Deutschlands Staatsschulden sinken weiter

03.04.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Inflation in Frankreich und Italien legt deutlich zu

Der Inflationsdruck in zwei der größten Volkswirtschaften der Eurozone hat im März deutlich zugenommen. In Frankreich stieg der harmonisierte Verbraucherpreisindex auf eine Jahresrate von 1,7%. Im Februar betrug sie noch 1,1%. Einen besonders deutlichen Anstieg verzeichnete die Inflation in Italien, sie stieg auf Jahressicht von 0,5% im Februar auf 1,1% im März an. Das dürfte auch die Erwartungen der Experten stützen, dass der Preisdruck im gesamten Euroraum zunehmen wird. Die Daten für die Eurozone werden am Mittwoch veröffentlicht.

AMERIKA

US-Industrie bleibt weiter auf Expansionskurs

Auch im März melden die amerikanischen Industriebetriebe gut laufende Geschäfte und weiteres Wachstum. Gegenüber dem sehr starken Vormonat hat sich die Dynamik aber etwas verlangsamt. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, der vom Institute for Supply Management (ISM) veröffentlicht wird, ist von 60,8 Punkten aus dem Vormonat auf 59,3 Zähler im März zurückgegangen. Damit bleibt der Stimmungsindex aber immer noch deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Bei den Unterindizes gab es bei den Neuaufträgen und der Beschäftigung leichte Rückgänge. Der Subindex für die gezahlten Preise konnte dagegen kräftig zulegen.

ASIEN

Stimmung in Chinas großen und staatsnahen Betrieben hellt sich deutlich auf

In den Chefetagen der großen chinesischen Betriebe hat sich die Stimmung im März mehr als von den Experten erwartet verbessert. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) ist auf 51,5 Punkte gestiegen, von den Volkswirten wurde nur ein Indexstand von 50,6 Zählern erwartet. Das gab das Statistikamt am Samstag in Peking bekannt. Chinas Wirtschaft kann auf ein starkes letztes Jahr zurückblicken. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt konnte im Vergleich zum Jahr davor ein Wachstum von 6,9% erwirtschaften. Gestiegene Exporte und ein boomender Bausektor dank massiver Kreditvergaben waren dabei die Wachstumstreiber im letzten Jahr.

UNTERNEHMENS-NEWS

APPLE MIT EIGENER CHIP-PRODUKTION

Medienberichten zufolge will der Techriese in seinen Mac-Modellen auf Intel-Chips verzichten. Stattdessen sollen Prozessoren aus dem eigenen Haus verbaut werden. Das Projekt befindet sich derzeit zwar noch in der Anfangsphase, aber bereits ab 2020 rechnet man mit dem Einsatz von hauseigenen Chips. Der Konzern will zukünftig verstärkt unabhängig von Zulieferern werden.

Mit den Mac-Modellen erwirtschaftet Apple vergleichsweise nur einen geringen Anteil. Lediglich 11% des Gesamtumsatzes entfallen auf sie. Grundsätzlich ist dieser Geschäftsbereich jedoch gut aufgestellt. Bei Apple verzeichnete man hier zuletzt Wachstumsraten, während der PC-Gesamtmarkt rückläufig war.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

DEUTSCHLANDS STAATSSCHULDEN SINKEN WEITER

Die Deutsche Bundesbank gab am Freitag bekannt, dass sich die Staatsschulden für das Jahr 2017 um insgesamt 53 Milliarden Euro auf 2,09 Billionen Euro reduzierten. Zwar wurde der Maastricht-Vertrag, der eine Schuldenquote von maximal 60% vorsieht, mit rund 64,10% wieder nicht erreicht, doch zeigt der Trend seit dem Jahr 2010 mit knapp 81% eindeutig in die richtige Richtung. Bereits im nächsten Jahr soll der Schuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt unter die 60%-Marke fallen. Damit würde Deutschland wieder alle EU-Kriterien für die Budgeterstellung erfüllen.

Die Bundesbank streicht neben dem Abbau der staatlichen „Bad Banks“ auch die Länder und Kommunen hervor, die deutlich zur Verringerung der Staatsschulden beitrugen. Die staatlichen Stützungsmaßnahmen für inländische Banken beliefen sich zwar insgesamt immer noch auf 193 Milliarden. Doch ginge der Abbau der Vermögensbestände mit großen Schritten voran, währenddessen die Hilfspakete für Euro-Staaten in den deutschen Staatsschulden konstant bei 88 Milliarden Euro lagen.

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