im Jänner 269.400 Pkw neu zugelassen. Das bedeutet einen Zuwachs von 12,0% gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Verkauf von Dieselfahrzeugen zeigte sich weiter rückläufig, im Jänner lag der Dieselanteil bei etwa 33,0%. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Vorjahreswert von rund 45,0%. Die Bestellungen aus dem Inland lagen mit plus 9,0% deutlich über dem Vorjahresniveau. Das volumenstärke Auslandsgeschäft fiel dagegen etwas verhaltener aus. Hier stiegen die Aufträge um 4,0% an.

AMERIKA

US-Arbeitsmarkt präsentiert sich in ausgezeichneter Verfassung

Der offizielle Regierungsbericht vom Freitag hat gezeigt, dass das kräftige Wachstum auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt weiter anhält. Im Jänner wurden 200.000 neue Jobs geschaffen, um 40.000 mehr als im Dezember. Von den Analysten wurden nur 180.000 neue Arbeitsplätze erwartet. Die Arbeitslosenquote bleibt weiter bei 4,1%, dem tiefsten Wert seit 17 Jahren. Diese guten Arbeitsmarktzahlen liefern weitere Argumente für eine baldige Zinserhöhung. Diese haben die Währungshüter der Fed für ihre nächste Sitzung im März bereits in Aussicht gestellt. Der aktuelle Stellenzuwachs ist weit höher als das derzeitige Bevölkerungswachstum. Dafür würden etwa 100.000 neue Jobs pro Monat ausreichen. Viele Unternehmen melden bereits einen Mangel an qualifizierten Fachkräften.

ASIEN

China reagiert auf US-Strafzölle mit Ermittlungen gegen Exporte aus den USA

Nachdem vor zwei Wochen die US-Regierung unter Präsident Trump Strafzölle auf Importe aus China festgelegt hat, hat die chinesische Regierung nun mit Ermittlungen wegen Preisdumpings in der Agrarbranche reagiert. Konkret geht es um milliardenschwere Importe von Hirse aus den USA. Es gebe Hinweise auf Preise, die unter dem normalen Wert lägen und damit den heimischen Produzenten schadeten. Die Volksrepublik China gilt als größter Abnehmer von Hirse aus den USA. Im vergangenen Jahr wurden 4,76 Millionen Tonnen Hirse aus den USA nach China exportiert. Die von der US-Regierung festgesetzten Schutzzölle auf Solaranlagen und Waschmaschinen wurden besonders von China und Südkorea scharf kritisiert.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE BRICHT ERNEUT REKORDE

Der Techriese aus dem Silicon-Valley verdiente im Weihnachtsquartal so viel wie noch nie. Der Umsatz des Konzerns stieg um 13% auf 88,3 Milliarden US-Dollar an. Auch der Gewinn konnte um 12% auf ein Rekordniveau von 20,07 Milliarden US-Dollar zulegen. Hauptverantwortlich für das gute Ergebnis war das Jubiläumsmodell iPhone X. Dieses ist deutlich teurer als die Vorgänger und somit konnte der durchschnittliche Verkaufspreis auf 796 US-Dollar angehoben werden. Trotz leicht geringerer Absatzzahlen war somit ein Rekordquartal möglich.

Apple sitzt nun auf einem Barvermögen von rund 285 Milliarden US-Dollar, das aber zum Großteil im Ausland geparkt ist. Dadurch wird im Zuge der US-Steuerreform eine einmalige Zahlung in der Höhe von 38 Milliarden US-Dollar fällig. Für diesen Fall wurde aber bereits in der Vergangenheit Sorge getragen. Grundsätzlich plant Apple, das Barvermögen zu reduzieren. Auf welche Art und Weise dies geschehen soll, beispielsweise mit einer Sonderdividende oder einem Aktienrückkaufprogramm, bleibt aber weiterhin offen. Der Ausblick für das laufende Geschäftsquartal wurde aber etwas zurück genommen. Man rechnet nun mit Erlösen zwischen 60 und 62 Milliarden US-Dollar.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

CHINESISCHE INVESTOREN DRÄNGEN AUF DEUTSCHEN WOHNUNGSMARKT

Der deutsche Immobilienmarkt wird laut einer Analyse des Immobilien-Spezialisten JLL Residential immer stärker von asiatischen Käufern frequentiert. Vor allem die Rechtssicherheit, politische Stabilität und die boomende Wirtschaft locken ausländische Investoren an.

Der Chef des deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, sieht neben den herkömmlichen amerikanischen Käufern auch chinesische Investoren vermehrt Gelder in den Immobilienmarkt investieren. Die große Zahl an Vermögenden und die steigende Mittelschicht in der Volksrepublik China sucht nach Anlagezielen in den deutschen Großstädten. Während man in Peking und Shanghai zwischen 10.000 und 15.000 Euro je Quadratmeter zahlen muss, gibt es in Berlin, München, Frankfurt und Hamburg noch gute Kaufmöglichkeiten.

Der Geschäftsführer des Berliner Makler Rubina Real Estate, Carsten Heinrich, sieht den Anteil an chinesischen Investoren weiter steigen. Bereits im Jahr 2016 investierte die chinesische Mittelschicht über 33 Milliarden Dollar im Ausland. Die Tendenz wird sich weiter verstärken. Vor allem deswegen, da es für Bürger Chinas immer schwerer wird, Geld ins Ausland zu transferieren. Jeder Chinese darf derzeit maximal 50.000 Dollar pro Jahr in ausländische Währungen tauschen.

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