Britische Premierministerin möchte auch aus Zollunion austreten

06.02.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Wirtschaft in der Eurozone befindet sich in Hochform

Auch im Jänner hat die Wachstumsrate der Wirtschaft im Euroraum weiter an Dynamik zugelegt. Wie das IHS-Markit Institut am Montag berichtete, ist der Gesamtindex für die Produktion der Privatwirtschaft in der Eurozone auf 58,8 Punkte angestiegen. Das Konjunkturbarometer fasst die Sektoren Industrie und Dienstleister zusammen und nähert sich bereits dem höchsten Stand seit 12 Jahren an. Wenn dieses Niveau gehalten werden kann, erwartet IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson für das erste Quartal 2018 ein Wachstum von etwa 1,0% in der Eurozone.

AMERIKA

Neuer US-Notenbankchef Jerome Powell tritt sein Amt an

Der Nachfolger von Janet Yellen an der Spitze der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, hat am Montag in Washington seinen Amtseid abgelegt. Von den Experten wird erwartet, dass er den geldpolitischen Kurs seiner Vorgängerin beibehalten wird. Die Zinsen sollen weiter entsprechend der guten Wirtschaftslage stufenweise angepasst werden. Powell möchte damit Wachstum und Preisstabilität weiter fördern. Von den Marktbeobachtern wird bereits im März der nächste Zinsschritt erwartet. Die boomende Wirtschaftslage und gestiegene Löhne bilden eine gute Basis dafür.

ASIEN

Stimmung unter Chinas privaten Dienstleistern zeigt sich weiter positiv

In China ist die gute Stimmung unter den privaten und mittelständischen Dienstleistungsunternehmen weiter angestiegen. Der vom Wirtschaftsmagazin „Caixin“ ermittelte Einkaufsmanagerindex für den Sektor Dienstleistungen ist im Jänner auf 54,7 Zähler gestiegen. Das bedeutet den höchsten Stand seit dem Mai 2012. Von den Analysten wurde dagegen ein Rückgang auf 53,5 Punkte erwartet. Bereits letzten Donnerstag wurde im Industriesektor ein Indexstand von 51,5 Zählern gemeldet. Beide Stimmungsindikatoren bleiben somit weiter über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Dienstleistungssektor erwirtschaftet etwas mehr als die Hälfte des gesamten Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Landes.

UNTERNEHMENS-NEWS

NESTLÉ MACHT RÜCKZIEHER BEI MERCK-SPARTE

Der Schweizer Nahrungsmittelriese hat zuletzt Interesse an einer Sparte mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten des deutschen Pharmakonzerns Merck gezeigt. Letzte Woche wurde nun aber von einem Rückzug von Nestlé berichtet. Die Schweizer äußerten sich dazu vorerst jedoch noch nicht. Dem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge haben sich auch weitere Interessenten, wie der britische Konzern Reckitt Benckiser aus dem Bieterrennen verabschiedet. Womöglich ist das Interesse am Consumer-Health-Portfolio des Konkurrenten Pfizers größer.

SAP VERSPRICHT MARGENSTEIGERUNG

Luca Mucic, Finanzchef des deutschen Softwareriesen, gibt sich für eine Margenverbesserung in den kommenden Jahren sehr zuversichtlich. Vor allem für 2019 stellt er einen großen Sprung in Aussicht. Bis dorthin soll die Konsolidierung im Cloud-Geschäft gut vorangeschritten sein und die operative Marge sollte wieder über die 30%-Marke klettern. Zuletzt lag diese noch unter dieser Marke.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

BRITISCHE PREMIERMINISTERIN MÖCHTE AUCH AUS ZOLLUNION AUSTRETEN

In einem Pressegespräch am Montag bekräftigte die britische Premierministerin Theresa May nach dem Austritt aus der Europäischen Union auch aus der gemeinsamen Zollunion auszuscheiden. Während noch letzte Woche über den Verbleib in der Zollunion spekuliert wurde, kam nun die Absage der Regierung.

Damit zeigt die Konservative Partei ihren klaren Standpunkt bei den kommenden Zollverhandlungen. Bereits am Montag traf der EU-Unterhändler Michel Barnier zu den aktuellen Austrittsverhandlungen in London ein. Der größte Knackpunkt dürfte nun bei dem freien Warenverkehr über die irische Grenze liegen. Nach einem Brexit und einer geordneten Übergangsphase bis in das Jahr 2020, müsste es nach derzeitigem Stand zu Grenzkontrollen zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland kommen.

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