Venezuela wertet Währung um mehr als 99% ab

07.02.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutlicher Auftragsschub für deutsche Industrie zum Jahresende

Die deutschen Industrieunternehmen haben im Dezember deutlich mehr neue Aufträge an Land gezogen als erwartet. Wie das statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag berichtete, gingen im Vergleich zum Vormonat um 3,8% mehr neue Bestellungen ein. Die Erwartungen der Analysten lagen lediglich bei einem Plus von 0,7%. Besonders deutlich stiegen die Auslandsaufträge mit plus 5,9% an. Aus dem Inland kamen um 0,7% mehr neue Aufträge. Die Orders aus den Ländern der Eurozone zogen um 11,2% an, die Orders aus dem restlichen Ausland lagen um 2,7% höher als im Vormonat.

AMERIKA

US-Handelsbilanzdefizit steigt auf höchsten Wert seit neun Jahren

Die USA haben im Dezember den höchsten monatlichen Fehlbetrag seit dem Oktober 2008 in ihrer Handelsbilanz ausgewiesen. Der Passivsaldo belief sich nach vorläufigen Berechnungen auf 53,12 Milliarden Dollar. Für das gesamte letzte Jahr weitete sich das Defizit um 12,1% auf 566 Milliarden Dollar aus.

Besonders kritisch wird von der US-Regierung der hohe Fehlbetrag im Handel mit China betrachtet. US-Präsident Trump wirft China unfaire Praktiken im internationalen Handel vor. Dazu sieht die amerikanische Regierung die Produktoffensive von chinesischen Unternehmen bei High-Tech-Gütern als Bedrohung an.

ASIEN

Japans Notenbank schließt baldige Zinserhöhung aus

Die japanische Notenbank hat inmitten der weltweiten Kursturbulenzen ihr Festhalten an der derzeitigen Geldpolitik bestätigt. BoJ-Chef Haruhiko Kuroda hat am Dienstag eine baldige Erhöhung des Leitzinses ausgeschlossen. Die Notenbank habe ihr Inflationsziel trotz der anspringenden Konjunktur noch lange nicht erreicht. Derzeit steht die Inflation bei noch nicht einmal 1,0%. Die erklärte Zielmarke der Bank of Japan (BoJ) von 2,0% soll bis zum Ende des Jahrzehnts erreicht werden. Um die Kreditvergabe anzukurbeln, erhebt die Notenbank zudem einen Strafzins auf Einlagen von Finanzinstituten in Höhe von 0,1%.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE UNANGEFOCHTENE NUMMER EINS AM TABLET-MARKT

Laut aktuellen Zahlen der Marktforscher von IDC verkauft der amerikanische Technologiekonzern Apple mehr Tablets als Samsung und Amazon - die Nummer zwei und Nummer drei am Markt zusammen. Die neuen Zahlen der Marktforscher zeigen den großen Vorsprung, den Apple gegenüber seiner Konkurrenten im hart umkämpfen Markt hält. Apple verkaufte im abgelaufenen Jahr 2017 43,8 Millionen Tablets, gefolgt von Samsung mit 24,9 Millionen Tablets und Amazon mit 16,7 Millionen Tablets.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

VENEZUELA WERTET WÄHRUNG UM MEHR ALS 99% AB

Wie die Notenbank Venezuelas mitteilte, kann ein US-Dollar künftig gegen 25.000 Bolivar umgetauscht werden. Gegenüber dem bisherigen Umtauschverhältnis von 1:10 entspricht dies einer Abwertung von 99,6%.

Mit Hilfe dieser extremen Maßnahme soll die Wirtschaft angekurbelt werden, in dem die Wettbewerbsfähigkeit von venezolanischen Firmen auf dem Weltmarkt verbessert wird. Das ölreiche Land leidet stark unter dem Ölpreisverfall der letzten Jahre sowie einer jährlichen Inflationsrate im vierstelligen Prozentbereich.

Zusätzlich zur Abwertung der eigenen Währung, plant die venezolanische Regierung die Einführung einer eigenen virtuellen Währung. Als Besicherung für den so genannten „Petro“ sollen die Ölreserven des Landes dienen.

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