Italiens Parlamentswahl bringt keine klare Mehrheit

06.03.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Maschinenbauunternehmen melden volle Auftragsbücher

Die deutschen Maschinenbau-und Anlagebetriebe haben im Jänner ihren Auftragseingang deutlich gesteigert und damit einen starken Start ins neue Jahr hingelegt. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte, konnten die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,0% gesteigert werden. Sowohl die Inlands- als auch die Auslandsorders legten im selben Ausmaß zu.

Für den Dreimonatszeitraum von November 2017 bis Jänner 2018 erhöhte sich der Auftragseingang um 12,0%. Auf Länderbasis betrug der Orderzuwachs aus Euro-Partnerländern 9,0%, aus Nicht-Euro-Ländern kamen um 11,0% mehr Bestellungen. Die Maschinenbaubranche ist mit aktuell 1,4 Million Beschäftigten im Inland und einem Umsatz von 224 Milliarden Euro (2017) der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland.

AMERIKA

US-Präsident Trump bietet Mexiko und Kanada Ausnahme bei Schutzzöllen an

Der amerikanische Präsident hat am Montag per Twitter angedeutet, dass Mexiko und Kanada von den geplanten Schutzzöllen ausgenommen werden könnten. Dazu sei es aber erforderlich, dass beide Länder ein neues Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten unterzeichnen, meinte Trump. Wenn ein neues und faires Nafta-Abkommen zustande komme, werde er von den geplanten Zöllen auf Stahl und Aluminium absehen. Das derzeitige Handelsabkommen wurde ja von Trump aufgekündigt, da es seiner Meinung nach zum Abzug von Unternehmen und Verlusten von Arbeitsplätzen in den USA geführt hat.

ASIEN

China erwartet geringeres Wachstum in diesem Jahr

China will sich in diesem Jahr mit einem geringeren Wachstum zufriedengeben. Das geht aus dem Rechenschaftsbericht von Ministerpräsident Li Keqiang zum Auftakt des Volkskongresses in Peking hervor. Nach einem Plus von 6,9% im Vorjahr, soll die chinesische Wirtschaft in diesem Jahr um etwa 6,5% wachsen. Als Grund für die geringeren Wachstumsziele nannte Li Kequiang die Absicht, die hohe Verschuldung abzubauen, sowie die Risiken im Finanzsystem zu minimieren. Zudem soll der chinesische Markt für das verarbeitende Gewerbe komplett geöffnet werden. Besonders die Zugänge zu den Sektoren Telekomminikation, Medizin und Erziehung sollen erleichtert werden.

UNTERNEHMENS-NEWS

SIEMENS: HEALTHINEERS IPO AM 16. MÄRZ

Die Medizintechniksparte des deutschen Industrieriesen gibt am 16. März ihr Börsendebüt. Das teilte der Konzern am Sonntag mit. Doch dürfte der Börsengang nun deutlich kleiner als erwartet ausfallen. Siemens will sich nur von 15% des Geschäftes trennen. Bei einer Preispanne zwischen 26 und 31 Euro pro Anteilsschein ergibt das ein Volumen von maximal 4,65 Milliarden Euro. 150 Millionen Aktien werden angeboten. Der Gesamtwert von Healthineers würde dann bei rund 31 Milliarden Euro liegen. Analysten hatten im Vorfeld an die 40 Milliarden veranschlagt. Somit wird das nicht der größte Börsengang in Deutschland.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ITALIENS PARLAMENTSWAHL BRINGT KEINE KLARE MEHRHEIT

Die italienische Parlamentswahl am Sonntag brachte keinen eindeutige politische Richtungsentscheidung. Dies dürfte nun auch zu einer schwierigen Regierungsbildung in den kommenden Wochen und Monaten führen. Zwar konnte das mitte-rechts-Bündnis der Lega Nord und der Forza Italia mit knapp 37% als Sieger des Urnengangs hervorgehen. Trotzdem blieb man weit hinter dem selbst gesteckten Ziel der absoluten Mehrheit. Die stärkste Einzelpartei wurde die Fünf Sterne-Bewegung von Beppe Grillo, während die aktuell regierende Partito Democratico zum großen Wahlverlierer wurde und bei 20% liegen wird. Dies bedeutet ein historisches Tief für Ex-Premier Matteo Renzi und dem aktuellen italienischen Regierungschef Paolo Gentiloni.

Die Regierungsbildung dürfte sich umso schwieriger gestalten, da die Fünf-Sterne Bewegung jegliche Koalition im Vorfeld bereits ausgeschlossen hatte. Zwar zeigte sich Grillo am Wahlabend bereit, mit allen anderen Kräften zu sprechen, doch darf man bezweifeln, dass genügend Gemeinsamkeiten mit den anderen Parteien gefunden werden. Aber auch bei den konservativen Wahlsiegern dürfte sich ein Richtungsstreit entwickeln. Die Lega unter Matteo Salvini konnte ungeplant die Forza Italia überholen und Salvini dürfte damit den Posten des Regierungschefs beanspruchen.

Haftungsausschluss

Dieser Breakfast Wrap ist eine freie Zusammenstellung von Informationen über allgemeine volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Er ist keine Grundlage für Anlageentscheidungen, etwa den Erwerb von spezifischen Produkten. Dieser Breakfast Wrap stellt in keinem Fall eine Empfehlung oder Meinungsäußerung der Capital Bank hinsichtlich bestimmter Anlageformen oder Anlagestrategien oder deren Angemessenheit dar. Individuelle Anlageentscheidungen setzen vielmehr die vorherige anleger- und objektgerechte Beratung sowie umfassende Risikoaufklärung voraus. Dieser Breakfast Wrap stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Informationen beruhen auf sorgfältig ausgesuchten Quellen; die aus diesen Quellen übernommenen Informationen wurden nicht überprüft. Es wird insbesondere keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität übernommen. Die Auswahl und Aufnahme der Informationen lässt keine Rückschlüsse auf Meinungen und Prognosen seitens der Capital Bank zu. Haftungs- oder Schadenersatzansprüche, welche aus der Nutzung oder Nichtnutzung bzw. aus der Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen resultieren, sind ausgeschlossen.

« zurück