OeNB: Österreichs Wirtschaftsaufschwung setzt sich im ersten Halbjahr fort

13.02.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

EU kündigt genaue Prüfung der deutschen PKW-Bauer auf Kartellabsprachen an

Von der EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager wurde eine genaue Prüfung der Absprachen unter den deutschen Automobilbauern VW, Daimler, BMW, Audi und Porsche angekündigt. Damit sollen Kartellbildungen, die über das erlaubte Maß bei Forschung und Entwicklung hinausgehen, unterbunden werden.

Vestager hält die Autoindustrie besonders anfällig für Kartellabsprachen, da die Produkte sehr ähnlich sind und bei der Qualität nur schwer zu unterscheiden seien. Deshalb sei in dieser Branche die Versuchung groß, sich durch Absprachen den Markt oder Aufträge untereinander aufzuteilen.

AMERIKA

OPEC hebt Prognosen für Ölangebot wegen US-Schieferölproduktion nach oben an

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hat ihre Prognose für das globale Ölangebot in diesem Jahr nach oben revidiert. Als Grund dafür wird die stark gestiegene Schieferölproduktion in den USA angegeben. In ihrem aktuellen Monatsbericht geht die OPEC von einer Zunahme der täglichen Produktionsmengen außerhalb der OPEC um 1,4 Millionen Barrel aus. Mit etwa 1,3 Millionen Barrel soll damit der größte Teil aus den USA kommen.

ASIEN

Chinesische Banken steigern Kreditvergaben auf Rekordniveau

Zu Jahresbeginn haben die chinesischen Banken eine Rekordsumme an neuen Krediten vergeben. Wie aus offiziellen Daten vom Montag hervorgeht, wurden insgesamt 2,9 Billionen Yuan (373,9 Milliarden Euro) verliehen. Diese Summe liegt deutlich über den Erwartungen der Experten, diese hatten nur mit etwa 2,0 Billionen Yuan gerechnet.

Die erhöhte Nachfrage kam sowohl von den Unternehmen als auch von Verbrauchern, die boomende Weltwirtschaft befeuerte besonders die Investitionstätigkeit in der Volksrepublik. Von der Bankenaufsicht wurden allerdings strenge Kontrollen angekündigt, es sollen gegebenenfalls auch Strafen für Vergehen beim Verkauf von faulen Krediten oder bei Immobilienkrediten verhängt werden.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE IST DER WELTGRÖSSTE UHRENHERSTELLER

Der Techriese aus dem Silicon-Valley dürfte laut Schätzungen der Markforscher Canalys im Weihnachtsquartal acht Millionen Stück seiner Apple Watch verkauft haben. Damit hätten sie mehr abgesetzt als die großen Schweizer Uhrenhersteller zusammen.

Anfangs wurde die Apple Watch von vielen als Flop gesehen. Doch der Bereich Wearables in den neben der Uhr auch beispielsweise die Kopfhörer fallen, ist in der Zwischenzeit eines der wachstumsstärksten Geschäftsfelder von Apple. Doch damit nicht genug. Zukünftig will man die Brille digitalisieren. Aber auch Schuhe und Bekleidung sollen smart gemacht werden. Darauf deutet eine ganze Reihe von Patentanmeldungen hin.

BASF MÖGLICHERWEISE OPFER VON BETRUG

Dem deutschen Chemiekonzern dürfte durch „unrechtmäßige Abrechnungen“ von externen Unternehmen ein Millionenschaden entstanden sein. Medienberichten zufolge wurde dem Konzern über Jahre hinweg der Einsatz von Arbeitskräften in Rechnung gestellt, ohne eine Leistung dieser. Betroffen ist der BASF-Standort Ludwigshafen.

Ins Rollen geriet der Stein aufgrund von internen Untersuchungen. Dabei kam der Verdacht auf, dass auch unternehmenseigene Mitarbeiter verwickelt sind. Die Staatsanwaltschaft in Kaiserlautern hat bereits Ermittlungen aufgenommen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

OENB: ÖSTERREICHS WIRTSCHAFTSAUFSCHWUNG SETZT SICH IM ERSTEN HALBJAHR FORT

Gemäß Meldung der Österreichischen Notenbank (OeNB) wird sich Österreichs Wirtschaftsaufschwung im ersten Halbjahr weiter fortsetzen. Getragen wird der Aufschwung laut OeNB von Inlands- und Auslandnachfrage gleichermaßen.

Für das erste Quartal erwartet die OeNB ein Wirtschaftswachstum von 0,8% zum Vorquartal und korrigiert damit ihre letzte Prognose um 0,1% nach oben. Und auch für das Sommerquartal wird mit einem Anstieg in Höhe von 0,8% des Bruttoinlandsprodukts gerechnet. Wie aus der gestrigen Pressemitteilung der OeNB hervorgeht, erwartet sich diese für heuer damit ein ähnlich starkes Wachstum wie vergangenes Jahr. Aus der Mitteilung geht ebenso hervor, dass die Wirtschaft 2017 zum ersten Mal seit der Hochkonjunkturphase vor der globalen Wirtschaftskrise arbeitsvereinigt um 3% gewachsen ist.

Positiv auswirken würden sich dabei sowohl die In- wie auch Auslandsnachfrage. Letztere profitiert einerseits von der guten internationalen Konjunktur wie auch der hohen Wettbewerbsfähigkeit von Gütern und Dienstleistungen. Die Erholung im Euroraum und starke Nachfrage auf Osteuropa wirken sich dabei positiv aus. Die Inlandsnachfrage ist auf ein starkes Beschäftigungswachstum sowie steigende Löhne zurückzuführen, die die Konsumausgaben der privaten Haushalte in Folge in die Höhe treiben.

Erfreulich ist auch, dass Unternehmen mehr in ihre Produktionskapazitäten investieren. Des Weiteren lasse die hohe Zahl an offenen Stellen auf eine weitere Verbesserung am Arbeitsmarkt hoffen. Der Ausblick für das erste Halbjahr ist damit gut. Einen klaren Wendepunkt sieht die OeNB aber noch nicht, dafür müsste sich auch der ifo-Index, ein Indikator für das Geschäftsklima, noch weiter verbessern.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück