Fed-Bankenaufseher erwägt „deutliche Änderungen“ an Kapitalregeln

07.03.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Gute Wirtschaftslage treibt Jobangebot in Deutschland auf Rekordhoch

Der Wirtschafsboom in Deutschland beschert dem Arbeitsmarkt einen Rekordstand an neuen Arbeitsplätzen. Wie aus einer repräsentativen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht, gab es im letzten Quartal 2017 insgesamt 1,183 Millionen Jobangebote in Deutschland. Das sind um 128.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die stärkste Nachfrage nach neuem Personal kam aus dem verarbeitenden Gewerbe und dem Baubereich, meinte dazu IAB-Experte Alexander Kubis. Damit bieten sich für die Bewerber bessere Arbeitsmarktchancen. Im Gegenzug bedeuten sie aber auch eine größere Herausforderung für die Unternehmen bei der Personalrekrutierung.

AMERIKA

Republikaner sind gegen Trumps Pläne für Strafzölle

Das US-Repräsentantenhaus hat sich gegen die Pläne von Präsident Trump gestellt, Importzölle auf Stahl und Aluminium einzuheben. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, äußerte Bedenken, dass die beabsichtigten Handelsmaßnahmen das Wirtschaftswachstum in den USA bremsen könnten. Gleichzeitig würde man dadurch auch Verbündete bestrafen. Diese Bedenken werden von vielen republikanischen und demokratischen Parlamentariern geteilt.

ASIEN

Japanischer Leitindex fällt zurück

Der japanische Gesamtindustrieindex ist gegenüber dem Vormonat zurückgefallen. Das geht aus einem Bericht des Kabinettbüros in Tokio vom Mittwoch hervor. Er ging von 107,4 Punkten aus dem Vormonat auf 104,8 Zähler zurück. Die Prognosen der Experten lagen bei 106,2 Zählern. Der Gesamtindustrieindex misst die generelle Gesundheit der Wirtschaft in Japan, indem er 12 verschiedene Indikatoren kombiniert, wie zum Beispiel die Anzahl der Maschinenbestellungen und Aktienpreise.

UNTERNEHMENS-NEWS

AMAZON GEHT MIT HILFE VON JP MORGAN UNTER DIE BANKEN

Der Onlineriese wird eine Art von Girokonto für seine Kunden anbieten. Umsetzen will man dieses Unterfangen mit Hilfe von JP Morgan. Ansprechen will man damit vor allem junge Menschen und solche, die selbst noch über kein eigenes Konto verfügen. Ziel ist es, dass zukünftig der Großteil der Einkäufe über das Amazon Girokonto abgewickelt werden. Für JP Morgan ist das eine weitere gute Einkunftsquelle.

NACHFRAGE NACH SIEMENS-HEALTHINEERS AKTIEN GROSS

Die Banken, die mit dem IPO der Medizintechniksparte des Industriekonzerns betraut sind, berichten bereits am ersten Tag der Zeichnungsfrist von einer starken Nachfrage. Es sollen bereits Zeichnungsaufträge für mehr als 130 Millionen Stück vorliegen. Das entspricht einem Ordervolumen von 3,4 Milliarden Euro. Somit wäre auch das Orderbuch bereits beinahe einmal gefüllt.

Die Frist zur Zeichnung der neuen Papiere läuft noch bis zum 16. März. Wünschenswert wäre, wenn das Orderbuch bis dorthin zwei Mal gefüllt wäre. Dann hätten die Banken einen komfortablen Spielraum in der Zuteilung der Aktien.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

FED-BANKENAUFSEHER ERWÄGT „DEUTLICHE ÄNDERUNGEN“ AN KAPITALREGELN

Der vor kurzem eingesetzte Fed-Bankenaufseher Randal Quarles denkt laut über eine umfassende Reform der Kapitalregeln für Banken nach. Die Behörden strebten „wesentliche Änderungen“ an der so genannten Volcker-Regel an, teilte der Vizechef der US-Notenbank Federal Reserve am Dienstag in Washington vor Bankern mit. Das Ziel sei eine Vereinfachung und Optimierung der Vorschriften. Diese sollten die Banken bei ihren Geschäften nicht mehr so stark einschränken.

Rund zehn Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise haben die US-Aufseher mit den Maßnahmen für eine Reform der Volcker-Regel begonnen. Die fünf verantwortlichen Behörden könnten dabei zusammenarbeiten, ergänzte Quarles. Die Vorschriften wurden als Konsequenz aus der Finanzkrise erlassen und verbieten es Banken, mit ihrem eigenen Geld riskante Wetten einzugehen. Damit soll auch das Finanzsystem davor geschützt werden, in einer Krise zusammenzubrechen.

Banken beklagen schon länger, dass sie die Volcker-Regel zu stark behindert. Die Volcker-Regel ist Teil eines Gesetzespakets und wurde nach dem früheren Fed-Chef Paul Volcker benannt. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Bankenregeln zu lockern, um mehr Geld der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen und das Wachstum zu fördern. Die oppositionellen Demokraten und einige Aufseher haben davor gewarnt, diese Auflagen zu stark abzuschwächen.

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