US-Repräsentantenhaus verabschiedet eine Übergangslösung für den nächsten Haushalt

08.02.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Ifo-Geschäftsklimaindex für den Euroraum klettert auf höchsten Stand seit 2000

Das wirtschaftliche Klima in der Eurozone hat sich im ersten Quartal weiter verbessert und ist auf den höchsten Stand seit dem Sommer 2000 gestiegen. Der entsprechende Stimmungsindex des Ifo-Institutes in München kletterte von 37,0 Zählern auf 43,2 Punkte. Die Einschätzung der aktuellen Lage habe sich ebenso wie die Erwartungen weiter verbessert, erklärten die Ifo-Experten.

Das verbesserte Wirtschaftsklima wird vor allem von positiveren Einschätzungen der Wirtschaftsexperten in Frankreich und Italien getragen. Als wachstumstreibend werden vor allem eine gestiegene Investitionstätigkeit und ein vermehrter privater Konsum genannt. Ebenso rechnen die Wirtschaftsexperten des Euroraumes mit einer Zunahme des Außenhandels.

AMERIKA

US-Notenbanker plädieren für behutsame Anhebung der Zinsen

In der US-Notenbank Fed sehen viele Währungshüter derzeit keinen Grund, bei den Zinserhöhungen zu aggressiv vorzugehen. Robert Kaplan, Fed-Chef aus Dallas, hält es für besser, die geldpolitischen Maßnahmen behutsam anzupassen. Der boomende Arbeitsmarkt hat im Jänner Spekulationen über eine stärkere Zinsanhebung angeheizt. Fed-Kollege James Bullard aus St. Louis erwartet trotz der ausgezeichneten Arbeitsmarktlage weiter eine gedämpfte Inflation. Die Notenbank befürchtet, dass bei rasch ansteigenden Löhnen die Inflationsrate über das angepeilte Ziel der Fed hinausschießen könnte. Von den Experten wird erwartet, dass der neue Fed-Chef Jerome Powell den Leitzins im März anheben wird.

ASIEN

Chinas Exportunternehmen starten unerwartet stark ins neue Jahr

Die Ausfuhren aus China haben im Jänner unerwartet deutlich zugelegt. auf Jahressicht nahmen die Exporte im Jänner um 11,1% auf 200,52 Milliarden US-Dollar zu. Das berichtete das Pekinger Statistikbüro am Donnerstag. Noch deutlicher gingen die Importe nach oben, sie legten im selben Zeitraum um 36,9% auf 180,18 Milliarden US-Dollar zu. Als Gefahr für den chinesischen Außenhandel sehen Experten allerdings den derzeitigen Handelskonflikt mit den USA. Das US-Handelsbilanzdefizit mit China hat sich im letzten Jahr um 9,0% auf knapp 278 Milliarden US-Dollar vergrößert. Die Vereinigten Staaten führen damit weit mehr Waren aus China ein als sie dorthin exportieren.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE: KARTELLWÄCHTER PRÜFEN SHAZAM-ÜBERNAHME

Die Übernahme des Musikerkennungsdienstes dürfte sich wohl etwas verzögern. Das EU-Kartellamt kündigte am Dienstag eine eingehende Prüfung der Transaktion an, um eine Beeinträchtigung des Wettbewerbs im europäischen Wirtschaftsraum auszuschließen.

Mitte Dezember kündigte Apple den Deal an. Shazam identifiziert Musiktitel durch „Zuhören“, nur wenige Sekunden reichen dazu. Kolportierte 400 Millionen US-Dollar legt Apple dafür auf den Tisch. Ziel ist es, das hauseigene Angebot Apple-Music zu stärken. Dieses blieb zuletzt noch etwas hinter den Erwartungen zurück. 27 Millionen Abonnenten zählt man derzeit. Im Vergleich dazu zählt der Hauptkonkurrent Spotify etwa 60 Millionen Nutzer weltweit.

RIO TINTO: SATTE GEWINNE 2017

Der Bergbauriese profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr von gestiegenen Rohstoffpreisen. Rio Tinto konnte den um Sondereffekte bereinigten Gewinn um satte 70% im Vergleich zum Vorjahr auf 8,63 Milliarden US-Dollar steigern. Der Umsatz lag bei rund 40 Milliarden US-Dollar und konnte damit ebenfalls leicht gesteigert werden. Erfreulich entwickelte sich auch der Schuldenstand des Unternehmens. Die Nettoverschuldung ging um 60% auf 3,85 Milliarden US-Dollar zurück.

Auch die Aktionäre profitieren von dem guten Ergebnis: Die Dividende wird von 1,80 US-Dollar auf 2,90 US-Dollar pro Anteilsschein erhöht. Auch ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von einer Milliarde US-Dollar wurde angekündigt. Dieses soll noch 2018 abgeschlossen werden.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

US-REPRÄSENTANTENHAUS VERABSCHIEDET EINE ÜBERGANGSLÖSUNG FÜR DEN NÄCHSTEN HAUSHALT

Am Dienstagabend wurde vom amerikanischen Repräsentantenhaus die fünfte Übergangslösung verabschiedet, die die Finanzierung der Regierung noch bis 23. März sicherstellen würde. Insgesamt waren 245 Abgeordnete dafür, 182 dagegen. Bis heute Abend muss nun auch noch der Senat dem Gesetzesentwurf zustimmen, sonst geht der Regierung das Geld aus.

Der neue Entwurf sieht auch eine Anhebung des Verteidigungsbudgets für die nächsten acht Monate vor. Kommt es zu Änderungen von Seiten des Senats, muss das Repräsentantenhaus abermals über die angepasste Version abstimmen. Der Streit um ein Anheben der Schuldengrenze ist bereits länger im Gang. Am Dienstag klangen aber auch von Seiten des Senats Hinweise durch, dass es womöglich bald zu einer Einigung kommen wird.

Erst im Jänner war es zu einem so genannten „Shutdown“ gekommen, nachdem sich Republikaner und Demokraten nicht auf eine Übergangsfinanzierung einigen konnten. Teile der Regierung und Verwaltung waren zwischenzeitlich stillgestanden.

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