EU will Brexit-Verhandlungen beschleunigen

01.03.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Strenger Winter hat keine negativen Auswirkungen auf deutschen Arbeitsmarkt

Trotz des bitterkalten Winters zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt weiter in ausgezeichneter Verfassung. Die Zahl der Arbeitssuchenden lag im Februar bei 2,546 Millionen. Das bedeutet einen Rückgang zum Vorjahresmonat um 261.000 und zum Vormonat um 22.000. Normalerweise fallen die Arbeitsmarktdaten im Winter recht verhalten aus, da einige Branchen witterungsbedingt weniger Personal nachfragen.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hält die derzeitige Kälteperiode aber für zu kurz, um sich auf den Arbeitsmarkt auszuwirken. BA-Chef Detlef Scheele meint, dass die gute Konjunktur die Arbeitslosenzahlen im Jahresverlauf weiter nach unten drücken dürfte. Gesucht werden derzeit vor allem Fachkräfte im Bereich von Verkehr und Logistik, ebenso für technische Berufe und den Verkauf. Zu Engpässen kommt es teilweise schon bei den Handwerksbetrieben, hier wird händeringend nach Fachpersonal gesucht.

AMERIKA

US-Wirtschaft ist im letzten Quartal 2017 etwas weniger gewachsen

Zum Jahresende hat die US-Wirtschaft geringfügig an Schwung eingebüßt. Wie das Handelsministerium am Mittwoch berichtete, lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet 2,5 % höher als im Vorquartal. Im zweiten und im dritten Quartal lag das annualisierte Wachstum noch über der 3,0% Marke. Einige Analysten gehen davon aus, dass sich das Wachstum in den ersten Monaten des neuen Jahres etwas abschwächen wird.

ASIEN

Stimmung in kleinen und privaten Betrieben in China steigt überraschend an

Die Stimmungslage in den Führungsetagen von Chinas kleinen und privaten Firmen hat sich im Februar weiter aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex des Wirtschaftsmagazins „Caixin“ legte im Februar auf 51,6 Punkte zu. Im Jänner lag der wichtige Frühindikator bei 51,5 Zählern. Damit liegt der Stimmungsindex besser als der am Mittwoch veröffentlichte Indikator für die großen und staatsnahen Betriebe. Eine Zunahme bei den Neuaufträgen zeige eine stabile Nachfrage bei den Privatunternehmern, berichtete dazu Caixin-Ökonom Zhong Zhengsheng.

UNTERNEHMENS-NEWS

ANHEUSER-BUSCH BRINGT BIO-BIER AUF DEN MARKT

Der Biergigant folgt dem Trend zu biologischen Lebensmitteln und Getränken und bringt in den Vereinigten Staaten das Bio-Bier Michelob Ultra Pure Gold auf den Markt. Dieses wird aus biologisch angebautem Getreide gebraut. Anheuser-Busch erhofft sich dadurch auch wieder Kunden anzusprechen, die sich zuletzt von den großen Bierbrauern abgewandt haben. Die Marke Michelob wurde ursprünglich für gesundheitsbewusste Konsumenten ins Leben gerufen und ist kalorienarmer. Das Bio-Bier ist nun eine Weiterentwicklung dieser Produktlinie.

STEIGT E.ON BEI INNOGY EIN?

Zuletzt kursierten Medienberichte, denen zufolge der deutsche Energieriese Interesse an Teilen von Innogy zeigt. Innogy ist ein Tochterunternehmen der RWE und umfasst das Ökostrom- und Netzgeschäft. Den Berichten zufolge dürfe auch die Investmentbank Macquarie ein weiterer Interessent sein. Einer Sprecherin von Innogy zufolge steht jedoch kein Verkauf im Raum.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

EU WILL BREXIT-VERHANDLUNGEN BESCHLEUNIGEN

Am Mittwoch legte der EU-Chefverhandler Michel Barnier den neuesten Entwurf für das britisch-europäische Austrittsabkommen vor. Der Text mit den 168 Artikeln soll als Grundlage für die weiteren Gespräche mit Großbritannien dienen, die bereits nächste Woche mit der Londoner Regierung weitergeführt werden sollen. Der EU-Chefverhandler drängt bereits seit Wochen auf die raschere Umsetzung der Vereinbarungen, da Großbritannien bereits in 13 Monaten kein EU-Mitglied mehr ist. Die Zeit drängt vor allem deswegen, da das derzeit halbfertige Abkommen noch von den EU-Staaten, dem britischen Parlament und den EU-Institutionen ratifiziert werden muss.

Während bei den finanziellen Verpflichtungen größtenteils Einigkeit herrscht, bleiben die dringlichsten Probleme weiterhin bestehen. Die Behandlung der EU-Bürger während des Übergangszeitraums in Großbritannien, die Zuständigkeit des Europäischen Gerichtshofs und die offene Frage der Grenze zwischen Irland und Nordirland konnte bis jetzt nicht zur Zufriedenheit beider Seiten geklärt werden.

SALZBURG ÜBERHOLT WIEN ALS REICHSTE REGION ÖSTERREICHS

Wie aus den neuesten Daten des EU-Statistikamts Eurostat vom Mittwoch hervorgeht, lag Salzburg 2016 auf Rang 17 der 276 Regionen in der EU, dahinter folgte die Bundeshauptstadt an 18. Stelle. 2015 war Wien noch an 16. Stelle gelegen und Salzburg auf Rang 18.

Reichste Region in der EU blieb wie im Vorjahr die westliche Innere City von London mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf, das 580% des regionalen EU-Durchschnitts ausmachte. Ärmste Region ist Severozapaden in Bulgarien mit einem BIP pro Einwohner von nur 29% des EU-Schnitts. In Salzburg stellte die Wirtschaftsleistung pro Kopf 2016 154% des europäischen Durchschnitts, in Wien 153% dar. Die zweitreichste Region in der EU ist Luxemburg (257% des EU-Durchschnitts), gefolgt von „Southern and Eastern“ in Irland (217%) und der Hauptstadtregion Brüssel und Hamburg (jeweils 200%).

Klar vor Wien liegen mittlerweile Bratislava (184%) und Prag (182%) auf den Rängen sechs und sieben im EU-Vergleich der Regionen. Zu den zehn ärmsten Gegenden Europas zählen dagegen fünf bulgarische, zwei rumänische und zwei ungarische Regionen sowie das französische Überseegebiet Mayotte. Innerhalb von Österreich folgen nach Salzburg und Wien die Bundesländer Vorarlberg (141%), Tirol (138%), Oberösterreich (129%), Steiermark (113%), Kärnten (108%) und Niederösterreich (104%). Das Burgenland liegt mit 88% als einziges Bundesland unter dem EU-Durchschnitt.

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