Transpazifisches Freihandelsabkommen wurde ratifiziert

12.03.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutschlands Baubranche schließt das Jahr 2017 mit kräftigen Umsatzsteigerungen ab

Der Immobilienboom in Deutschland hat den deutschen Bauunternehmern im Jahr 2017 bereits das fünfte Jahr in Folge kräftige Umsatzsteigerungen beschert. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete, stiegen die Erlöse um 5,0% gegenüber dem Vorjahr, ebenso legte die Zahl der Beschäftigten um 2,6% zu.

Für das Jahr 2018 wird von den Branchenverbänden ein Umsatzplus von etwa 4,0% auf 117 Milliarden Euro angepeilt. Von den niedrigen Zinsen und der guten Wirtschafslage hat die Baubranche in den letzten Jahren besonders stark profitiert. Weiters suchen viele Anleger mangels Alternativen nach attraktiven Anlagemöglichkeiten auf dem Immobilienmarkt.

AMERIKA

US-Arbeitsmarktbericht meldet für Februar 313.000 neue Jobs

Die amerikanische Regierung hat in ihrem Arbeitsmarktbericht vom Freitag den stärksten Zuwachs bei den neu geschaffenen Jobs seit mehr als eineinhalb Jahren gemeldet. Insgesamt wurden im Februar 313.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Experten hatten lediglich mit 200.000 neuen Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote blieb weiter bei 4,1%.

Die US-Notenbank erwartet, dass sich die für einen Aufschwung noch immer sehr niedrige Inflationsrate im Jahresverlauf der angestrebten Zielmarke von etwa 2,0% annähern wird. Ein nächster Zinsschritt ist deshalb schon im März geplant. Allerdings legten die für die Inflationsentwicklung wichtigen Stundenlöhne im Februar nur um 0,1% gegenüber dem Vormonat zu. Dies dürfte sich dämpfend auf die weitern Anhebungen der Leitzinsen auswirken.

ASIEN

US-Präsident will Australien von geplanten Schutzzöllen ausnehmen

US-Präsident Trump hat nach eigenen Angaben im Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt, dass er Australien von den geplanten Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium ausnehmen möchte. Dazu hat er am Freitag mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull gesprochen. Man sei den beiderseitigen Militär- und Handelsbeziehungen verpflichtet und werde sehr rasch an einem gemeinsamen Sicherheitsabkommen arbeiten.

Trump hatte am Donnerstag im Weißen Haus zwei Proklamationen unterzeichnet, wonach binnen 15 Tagen Zölle in Höhe von 25% auf eingeführten Stahl und von 10% auf Aluminium in Kraft treten sollen. Bisher sind nur die Nachbarländer Kanada und Mexiko von den Zöllen ausgenommen.

UNTERNEHMENS-NEWS

SIEMENS LIEFERT NEUE LOKS NACH ISRAEL

Der deutsche Industrieriese zieht im Zuggeschäft einen Großauftrag an Land. Die staatliche israelische Eisenbahngesellschaft hat bei Siemens 60 Züge in Auftrag gegeben. Dies bringt dem Konzern rund 900 Millionen. In einem ersten Schritt werden 24 Züge nach Israel geliefert. Der Gesamtauftrag umfasst in weiterer Folge auch die Wartung und Instandhaltung für 15 Jahre.

E.ON ÜBERNIMMT INNOGY

Wie zuletzt berichtet, zeigt der deutsche Industrieriese Interesse an Teilen der RWE-Tochter Innogy. In der Nacht auf Sonntag haben sich die beiden Unternehmen bereits auf die spektakuläre Transaktion geeinigt. E.On will die 76,8%-ige Beteiligung der RWE an Innogy übernehmen. Im Gegenzug wechseln Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen den Besitzer. So soll die RWE zukünftig zu 16,67% an E.On beteiligt sein. Der Gesamtwert der Transaktion wird mit 20 Milliarden Euro veranschlagt.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

TRANSPAZIFISCHES FREIHANDELSABKOMMEN WURDE RATIFIZIERT

Nachdem sich die Vereinigten Staaten aus dem bereits fertigverhandelten Freihandelsabkommen im letzten Jahr zurück zogen, kamen die verbliebenen elf Pazifik-Staaten Ende letzter Woche in Santiago de Chile zusammen, um das Abkommen CPTPP zu unterzeichnen. Der „Comprehensive and Progressive Trans Pacific Partnership“ werden Kanada, Japan, Australien, Neuseeland, Mexiko, Chile, Peru, Vietnam, Malaysia, Brunei und Singapur nach der Ratifizierung der nationalen Parlamente beitreten.

Dem neuen Binnenmarkt werden rund 13,5% der weltweiten Wirtschaftskraft im Wert von zehn Billionen US-Dollar angehören. Durch das neue Freihandelsabkommen sollen zahlreiche Zölle abgeschafft und der Marktzugang für Unternehmen erleichtert werden. Außerdem regelt die CPTPP auch die arbeitsrechtlichen und umweltschutzpolitischen Fragen, sowie die Bedingungen für öffentliche Ausschreibungen.

Die Klagemöglichen von Unternehmen gegen Regierungen wurden im Gegensatz zum alten Handelspakt erheblich eingeschränkt. Bei den Bestimmungen des geistigen Eigentums wurden 22 von über 1.000 Regelungen zunächst ausgesetzt, auf die die USA bei den Verhandlungen bestanden hatten. Sollte die amerikanische Regierung dem Abkommen doch noch beitreten, könnten die Regeln wieder in Kraft gesetzt werden.

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