Japan erwartet keine internationale Regulierung von Kryptowährungen

14.03.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

OECD hebt Wachstumsprognosen für Weltwirtschaft an

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat am Dienstag in Paris eine Anpassung ihrer Wachstumsprognosen für das Jahr 2018 bekanntgegeben. Demnach werde die Weltwirtschaft um 3,9% zulegen und diesen Wert auch im nächsten Jahr halten können. Bisher lagen die Prognosen für die beiden Jahre bei 3,6% Wachstum.

Als Hauptgründe für die besseren Aussichten wurden die in den USA angekündigten Steuersenkungen und eine lockere Finanzpolitik in Deutschland genannt. Die wirtschaftliche Erholung könne aber durch die derzeitigen Spannungen im internationalen Handel bedroht werden, sagte dazu der stellvertretende OECD-Chefökonom Alvaro Pereira.

AMERIKA

Inflation in den USA legt im Rahmen der Erwartungen zu

Wie erwartet, ist der Preisdruck in den USA im Februar leicht angestiegen. Wie das US-Handelsministerium am Dienstag berichtete, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,2% an. Auf Jahressicht lag die Teuerungsrate im Februar bei 2,2%. Dieser Wert wurde auch von den Analysten erwartet.

In der Kernrate (ohne volatile Lebensmittel-und Energiepreise) lag der Preisanstieg zum Vormonat ebenfalls bei 0,2%. Auf Jahressicht zogen die Preise in dieser Abgrenzung um 1,8% an.

ASIEN

Konjunkturdaten aus China ziehen an

Die Konjunkturdaten für die ersten beiden Monate des heurigen Jahres deuten auf ein weiteres solides Wachstum der zweitgrößten Volkwirtschaft der Welt hin. Aktuelle Zahlen vom Einzelhandel und aus dem Industriesektor sowie den Investitionen senden weitere positive Konjunktursignale aus China.

Bei der Industrieproduktion gab es in den ersten beiden Monaten im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 7,2%. Die Umsätze im Einzelhandel legten, wie von den Analysten erwartet, um 9,7% zu. Mehr als erwartet stiegen die Investitionen an. Hier lag der Zuwachs mit 7,9% höher als das von den Volkwirten erwartete Plus von 7,0%.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE AUF EINKAUFSTOUR

Der US-amerikanische Techriese gab bekannt, dass man die Next Issue Media LLC übernehmen wird. Damit sichert man sich die Dienste von Texture, dem Abonnement-Service für digitale Zeitschriften des Unternehmens. Dieses bietet seinen Nutzern in Form einer App den Zugang zu über 200 der besten Magazine weltweit – die Bezahlung einer Gebühr vorausgesetzt.

Damit verstärkt Apple sein Engagement im Service-Geschäft weiter. Zuletzt zogen die Umsätze in diesem Geschäftsbereich vermehrt an. Ziel des Konzerns ist es, auch die traditionell sehr hohe Abhängigkeit von seinem Flagship-Produkt – dem iPhone – weiter zu reduzieren. Im Geschäftsjahr 2017 war dieses noch für rund 62% des Gesamtumsatzes von Apple verantwortlich.

MICROSOFT INVESTIERT IN DEUTSCHLAND

Zwei neue Cloud-Rechenzentren will der Softwareriese bei unseren Nachbarn eröffnen. Wie das Handelsblatt berichtete, dürfte sich das Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich bewegen. Derzeit betreibt Microsoft bereits in Dublin und Amsterdam Rechenzentren für Cloud-Angebote.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

JAPAN ERWARTET KEINE INTERNATIONALE REGULIERUNG VON KRYPTOWÄHRUNGEN

Bitcoin, Ethereum & Co erfreuen sich ungeachtet der jüngst hohen Kursabschläge nach wie vor großer Beliebtheit. Zeitgleich wird der Ruf nach Regulierung immer lauter. Global einheitliche Vorgaben zur Regulierung von Kryptowährungen sind bislang nicht in Sicht.

Nach Angaben Japans wird es auf dem angesetzten Finanzminister-Treffen der 20 großen Industrie- und Schwellenländer (G20) bei diesem Thema wohl keine gemeinsamen Beschlüsse geben. Die Unterschiede in den Herangehensweisen der Staaten seien einfach zu groß, sagte am Dienstag ein Vertreter der Regierung in Tokio. „Die allgemeine Stimmung unter den G20-Mitgliedern ist, dass zu strikte Regulierung nicht gut wäre.“

Die Debatte auf dem Treffen am kommenden Montag und Dienstag in Buenos Aires dürfte weniger darüber geführt werden, wie sich der Handel mit digitalen Währungen auf das Bankensystem auswirkt, ergänzte der Regierungsvertreter. Vielmehr gehe es zunächst um das Verhindern von Geldwäsche und eine Verbesserung des Verbraucherschutzes.

Japan ist das erste Land, das ein einheitliches System zur Überwachung des Handels mit Cyberdevisen eingeführt hat. Lücken im Regelwerk deckte allerdings der Hackerangriff auf die Handelsplattform Coincheck im Jänner auf, bei dem Kryptowährungen im Wert von 534 Millionen Dollar erbeutet wurden.

Deutschland und Frankreich fordern mit einer gemeinsamen G20-Initiative ein international abgestimmtes Vorgehen ein. Die Empfehlung der EU-Bankenaufsicht EBA sieht hingegen statt der umfassenden Regulierung die gezielte Bekämpfung konkreter Tatbestände wie Geldwäsche und Terrorfinanzierung mittels Bitcoin & Co. vor.

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