Die Verschuldung der chinesischen Wirtschaft nimmt in den nächsten Jahren zu

09.02.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Exporteure erzielten Rekordumsätze im Jahr 2017

Die deutschen Exportunternehmen können auf ein gutes Jahr 2017 zurückblicken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag berichtete, wurden im letzten Jahr Waren im Wert von 1.279,4 Milliarden Euro exportiert. Bei den Importen belief sich die Summe auf 1.034,6 Milliarden Euro. Somit konnten die Exporte um 6,3% und die Importe um 8,3% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Die Exportzuwächse wurden im letzten Jahr auf breiter Basis erwirtschaftet, die Ausfuhren in EU-Länder und in so genannte Drittstaaten konnten jeweils um 6,3% zulegen. Am deutlichsten war der Zuwachs beim Exportgeschäft mit den Nachbarländern aus der Eurozone, hier wurde ein Jahresplus von 7,0% erzielt.

AMERIKA

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA gehen spürbar zurück

In der Vorwoche sind in den USA deutlich weniger Anträge auf eine Arbeitslosenunterstützung gestellt worden als erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, ist die Anzahl der Anträge im Vergleich zur Vorwoche um 9.000 auf 221.000 neue Ansuchen zurückgegangen. Von den Volkswirten wurde dagegen ein Stand von 231.000 Anträgen erwartet.

Der etwas aussagekräftigere Vierwochendurchschnitt ging gegenüber der Vorwoche um 10.000 auf 224.500 zurück. Insgesamt haben in der Woche zum 27. Jänner 1,923 Millionen Personen in den USA eine Arbeitslosenunterstützung erhalten.

ASIEN

Ausgaben für Dienstleistungen in Japan gehen zurück

Die Ausgaben für Dienstleistungen in Japan sind im letzten Monat entgegen den Erwartungen zurückgegangen. Der Tertiary Industry Index, der die Veränderungen auf dem Dienstleistungssektor misst, ist um 0,2% gefallen. Das geht aus einem Bericht des Ministry of Economy, Trade and Industry (METI) hervor. Von den Analysten wurde dagegen ein leichter Anstieg um 0,2% erwartet. Der Index gilt als wichtiger Indikator für die wirtschaftlichen Aktivitäten im Inland. Auf die japanische Währung hat er allerdings wenig Auswirkungen, da die japanische Wirtschaft sehr exportorientiert ist.

UNTERNEHMENS-NEWS

NOVARTIS MIT ZULASSUNGSERFOLG

Der Schweizer Pharmariese hat in den Vereinigten Staaten nun die Zulassung für Cosentyx bei weiteren Indikationen erhalten. Das Medikament wird nun zukünftig auch zur Behandlung von moderater bis schwerer Schuppenflechte an der Kopfhaut verwendet.

Novartis setzt große Hoffnungen in das Produkt. Cosentyx soll die Umsatzeinbußen bei den Blockbuster Medikamenten Glivec und Lecentis eindämmen. Diese waren 2017 für mehr als 10% des Gesamtumsatzes des Pharmakonzerns verantwortlich, Cosentyx für gut 4%. 2019 soll dieser Anteil jedoch schon bei rund 7% liegen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

DIE VERSCHULDUNG DER CHINESISCHEN WIRTSCHAFT NIMMT IN DEN NÄCHSTEN JAHREN ZU

Das renommierte britische Finanzunternehmen Dealogic veröffentlichte Mitte dieser Woche, die neuesten Zahlen zum chinesischen Anleihevolumen. Laut der Studie werden im heurigen Jahr China Bonds mit einem Gesamtvolumen von über 400 Milliarden Dollar fällig. Dieser Betrag umfasst Anleihen von staatlichen und privatwirtschaftlichen Unternehmen sowie von der Volksrepublik China selbst aber auch von offshore emittierten chinesischen Firmen.

Die Analysten von Dealogic sehen das fällige Bondvolumen in den kommenden zwei Jahren auf 619 Milliarden Dollar und im Jahr 2020 sogar noch auf 664 Milliarden Dollar weiter steigen. Der Hauptgrund für die Trendverstärkung sind die Emissionen aus dem Jahr 2015. Vor drei Jahren wurden relativ kurzlaufende Anleihen ausgegeben, an deren viele staatliche Unternehmen überproportional beteiligt waren.

Chinesische Banken gehen nun davon aus, dass die kurzfristigen Fälligkeiten aufgrund von Umschuldungen gewählt wurden. Zwar gehen die notleidenden Kredite im aktuellen Jahr zurück, trotzdem dürfte es in den kommenden Monaten zu höheren Zinsen kommen. Diese Entwicklung könnte in den nächsten zwei Jahren zu einer Zunahme der Insolvenzen führen. Insgesamt wurden seit drei Jahren 89 teils halbstaatliche Bondemissionen liquidiert. Die Pekinger Zentralregierung verlautbarte in einem Statement, dass das fällige Anleihevolumen sehr genau beobachtet würde.

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