Deutsche Exporte nach Russland legen wieder zu

02.03.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Lieferengpässe belasten Wachstum der deutschen Industrie

Mit dem starken Wachstum der deutschen Industrie können manche Lieferanten offenbar nicht Schritt halten. So hat sich das Wachstum der Industriebetriebe im Februar etwas verlangsamt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Industrie sank auf 60,6 Punkte von 61,1 im Vormonat, wie das IHS Markit Institut am Donnerstag berichtete.

Unterbrochene Lieferketten stellen dabei für manche Industriebetriebe bereits ein großes Problem dar. Das enorme Wachstum scheint hier an seine Grenzen zu stoßen, meint dazu IHS-Markit-Ökonom Phil Smith. Er erwartet ein leichtes Abschwächen des Wachstums von den Rekordwerten zum Jahresende 2017.

AMERIKA

US-Industrie zeigt sich in bester Stimmung

Die Stimmung in den amerikanischen Industriebetrieben hat sich im Februar entgegen den Erwartungen deutlich weiter aufgehellt. Nach Angaben des Institute for Supply Management (ISM) stieg der entsprechende Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf 60,8 Punkte. Die Ökonomen rechneten dagegen mit einem Rückgang auf 58,5 Zähler.

Damit liegt der Stimmungsindex deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Er gilt als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftlichen Aktivitäten in den USA. Die US-Industrie befindet sich derzeit in einer der stärksten Wachstumsphasen seit drei Jahren, die deutlichsten Impulse kommen vom kräftigen Anstieg bei den Auftragseingängen.

ASIEN

Arbeitslosenquote in Japan geht deutlich zurück

Wie das Statistikamt am Freitag berichtete, hat sich der Arbeitsmarkt in Japan weiter erholt. Die Arbeitslosenquote ist im Februar auf saisonal angepasste 2,4% gefallen. Im Vormonat lag sie noch bei 2,8%. Von den Analysten wurde lediglich ein Rückgang auf 2,7% erwartet.

UNTERNEHMENS-NEWS

ANHEUSER-BUSCH MIT STARKEM SCHLUSSQUARTAL

Beim Bierbrauer sprudeln die Gewinne. Der Betriebsgewinn konnte im vierten Quartal um satte 21% auf 6,19 Milliarden US-Dollar zulegen. Auch der Umsatz kletterte nach oben. Anheuser-Busch profitierte vor allem von Kosteneinsparungen im Zuge der milliardenschweren Übernahme von SABMiller. Aber auch im zweitstärksten Absatzmarkt des Konzerns, Brasilien, lief es nach zuletzt schwachen Geschäften wieder rund. Im US-Geschäft hat man hingegen weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen. Dort ging der Absatz zuletzt zurück.

Man zeigt sich bei Anheuser-Busch mit den Entwicklungen sehr zufrieden und auch die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Für das laufende Geschäftsjahr geht man von einer weiteren positiven Entwicklung aus und rechnet mit einem deutlichen Gewinnanstieg. Diese Nachrichten wurden von den Märkten positiv aufgenommen und die Aktie handelte deutlich im Plus.

MICROSOFT UND XIAOMI SCHLIESSEN PARTNERSCHAFT

Der Softwareriese und der chinesische Smartphone-Hersteller wollen zukünftig im Bereich der Künstlichen Intelligenz zusammenarbeiten. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde bereits unterzeichnet. Im Vordergrund steht dabei die Integration des Microsoft Programms Cortana in den intelligenten Lautsprecher der Chinesen. Cortana ist eine digitale Assistentin und ähnelt Apples Siri und Amazons Alexa.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

DEUTSCHE EXPORTE NACH RUSSLAND LEGEN WIEDER ZU

Der Vorstand der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, Matthias Schepp, zeigte sich über die Entwicklung der deutschen Exporte erfreut. Trotz der internationalen Sanktionen gegen Moskau kam es bereits 2017 wieder zu überdurchschnittlichen Zuwächsen bei den Ausfuhren. Insgesamt legten deutsche Exporte im letzten Jahr um knapp 20% zu.

Die 141 deutschen Unternehmen, die von der Auslandshandelskammer betreut und derzeit in Russland aktiv sind, zeigten sich über das aktuelle Wirtschaftsklima erfreut. Demnach konnten 60% der Firmen ihren Umsatz im vergangenen Jahr steigern. Für das Jahr 2018 gehen rund 36% der Befragten von einer Steigerung der Ausfuhren aus.

Aufgrund der positiven Zahlen, forderte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Wolfgang Büchele, einmal mehr die Beendigung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Sowohl Moskau als auch der Westen seien gefordert, sich endlich auf eine gesichtswahrende Lösung zu einigen.

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