Arbeitslosigkeit in Österreich weiter rückläufig

04.04.2018

KONJUNKTUR UND ZENTRALBANKEN

EUROPA

Deutsche Einzelhändler setzen im Februar weniger um

Das statistische Bundesamt teilte am Dienstag mit, dass die deutschen Einzelhandelsumsätze im Februar um 0,7% verglichen mit dem Vormonat gefallen sind. Von Ökonomen wurde hingegen mit einem Plus von 0,6% gerechnet. Vergleicht man allerdings die Werte von Februar 2018 mit denen des Vorjahres, so gibt es eine deutliche Steigerung von 2,5%, welche vor allem auf kosmetische, pharmazeutische und medizinische Produkte zurückzuführen ist. Da die Beschäftigung und die Reallöhne in Deutschland aber wieder steigen, bleibt die Kauflaune der Konsumenten aber weiter sehr hoch.

AMERIKA

Annäherung im Handelsstreit zwischen Mexiko und USA

Der mexikanische Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo gab in einem Radio-Interview bekannt, dass es in den Nachverhandlungen zum nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta zuletzt deutliche Fortschritte gegeben habe. Wirtschaftsminister Guajardo plant diese Woche Mittwoch eine Reise nach Washington, um den Grundstein für einen Durchbruch beim Amerikagipfel am 13. April in Peru zu legen. Mexiko ist nach Kanada und China der drittwichtigste Handelspartner der USA.

ASIEN

Handelsstreit zwischen China und den USA geht weiter

Nachdem die USA Strafzölle in Höhe von 25% auf eine Liste von zirka 1.300 chinesischen Importgütern, wie beispielsweise Chemie, Fahrzeuge und Elektronikkomponenten verhängten, erklärte das chinesische Handelsministerium, Maßnahmen von gleichem Umfang und Intensität gegen US-Produkte zu ergreifen. Die USA begründen ihren Schritt mit dem Schutz geistigen Eigentums und zur Verhinderung eines Technologie-Transfers nach China. Der Zugang zum chinesischen Markt wird US-Unternehmen nur ermöglicht, wenn diese ihre technischen Kenntnisse China zur Verfügung stellen. China strebt bis 2025 die globale Marktführerschaft in den Bereichen Informationstechnologie, Robotik, Luftfahrt, Pharma und alternative Antriebstechniken an. Als Antwort auf den Protektionismus der USA überlegt China, den Streitfall vor die Welthandelsorganisation WTO zu bringen.

UNTERNEHMENS-NEWS

GE TRENNT SICH VON TEILEN DES GESUNDHEITSGESCHÄFTS

Der US-amerikanische Industrieriese kommt auf dem Weg seiner Restrukturierungsbemühungen weiter. Wie zuletzt bekannt wurde, gibt General Electric (GE) Teile seines Gesundheitsgeschäfts an das Private-Equity-Unternehmen Veritas Capital ab. 1,05 Milliarden US-Dollar kommen in die Kassen von GE.

Neo-CEO John Flannery will das Unternehmen wieder auf Kurs bringen. Seinem Plan zufolge wird sich General Electric auf die Geschäftsbereiche konzentrieren, in denen man über das meiste Know-how verfügt. Aus anderen Aktivitäten will man sich zum Großteil zurückziehen. Assets mit einem Volumen von 20 Milliarden US-Dollar stehen womöglich zur Disposition.

SWATCH MIT ETAPPENSIEG

Der Schweizer Uhrenkonzern konnte in einem Rechtsstreit einen Teilsieg erringen. Ein britisches Unternehmen drohte Swatch mit einer Klage, nachdem die Schweizer die Lieferung von Ersatzteilen ins Vereinigte Königreich einstellten. Cousins UK, so der Name der Briten, verkaufte diese an unabhängige Uhrmacher weiter. Um jedoch einer Verhandlung in Großbritannien zuvor zu kommen, brachte man selbst ein Verfahren in der Schweiz ein. Ein Berner Handelsgericht wies dies jedoch vorerst ab. Das Schweizer Bundesgericht entschied jedoch für eine Beurteilung der Angelegenheit in der Schweiz. Zudem soll auch die Wettbewerbsbehörde die teilweise restriktiven Lieferungen an die unabhängigen Uhrmacher unter die Lupe nehmen.

AKTUELLES AUS DER WIRTSCHAFT

ARBEITSLOSIGKEIT IN ÖSTERREICH WEITER RÜCKLÄUFIG

Im März ist die Arbeitslosigkeit in Österreich erstmals seit 2013 wieder unter die 400.000er-Marke gefallen. Das entspricht einem Rückgang um 7,5% im Vergleich zum Vorjahr. Laut AMS befanden sich im März 398.503 Personen auf Jobsuche, davon besuchten 76.600 eine Schulungsmaßnahme.

Besonders von Arbeitslosigkeit betroffen ist die „Generation 50+“. Trotz eines Rückgangs um 5,4% stellt sie fast ein Drittel der auf Jobsuche befindlichen Arbeitssuchenden, die nicht in einer Schulung waren. Ein deutlicher Rückgang von 17,2% konnte hingegen bei den Jugendlichen (unter 25) verzeichnet werden.

Nach Eurostat-Berechnung lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im März in Österreich bei 5,5% und damit unter dem EU-28 Durchschnitt von 7,3%. In Deutschland lag die Arbeitslosenquote zum Vergleich bei 3,6%.

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