US-Regierung überlegt Ausweitung der Strafzölle für China

08.03.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Eurozonen-BIP wächst kräftig dank Konsum und Exporthandel

Das Wachstum in der Eurozone hat auch im letzten Quartal 2017 deutlich zugelegt. Der Bericht der Statistikbehörde Eurostat vom Mittwoch weist eine Steigerung des Bruttoinlandproduktes (BIP) gegenüber dem Vorquartal von 0,6% aus. Dieser Wert bestätigt auch die Schätzungen der Volkswirte. Auf Jahressicht konnten die Länder der Eurozone ein Wirtschaftswachstum von 2,7% erwirtschaften. Die deutlichsten Wachstumsimpulse kamen vom Außenhandel, dem privaten Konsum und den Investitionstätigkeiten der Mitgliedsstaaten.

AMERIKA

US-Privatwirtschaft stockt Personalstand deutlich auf

Die privaten Unternehmen in den USA haben im letzten Monat mehr Personal als erwartet eingestellt. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) am Mittwoch berichtete, wurden gegenüber dem Vormonat 235.000 neue Stellen geschaffen. Von den Analysten wurde nur ein Plus von 200.000 Jobs erwartet.

Das Jobwachstum könnte durch höhere Staatsausgaben und Steuersenkungen in diesem Jahr noch weiter zunehmen. Der ADP-Bericht umfasst etwas über 400.000 US-Unternehmen aus der Privatwirtschaft mit rund 23 Millionen Beschäftigten und gilt als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der Regierung, der am Freitag vorgelegt wird. Dieser beinhaltet dann auch die Angestellten im Staatsdienst.

ASIEN

Chinas Exporte legen trotz Spannungen in der Handelspolitik deutlich zu

Trotz der angespannten Situation in der Handelspolitik mit den USA konnten die chinesischen Exporteure ihre Umsätze überraschend deutlich steigern. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 44,5% an und damit mehr als dreimal so viel als von den Experten prognostiziert. Die Importe legten dagegen nur um 6,9% zu und damit deutlich weniger als erwartet. Daraus ergibt sich ein Handelsüberschuss von 33,74 Milliarden Dollar.

Damit ist der chinesischen Wirtschaft ein kräftiger Start ins neue Jahr gelungen. China konnte im letzten Jahr ein Wachstumsplus von 6,9% erwirtschaften, nicht zuletzt dank des deutlichen Plus bei den Exportumsätzen. Für das heurige Jahr strebt die Regierung ein Wachstum von 6,5% an.

UNTERNEHMENS-NEWS

COCA COLA BRINGT ALKOHOLISCHES GETRÄNK

Der US-amerikanische Getränkeriese wird erstmals in der rund 130-jährigen Konzerngeschichte ein Getränk mit Alkoholgehalt auf den Markt bringen. In Japan will man eine Art Alkopop anbieten: eine Mischung aus Zuckerwasser mit geringen Mengen hartem Alkohol.

Der Grund für diesen Schritt liegt aber auf der Hand. Coca-Cola kämpft bereits seit einiger Zeit mit einem schwindenden Interesse der Kunden an zuckerhaltigen Getränken. Dem will man unter anderem mit einem verstärkten Angebot von Säften und auch Tees entgegenwirken. Und man ist eben auch auf der Suche nach weiteren Wegen. In Japan ist der Markt mit Alkopops bedeutend. Eine Ausweitung auf den Rest der Welt ist vorerst jedoch nicht geplant.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

US-REGIERUNG ÜBERLEGT AUSWEITUNG DER STRAFZÖLLE FÜR CHINA

Laut Meldungen der Nachrichtenagentur Bloomberg überlegt die US-Regierung derzeit die Ausweitung der amerikanischen Strafzölle gegenüber China. Die aktuellen Einfuhrbeschränkungen würden die chinesischen Stahlexporteure nur in einem sehr geringen Ausmaß treffen.

Als Begründung für die mögliche Ausweitung der Strafzölle könnte die im letzten Jahr eingeleitete Untersuchung des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer dienen. Man wollte herausfinden, ob China eine Wirtschaftspolitik ausübe, die ausländische Unternehmen zwinge, technologisches Wissen für den chinesischen Marktzugang  zu transferieren. Das Endergebnis dieser Untersuchungen soll in den nächsten Wochen erfolgen und als Entscheidung für Strafzölle und mögliche Einschränkungen chinesischer Investitionen in den USA dienen.

Das Hauptaugenmerk möglicher Handelsbeschränkungen legt die US-Regierung derzeit auf die Halbleiterindustrie, die durch den rasanten Aufstieg des chinesischen Technologiekonzerns Huawei erheblich in Bedrängnis gerät. Die US-Firmen sorgen sich um die Technologieführerschaft bei der neuen 5G-Netzwerktechnologie, die zukünftig als Standard in der Autoindustrie und dem Bau von Elektrofahrzeugen gilt.

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