EU verlängert Sanktionen gegen Russland

13.03.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsches Handwerk weiter stark gefragt

Die deutschen Handwerksbetriebe waren auch im vergangenen Jahr gut ausgelastet und meldeten für das Jahr 2017 die stärksten Umsatzsteigerungen seit sechs Jahren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag berichtete, legten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 3,6% zu. Mit einem Umsatzplus von 5,2% verzeichneten die Handwerke für den gewerblichen Bedarf, wie etwa Metallbauer und Feinwerkmechaniker, den stärksten Zuwachs im Jahr 2017. Auch das Bauhauptgewerbe konnte im letzten Jahr dank des anhaltenden Immobilienbooms seine Umsätze mit einem Plus von 4,5% deutlich steigern. Etwas moderater fielen die Umsätze bei den Handwerksbetrieben für den privaten Bedarf aus, zu denen etwa Schuhmacher und Friseure gehören. Ihre Einnahmen legten nur um 1,4% zu.

AMERIKA

EU und USA suchen Gesprächsbasis für Handelsstreit

Nachdem es bei den Verhandlungen am Wochenende zu keinen Ergebnissen gekommen ist, möchten EU und die USA ihre Gespräche zu den Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden Wirtschaftsmächten fortsetzen. Direkte Treffen in dieser Woche seien zwar noch keine geplant, es gäbe aber Kontakte zu den USA auf verschiedenen Ebenen.

Als nächsten Schritt erwarte man eine Klarstellung der US-Regierung, unter welchen Bedingungen man von den beabsichtigten Zöllen absehen würde, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde. US-Präsident Trump hatte letzte Woche Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängt. Laut Vize-Kommissionspräsident Timmermans beabsichtigt Europa diese Strafzölle zu vermeiden. Falls nötig werde man aber seine Industrie verteidigen. Er meint, dass von den europäischen Stahlexporten in die USA keine Gefahr für die amerikanische Wirtschaft ausgehe.

ASIEN

Japans Tertiärindex fällt mehr als erwartet

Der Tertiary Industry Index, der die Veränderung der Ausgaben für Dienstleistungen in Japan misst, ist im letzten Monat mehr als erwartet zurückgegangen. Wie das Ministry of Economy, Trade and Industry (METI) am Dienstag berichtete, fiel der Index von -0,2% auf -0,6%. Von den Experten wurde ein Wert auf dem Niveau des Vormonates erwartet. Der Index gilt als Indikator für die wirtschaftlichen Aktivitäten im Inland. Auf die Währung des Landes hat er allerdings wenig Einfluss, da die japanische Wirtschaft sehr exportorientiert ist.

UNTERNEHMENS-NEWS

GE PRÜFT VERKAUF VON WEITERER SPARTE

Der US-Konzern will sich womöglich von seinem Geschäft mit Elektromotoren trennen. In Medienberichten war zu lesen, dass ein möglicher Verkauf derzeit geprüft werde. Im Jahr 2011 übernahm General Electric das Unternehmen Converteam, um in diesem Geschäftsbereich verstärkt präsent zu sein. 3,2 Milliarden US-Dollar legte man dafür auf den Tisch. Zu dieser Zeit war die Power Division zu der Converteam zählte eine der profitabelsten Sparten des Konzerns. Zuletzt geriet man hier aber etwas unter Druck. Das Geschäft mit Elektromotoren, welches seit 2012 den Namen GE Power Conversion trägt, droht weniger Geld einzubringen als man ursprünglich dafür bezahlt hat.

Neo-CEO John Flannery will das Unternehmen wieder auf Kurs bringen. Seinem Plan zufolge wird sich General Electric zukünftig auf drei Kernbereiche konzentrieren: Luftfahrt, Energie und Gesundheit. In diesen Geschäftsfeldern verfügt man über das meiste Know-how und auch die Wachstumschancen sind gut. Aus anderen Aktivitäten will man sich zum Großteil zurückziehen. Assets mit einem Volumen von 20 Milliarden US-Dollar stehen womöglich zur Disposition.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

EU VERLÄNGERT SANKTIONEN GEGEN RUSSLAND

Die Europäische Union hat ihre Sanktionen gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise verlängert. Diese sollen nun für weitere sechs Monate bis zum 15. September aufrecht bleiben. Unter anderem kommt es dadurch zu Reisebeschränkungen und zum Einfrieren von Vermögen von insgesamt 150 Russen und Ukrainern sowie 38 Unternehmen - darunter russische Staatsbanken. Außerdem sind Ein- und Ausfuhren von Rüstungsgütern und die russische Öl- und Gasindustrie betroffen.

Laut dem EU-Rat hat es die Bewertung der Lage nicht gestattet, dass man den Kurs hinsichtlich der Sanktionen ändert. Der Vorwurf der EU, aufgrund dessen die Sanktionen verhängt werden, lautet: Das Untergaben beziehungsweise die Bedrohung der territorialen Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine von Seiten Russlands. Das geht aus Medienberichten hervor. Damit die Sanktionen aufgehoben werden, verlangt die EU von Russland eine vollständige Umsetzung des Minsker Abkommens für den Frieden in der Ukraine. Wenn es zur neuerlichen Besprechung weiterer Sanktionen kommt, hat Österreich die Ratspräsidentschaft inne.

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