Brexit Übergangsfrist wird von London beeinsprucht

12.02.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Frankreichs Industrie ist zum Jahresende in Schwung gekommen

Die französischen Industriebetriebe haben zum Jahresende ihre Produktion deutlicher als erwartet hochgefahren. Wie das Statistikamt Insee am Freitag mitteilte, konnte der Produktionsausstoß gegenüber dem Vormonat um 0,5% gesteigert werden. Die Erwartungen der Volkswirte lagen mit plus 0,1% deutlich darunter. Zudem fiel das Produktionsminus aus dem November geringer aus. Es wurde nachträglich von 0,5% auf 0,3% berichtigt. Auch auf Jahressicht fiel das Produktionswachstum im Dezember mit einem Plus von 4,5% besser aus als erwartet.

AMERIKA

Überraschender Abbau von Arbeitsplätzen in Kanada

Die Wirtschaftsbetriebe in Kanada haben im Jänner unerwartet viele Jobs abgebaut. Laut einer Mitteilung von Statistics Canada ist die Zahl der Beschäftigten um 88.000 zurückgegangen. Von den Volkswirten wurde dagegen ein Anstieg der Beschäftigungszahlen um 10.000 neue Jobs erwartet. Auch die Arbeitslosenquote ging im Jänner auf 5,9% leicht nach oben. Noch im Vormonat erreichte die Arbeitslosenquote mit 5,8% ein Zehnjahrestief.

ASIEN

Verbraucherpreise in China steigen langsamer

Die Preisteuerung in China hat sich im Jänner verlangsamt. Der Bericht des nationalen Statistikamtes vom Freitag weist einen Anstieg der Verbraucherpreise im Jahresvergleich von 1,5% aus. Dieser Wert wurde auch von den Analysten erwartet. Im Dezember hatte die Teuerungsrate noch 1,8% betragen. Das Plus bei den Erzeugerpreisen fiel mit 4,3% nach 4,9% im Vormonat ebenfalls etwas geringer aus. Die Zielmarke für die Teuerungsrate dürfte nach internen Angaben der chinesischen Regierung bei etwa 3,0% liegen.

UNTERNEHMENS-NEWS

L’OREAL WILL EIGENE AKTIEN VON NESTLÉ

Der Schweizer Nahrungsmittelriese ist im Besitz von rund 23% des weltgrößten Herstellers von Kosmetikprodukten. Zuletzt drängte der aktivistische Investor Daniel Loeb, der mit seinem Fonds Third Point LLC derzeit rund 1,30% an dem Schweizer Unternehmen hält, auf einen Verkauf dieser.

L’Oreal verlautbarte nun, dass man an einem Rückkauf dieses Aktienpakets interessiert sei und auch genügend Mittel dafür habe. Die Beteiligung hat derzeit einen Wert von rund 22 Milliarden Euro. Nestlé wollte sich dazu noch nicht offiziell äußern. Aber noch im Herbst bezeichnete CEO Mark Schneider die Beteiligung als lukrativ.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

BREXIT ÜBERGANGSFRIST WIRD VON LONDON BEEINSPRUCHT

Der EU-Chefverhandler Michel Barnier sprach am Freitag über den aktuellen Verhandlungsstand bei den Austrittsverhandlungen. Während beim Thema Finanzen beide Parteien übereinstimmen, gab es Meinungsverschiedenheiten bei den Rechten von EU-Bürgern und der Dauer der Übergangsfrist.

Die britische Regierung reklamierte ein Einspruchsrecht während der Übergangsphase ein. Während die Europäische Union zwischen März 2019 bis 31. Dezember 2020 weiterhin von einem geltenden EU-Recht ausgeht, will Großbritannien den Europäischen Gerichtshof in Streitfragen nicht akzeptieren. Außerdem sollen die Rechte von EU-Bürgern über das Jahr 2020 nicht mehr weiter verlängert werden.

Michel Barnier sieht die Forderungen Großbritanniens als inakzeptabel an. Die geltenden Bestimmungen müssten auch nach einer Frist bestehen bleiben. Trotz der aktuellen Differenzen zeigte sich der EU-Chefverhandler positiv, den Austrittsvertrag rechtzeitig zu ratifizieren.

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