US-Regierung stellt Infrastrukturpaket vor

14.02.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Verbraucherpreise in Großbritannien bleiben weiter auf hohem Niveau

Die Inflation in Großbritannien bleibt auch im neuen Jahr hoch, das geht aus einem Bericht des Statistikamtes ONS vom Dienstag hervor. Die Verbraucherpreise legten im Jänner auf Jahressicht um 3,0% zu. Von den Experten wurde hingegen eine leichte Abschwächung der Teuerung erwartet. Da die Löhne mit den Preissteigerungen nicht Schritt halten, wirkt sich die Inflation negativ auf die Kaufkraft der Briten aus. Von der Bank of England (BoE) wird diese Entwicklung aufmerksam verfolgt. Sie strebt eine Teuerungsrate von höchstens 2,0% an.

AMERIKA

USA erwägen Pläne für höhere Besteuerung ausländischer Importe

Im Rahmen eines Treffens mit Kongresspolitikern beider Lager am Dienstag soll auch über die von US-Präsident Trump angeregten „wechselseitigen Steuern“ gesprochen werden. Diese sollen auf Importgüter aus Ländern verhängt werden, die ihrerseits Zölle auf amerikanische Waren einheben. Dadurch könnte es zu Verteuerungen und Umsatzrückgängen von Waren aus Deutschland und anderen ausländischen Unternehmen kommen. Genauere Details zu diesen Steuern gibt es aber noch nicht. Bereits in seinem Wahlkampf hatte US-Präsident Trump immer wieder über unfaire Handelspraktiken einzelner Länder geklagt und Handelsabkommen in Frage gestellt. Von Kritikern wird ihm deshalb Protektionismus vorgeworfen, einige warnen sogar vor einem Handelskrieg mit Ländern wie etwa China.

ASIEN

Japans Wirtschaft setzt Wachstumskurs fort

Die Wirtschaft in Japan ist das achte Quartal in Folge gewachsen. Wie aus Regierungsdaten, die am Mittwoch veröffentlicht wurden hervorgeht, hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Zeitraum von Oktober bis Dezember aufs Jahr hochgerechnet um 0,5 % zugelegt. Dieser Wert liegt allerdings unter den Erwartungen der Analysten, sie hatten mit einem Plus von 0,9% gerechnet. Deutliche Steigerungen bei den Investitionen und solide Verbraucherausgaben werden als Wachstumstreiber angeführt. Diese Entwicklung gibt der japanischen Notenbank Hoffnung, ihr angestrebtes Inflationsziel von 2,0% zu erreichen.

UNTERNEHMENS-NEWS

RIO TINTO: S&P HEBT RATING AN

Die Ratingagentur Standard & Poors hob das Kreditrating für den Bergbauriesen von „A-„ auf „A“ an. Ausschlaggebend dafür war vor allem die starke Reduktion der Verschuldung des Konzerns und der starke Wille, sie auch weiterhin niedrig zu halten. In den kommenden zwei Jahren dürfte die Nettoverschuldung bei Rio Tinto zwischen sieben und neun Milliarden US-Dollar liegen. Dies basiert auf der Annahme, dass der Eisenerzpreis 2018 durchschnittlich 55 US-Dollar pro Tonne beträgt und 2019 bei 50 US-Dollar liegt. Eisenerz ist derzeit für rund 45% des Gesamtumsatzes verantwortlich und somit auch für den Erfolg.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

US-REGIERUNG STELLT INFRASTRUKTURPAKET VOR

Anfang dieser Woche stellt die US-Regierung die neuesten Pläne zur Modernisierung der maroden Infrastruktur vor. In den nächsten zehn Jahren sollen rund 1,5 Billionen Dollar in Straßen, Brücken, Tunneln, Bahnlinien, Stromnetze, Flughäfen und Dämme investiert werden. Während die Bundesregierung lediglich bis zu 200 Milliarden Dollar investieren möchte, soll der Löwenanteil von den einzelnen Bundesstaaten, Gemeinden und dem Privatsektor aufgebracht werden. Das ambitionierte Vorhaben soll nächste Woche im US-Kongress diskutiert und spezifiziert werden.

Die American Society of Civil Engineers, ein Verband von Ingenieuren, begrüßte ausdrücklich den Plan. Derzeit gäbe es laut den Experten rund 54.000 Brückenbauwerke, die als erheblich sanierungsbedürftig gelten. Neben der Eisenbahn und den Straßenbauten sind aber auch noch genügend morsche Strommasten und veraltete Wasserleitungen vorhanden, die vielerorts das Trinkwasser mit Schadstoffen belasten. Der neue Modernisierungsplan umfasst laut den Ingenieuren aber leider nur ein Drittel der wirklichen Sanierungskosten. Bis in das Jahr 2025 müssten die US-Behörden bis zu 4,6 Billionen Dollar ausgeben, um den jahrzehntelangen Investitionsstau aufzulösen.

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